{"id":184435,"date":"2020-06-28T09:31:04","date_gmt":"2020-06-28T07:31:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=184435"},"modified":"2020-06-28T09:31:04","modified_gmt":"2020-06-28T07:31:04","slug":"ds-smith-entwickelt-kreislauf-design-prinzipien-fuer-mehr-nachhaltigkeit-in-der-verpackungsindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=184435","title":{"rendered":"DS Smith entwickelt Kreislauf Design Prinzipien f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit in der Verpackungsindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Der durchschnittliche Deutsche verbraucht pro Jahr 207 Plastikflaschen, 94 Einwegkaffeebecher und 190 Joghurtbecher. Hinzu kommen pro Person im Schnitt 127 Getr\u00e4nkedosen, 158 Gl\u00e4ser und Glasflaschen sowie fast 600 Karton- und Wellpappverpackungen \u2013 vom Paket des Onlineh\u00e4ndlers bis zur M\u00fcslipackung. Das ergab die Umfrage \u201eCost of Confusion\u201c von DS Smith, einem\u00c2\u00a0der\u00c2\u00a0weltweit f\u00fchrenden\u00c2\u00a0Unternehmen f\u00fcr innovative, nachhaltige Verpackungsl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Unbehagen f\u00f6rdert Ver\u00e4nderung \u2013 vor allem bei den J\u00fcngeren<\/p>\n<p>Wohl f\u00fchlen die Deutschen sich dabei nicht, wie die Umfrage zeigt. Im Schnitt gaben drei Viertel der Befragten an, in Anbetracht der produzierten M\u00fcllmengen mindestens gelegentlich ein schlechtes Gewissen zu haben. Ein Blick in die unterschiedlichen Altersgruppen enth\u00fcllt hier Parallelen zum Fridays for Future Trend: W\u00e4hrend ungef\u00e4hr 80 % der 18 bis 44-j\u00e4hrigen einr\u00e4umen, dass Ihre Abfallberge h\u00e4ufiger Schuldgef\u00fchle in ihnen ausl\u00f6sen, steigt mit zunehmendem Alter auch die Gelassenheit. So best\u00e4tigen dies in der Gruppe der 45 bis 54-j\u00e4hrigen nur noch 64 % und unter den \u00fcber 55-j\u00e4hrigen nur noch 60 %.<\/p>\n<p>Das schlechte Gewissen veranlasst viele Konsumenten dazu, ihre Verhaltensweisen zu \u00fcberdenken. Ein erster Schritt ist dann meist der Versuch M\u00fcll zu vermeiden. 46 % der Befragten gaben an, Einwegprodukte, wie beispielsweise Trinkhalme, zu meiden. 45 % setzen auf wiederverwendbare Flaschen oder Kaffeebecher. Weitere beliebte Strategien sind die Nutzung von Brotboxen statt Folie beim Transport von Lebensmitteln (43 %) und der Wechsel zu wiederaufladbaren Ger\u00e4ten ohne Batterien (35 %).<\/p>\n<p>Drei Viertel der Deutschen sind unsicher beim Recycling<\/p>\n<p>Wenn doch konsumiert und verbraucht wird, geht es ans Recycling. Doch gerade in der vermeintlichen Paradedisziplin der Deutschen schlummert noch viel Verbesserungspotenzial. W\u00e4hrend 44 % der befragten Deutschen in einer im November 2019 von DS Smith ver\u00f6ffentlichten Umfrage zur Kreislaufwirtschaft angaben, heute mehr zu recyceln als noch vor f\u00fcnf Jahren, zeigt die aktuelle Studie, dass gro\u00dfe Mengen M\u00fcll von den Verbrauchern falsch getrennt werden. Obwohl Deutschland seit den 1970er Jahren gro\u00dfe Anstrengungen in diesem Bereich unternommen hat, gibt es in Teilen der Bev\u00f6lkerung immer noch eine gewisse Unsicherheit, wenn es um Recycling und die genauen Vorgaben geht. So sind sich rund 28 % der Befragten regelm\u00e4\u00dfig nicht sicher, ob eine Verpackung recycelbar ist. 43 % geht es immerhin gelegentlich so.<\/p>\n<p>\u00c4ltere f\u00fchlen sich sicherer bei den Recyclingregeln<\/p>\n<p>Auch hier lohnt sich die getrennte Aufstellung nach Altersgruppen, die zur Erkl\u00e4rung der oben genannten Unterschiede in puncto schlechtes Gewissen beitragen kann: W\u00e4hrend die \u00fcber 55-j\u00e4hrigen in der Befragung im Schnitt zu 79 % angaben sich der Regeln f\u00fcr Recycling grunds\u00e4tzlich im Klaren zu sein, gilt dies nur f\u00fcr 57 % der 18 bis 24-j\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Ein Blick in die verschiedenen Abfallkategorien offenbart ebenfalls Unterschiede: Die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten beim Recycling bereiten den Deutschen Elektronikgegenst\u00e4nde (40 %), gefolgt von Batterien (28 %), Metallprodukten (27 %) und Plastik (25 %).<\/p>\n<p>Mehr Restm\u00fcll durch &#8220;risikoaverses Recycling\u201c<\/p>\n<p>Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass mehr als vier von zehn Deutschen (45 %) dazu tendieren \u201eauf Nummer sicher\u201c zu gehen und die Verpackung in den Restm\u00fcll zu werfen, sobald sie unsicher sind, ob eine Verpackung recycelt werden kann.<\/p>\n<p>Eine deutliche Mehrheit von 68 % gibt hierbei an mindestens gelegentlich Gegenst\u00e4nde in den Restm\u00fcll zu werfen, von denen sie glauben, dass sie recyclebar sind. Nach Gr\u00fcnden gefragt, machen rund 23 % von ihnen daf\u00fcr haupts\u00e4chlich eine mangelhafte Kennzeichnung verantwortlich, 27 % verunsichert vor allem die Kombination verschiedener Materialien in einem Gegenstand.<\/p>\n<p>Die Experten von DS Smith haben f\u00fcr diesen Anteil an der Bev\u00f6lkerung den Begriff des \u201erisikoaversen Recyclers\u201c geschaffen. Ihr Wunsch, den Recyclingm\u00fcll nicht mit den falschen Abf\u00e4llen zu kontaminieren, l\u00e4sst f\u00fcr die deutsche Recyclingquote noch einige Luft nach oben. Das verdeutlicht auch die letzte Abfallstatistik des Umweltbundesamtes: von ca. 51,7 Mio. Tonnen Siedlungsabf\u00e4llen, die in Deutschland im Jahr 2017 anfielen, wurden nur 67 % stofflich verwertet.<\/p>\n<p>Um den Verunsicherungen entgegenzuwirken hat DS Smith k\u00fcrzlich die \u201eKreislauf Design Prinzipien\u201c ver\u00f6ffentlicht. Auf ihrer Basis k\u00f6nnen Verpackungen nachhaltiger und leicht wiederverwertbar gestaltet werden. Ein Service, den DS Smith seinen Kunden anbietet, um letztendlich auch den Konsumenten zu erm\u00f6glichen, leichter an der Kreislaufwirtschaft teilzuhaben und pr\u00e4ziser zu recyclen. Die Prinzipien wurden in Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation entwickelt, einem globalen Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt in der deutschen Bev\u00f6lkerung den unbestreitbaren Wunsch, bei der Klimakrise zu helfen. Viele Verpackungen sind jedoch noch immer nicht recycelbar, und die Menschen sind sich nach wie vor nicht immer sicher, welche Verpackung in welche Tonne geh\u00f6rt\u201c, kommentiert Stefano Rossi, CEO bei DS Smith Packaging.<\/p>\n<p>&#8220;Wir haben unsere Kreislauf Design Prinzipien eingef\u00fchrt, um Unternehmen dabei zu helfen, den Bed\u00fcrfnissen der Bev\u00f6lkerung nachzukommen. Durch die Einf\u00fchrung dieser Prinzipien f\u00f6rdern wir Recyclingf\u00e4higkeit als Designprinzip, vermeiden Abfall und Umweltverschmutzung, und erh\u00f6hen den Anteil von Wellpappverpackungen, die f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft geeignet sind. F\u00fcr Verpackungen, die nicht vollst\u00e4ndig auf nachhaltiger Papierbasis hergestellt werden, geben wir dar\u00fcber hinaus Tipps f\u00fcr genauere Recyclingangaben auf dem Produkt, damit Verbraucher leichter und mehr recyceln k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Zu viel des Guten: Die \u201eWish-cycler\u201c<\/p>\n<p>Den \u00fcbervorsichtigen Recyclern gegen\u00fcber stehen die \u201eWish-Cycler\u201c: Auch wenn sie Zweifel haben, ob ein Gegenstand recycelt werden kann, werfen sie ihn \u2013 in der Hoffnung das Richtige zu tun &#8211; in eine f\u00fcr das Recycling vorgesehene Tonne. Etwa 27 % der Befragten fallen in diese Gruppe.<\/p>\n<p>Mehr als die H\u00e4lfte (54 %) gaben an dabei bereits Gegenst\u00e4nde in eine Recycling-Tonne geworfen zu haben, die nicht recycelbar waren. Jeder dritte unter ihnen wusste nach wie vor nicht, wie der Gegenstand h\u00e4tte richtig recycelt werden sollen.<\/p>\n<p>Auch Bequemlichkeit spielt hier eine Rolle: Etwas mehr als einer von zehn Befragten (13 %) r\u00e4umte ein M\u00fcll falsch entsorgt zu haben, weil es schlicht einfacher war, beispielsweise unterwegs. Fast die H\u00e4lfte (47 %) nannten Unaufmerksamkeit als Grund, M\u00fcll schon einmal falsch getrennt zu haben.<\/p>\n<p>Recycling einfacher gestalten<\/p>\n<p>Ob risikoaverser Recycler oder Wish-cycler \u2013 in beiden F\u00e4llen ist das Kernproblem \u00e4hnlich gelagert. Ein Bewusstsein f\u00fcr Nachhaltigkeit und ein Interesse an Recycling ist generell vorhanden. Jedoch f\u00fchren laut Umfrage ein fehlender \u00dcberblick \u00fcber die Recyclingregeln sowie eine fehlende oder mangelhafte Kennzeichnung der Verpackungen zu ungew\u00fcnschten Ergebnissen. Auf die Bitte aus einer Liste mit Vorschl\u00e4gen bis zu drei Punkte auszuw\u00e4hlen, die ihnen helfen w\u00fcrden, mehr zu recyceln, w\u00e4hlten jeweils \u00fcber die H\u00e4lfte der Befragten (53 %) genauere Angaben auf den Produkten und Verpackungen sowie Verpackungen, die sich insgesamt leichter trennen und recyceln lassen. Weniger effektive Motivation bieten dagegen finanzielle Anreize, die nur bei 34 % der Befragten unter den Top drei Antworten waren, eine konsistentere Recyclingpolitik (30 %), oder mehr Sammelstellen und Recyclingtonnen au\u00dferhalb des eigenen Heims (29 %).<\/p>\n<p>Um f\u00fcr Klarheit beim Thema Recycling zu sorgen, wurden die DS Smith Kreislauf Design Prinzipien entwickelt. Diese haben das Ziel, Abfall und Umweltverschmutzung zu vermeiden, die Wiederverwertbarkeit von Produkten und Materialien zu erh\u00f6hen und nat\u00fcrlichen Systemen die M\u00f6glichkeit zu geben, sich zu regenerieren. Ein optimiertes Kreislaufwirtschaftsmodell kommt dabei nicht nur der Umwelt zugute, sondern kann auch das Wachstum der Verpackungsindustrie vorantreiben.<\/p>\n<ol>\n<li>Die f\u00fcnf DS Smith Kreislauf Design Prinzipien lauten:<\/li>\n<li>Wir sch\u00fctzen Marken und Produkte &#8211; Designer m\u00fcssen immer daf\u00fcr sorgen, dass eine Verpackung ihren Inhalt erfolgreich sch\u00fctzt. Besch\u00e4digte Produkte durch schlechte Verpackung haben wirtschaftliche und \u00f6kologische Auswirkungen.<\/li>\n<li>Wir verwenden nicht mehr Materialien als n\u00f6tig \u2013 Ein optimierter Einsatz von Verpackungsmaterialien spart Ressourcen und reduziert Abfall.<\/li>\n<li>Wir entwerfen Designs f\u00fcr die Effizienz des Lieferzyklus &#8211; Unsere Designer steigern die Effizienz indem sie beispielsweise die Anordnung und Anzahl der Produkte innerhalb der Verpackung ver\u00e4ndern und so Lager- und Transportplatz besser ausnutzen.<\/li>\n<li>Wir halten Verpackungsmaterialien in Gebrauch &#8211; Wir eliminieren Abfall, indem wir Verpackungsprodukte so lange wie m\u00f6glich in Gebrauch halten. Wir k\u00f6nnen den Kreislauf f\u00fcr unsere Kunden innerhalb von 14 Tagen &#8220;schlie\u00dfen&#8221;, indem aus recycelten Verpackungen wieder neue Produkte werden.<br \/>\nWir finden einen besseren Weg &#8211; Wir ermutigen unsere Designer, den Status quo in Frage zu stellen, und unterst\u00fctzen unsere Kunden in der Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der durchschnittliche Deutsche verbraucht pro Jahr 207 Plastikflaschen, 94 Einwegkaffeebecher und 190 Joghurtbecher. Hinzu kommen pro Person im Schnitt 127 Getr\u00e4nkedosen, 158 Gl\u00e4ser und Glasflaschen sowie fast 600 Karton- und Wellpappverpackungen \u2013 vom Paket des Onlineh\u00e4ndlers bis zur M\u00fcslipackung. 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