{"id":18449,"date":"2009-01-02T08:49:02","date_gmt":"2009-01-02T07:49:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=18449"},"modified":"2009-01-02T08:49:02","modified_gmt":"2009-01-02T07:49:02","slug":"kernzonendefizit-freistaat-und-kommunen-muessen-position-beziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=18449","title":{"rendered":"Kernzonendefizit: Freistaat und Kommunen m\u00fcssen Position beziehen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Oberelsbach.<\/strong> Der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Regierungsdirektor Michael Geier, spricht sich bei der L\u00f6sung des Kernzonendefizits f\u00fcr einen \u201eoffenen Prozess\u201c aus. Insbesondere will er mit den Kommunen in Kontakt treten, die eventuell au\u00dferhalb des regelm\u00e4\u00dfigen Betriebs gestellte Waldfl\u00e4chen einbringen k\u00f6nnten.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Gesamtpotential realistisch absch\u00e4tzen durch Zusammenschau<\/strong><\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr uns sind vor allem solche Fl\u00e4chen interessant, die zum einen nicht bewirtschaftet werden und die zum anderen an den Staatsforst angrenzen\u201c, sagt Geier. Die Kommunen sollten jedoch alle Fl\u00e4chen melden, damit sie entsprechend fachlich bewertet werden k\u00f6nnen. Erst aus der Zusammenschau aller Fl\u00e4chen l\u00e4sst sich das Gesamtpotential realistisch absch\u00e4tzen. \u201eWir als Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates werden diesbez\u00fcglich keine Vorentscheidungen treffen, sondern wir und das Amt f\u00fcr Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt kommen dann auf die Kommunen zu, teilen unsere Einsch\u00e4tzung mit und werden gemeinsam verhandeln\u201c, hebt der Regierungsdirektor hervor. Die Entscheidung, welche Fl\u00e4chen in Zukunft Kernzone sein k\u00f6nnen, liege einzig und allein bei der Kommune selbst. \u201eWenn wir diese Schritte hinter uns haben, werden wir das in M\u00fcnchen dem zust\u00e4ndigen Ministerium auf den Tisch legen.\u201c<\/p>\n<p>Das Kernzonendefizit, das f\u00fcr die jetzige Kulisse des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n auf bayerischer Seite existiert und bis zur Evaluierung 2013 behoben sein soll, wird noch gr\u00f6\u00dfer, wenn es um die geplante Erweiterung geht. Dann werden insgesamt 3 500 Hektar Kernzone gebraucht. Ansonsten h\u00e4tte ein Erweiterungsantrag bei der UNESCO von vornherein keinen Erfolg, denn der Mindestanteil von drei Prozent Kernzone gemessen an der Gesamtfl\u00e4che ist ein nationales Kriterium, das eingehalten werden muss. \u201eWir k\u00f6nnen diese Voraussetzung nur erf\u00fcllen, wenn sich das alle Grundeigent\u00fcmer zu einer gemeinsamen Aufgabe machen. Dazu z\u00e4hlen auch der Freistaat Bayern und die Kommunen\u201c, sagt auch der Landrat des Rh\u00f6n-Grabfeld-Kreises und Vorsitzende des Vereins Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n, Thomas Habermann. Allerdings d\u00fcrfe es nicht so sein, dass wirtschaftlich bedeutende Fl\u00e4chen entzogen werden, f\u00fcgt er hinzu. \u201eWir m\u00fcssen solche Fl\u00e4chen als Kernzone ausweisen, f\u00fcr die es kein gro\u00dfes wirtschaftliches Interesse gibt.\u201c Der Freistaat, unterstreicht Habermann, m\u00fcsse diesbez\u00fcglich eine klare politische Aussage treffen. \u201eMein Bad Kissinger Landratskollege Thomas Bold und ich werden bei den neuen bayerischen Ministern der entsprechenden Ressorts t\u00e4tig werden und sie um Unterst\u00fctzung in dieser Frage bitten\u201c, k\u00fcndigt Habermann an. \u201eWir sollten diese Angelegenheit nicht verschlafen, denn das von der UNESCO anerkannte Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n ist die wesentliche Qualit\u00e4tsauszeichnung f\u00fcr unsere Region\u201c, erkl\u00e4rt der Landrat. Das Biosph\u00e4renreservat sei genau das richtige Instrument, um Zukunft zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Oberelsbach. Der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Regierungsdirektor Michael Geier, spricht sich bei der L\u00f6sung des Kernzonendefizits f\u00fcr einen \u201eoffenen Prozess\u201c aus. 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