{"id":183804,"date":"2020-03-07T21:51:21","date_gmt":"2020-03-07T20:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=183804"},"modified":"2020-03-07T21:51:21","modified_gmt":"2020-03-07T20:51:21","slug":"hochkaraetige-namen-im-programm-%e2%80%a8der-reihe-literatur-im-stadtschloss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=183804","title":{"rendered":"Hochkar\u00e4tige Namen im Programm \u00e2\u20ac\u00a8der Reihe \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bu\u00cc\u02c6cher-LiS-2020.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-183806\" src=\"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Bu\u00cc\u02c6cher-LiS-2020-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" \/><\/a>Mit hochkar\u00e4tigen Namen und interessanten Werken geht die traditionsreiche Fuldaer Lesereihe \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c vom 17. M\u00e4rz bis zum 26. Mai 2020 in ihre 31. Auflage. Im Fuldaer Stadtschloss stellten jetzt Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Oberb\u00fcrgermeister a. D. Gerhard M\u00f6ller, der auch in diesem Jahr die Veranstaltungen im F\u00fcrstensaal moderieren wird, gemeinsam das Programm vor. Das literarische Spektrum reicht von Romanen bis hin zu Lyrik. Der Eintritt ist wie immer kostenlos.<\/p>\n<p>\u201eDas Fuldaer Publikum darf sich auf die renommierten Autoren Raoul Schrott, Norbert Hummelt, Hanns Zischler, Norbert Scheuer und Ter\u00e9zia Mora freuen, die aus ihren aktuellen Werken lesen werden\u201c, sagte Oberb\u00fcrgermeister a. D. Gerhard M\u00f6ller. Jeder der Autoren und jede der Autorinnen bringe einen eigenen Stil, eine eigene Aura mit, dies mache die Reihe so spannend, sagte M\u00f6ller. Fuldas Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld erg\u00e4nzte: \u201eDie Verleihung des Literaturpreises der Stadt Fulda 2020 an Nadine Schneider und Olivia Wenzel zum Abschluss unserer diesj\u00e4hrigen Reihe bietet Literaturinteressierten die Chance, mit den beiden Preistr\u00e4gerinnen zwei talentierte junge Schriftstellerinnen und ihre Romandeb\u00fcts kennenzulernen.\u201c Alle Lesungen finden im F\u00fcrstensaal des Stadtschlosses Fulda jeweils um 20 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenfrei.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass derart hochkar\u00e4tige Literaturgen\u00fcsse kostenlos zu erleben seien, gehe nicht zuletzt auf das Engagement des Parzeller-Buchverlags sowie der Jubil\u00e4umsstiftung der Sparkasse Fulda und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Th\u00fcringen zur\u00fcck, betonte OB Wingenfeld. Richard Hartwig aus dem Vorstandsstab der Sparkasse Fulda f\u00fcgte hinzu, die Reihe biete tolle Qualit\u00e4t, aber sei zugleich nicht elit\u00e4r. Durch die Aufnahme der jeweiligen aktuellen Preistr\u00e4ger des Fuldaer Literaturpreises habe die Lesereihe eine frische Facette hinzugewonnen, so Hartwig. Rainer Klitsch von Parzellers Buchverlag erg\u00e4nzte, die Reihe sei in der Szene der Literaturinteressierten bereits so etabliert, dass G\u00e4ste aus einem Umkreis von 80 bis 100 Kilometern zu den Veranstaltungen anreisten. Der OB dankte auch den Schulen der Region f\u00fcr ihr Bem\u00fchen, auch eine j\u00fcngere Zielgruppe f\u00fcr das ausgew\u00f6hnliche Angebot zu sensibilisieren.<\/p>\n<p>Das Programm im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>Bei der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 17. M\u00e4rz, liest der 1964 in Landeck (Tirol) geborene und vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Raoul Schrott aus \u201eEine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal\u201c. Der Autor erz\u00e4hlt darin von Hannes aus Aachen, der vor 500 Jahren mit Magellans Flotte zu den Gew\u00fcrzinseln aufbrach. Auf seiner Fahrt ins Ungewisse begegneten ihm Meutereien und Schiffbr\u00fcche, K\u00e4mpfe und Menschenfresserei. Wenig ist aus Urkunden und Dokumenten von jener Nebenfigur der Weltgeschichte bekannt. Und doch gelingt es Raoul Schrott mit gro\u00dfer Detailf\u00fclle und in einer virtuosen Sprache ein farbenreiches lebendiges Portr\u00e4t des Abenteurers in einer Welt im Aufbruch zu entwerfen und seine Leser mitzunehmen auf hohe See.<\/p>\n<p>Norbert Hummelt setzt den Lesereigen am Dienstag, 24. M\u00e4rz, fort. Der 1962 in Neuss geborene Lyriker, der heute in Berlin lebt und dar\u00fcber hinaus als Essayist und \u00dcbersetzer sowie als Autor literarischer Features f\u00fcr unterschiedliche Radiosender arbeitet, stellt Gedichte aus seinem j\u00fcngsten Band \u201eSonnengesang\u201c vor. Der 2018 f\u00fcr sein lyrisches Gesamtwerk mit dem H\u00f6lty-Preis f\u00fcr Lyrik gew\u00fcrdigte Literat r\u00fcckt in den neuen Gedichten Licht und Sonne in den Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Hanns Zischler, der am Dienstag, 31. M\u00e4rz, aus seinem Roman \u201eDer zerrissene Brief\u201c liest, ist dem deutschen Publikum vor allem als Schauspieler bekannt. Doch der 1947 in N\u00fcrnberg geborene K\u00fcnstler, der heute in Berlin lebt, ist auch als Dramaturg, Regisseur, Sprecher, Fotograf, \u00dcbersetzer, Essayist und Schriftsteller t\u00e4tig. Sein aktueller Roman \u201eDer zerrissene Brief\u201c handelt von Pauline, die 1899 mit 17 Jahren aus ihrem fr\u00e4nkischen Dorf nach New York aufbrach. 60 Jahre sp\u00e4ter bekommt sie Besuch von der jungen Elsa, die sie in der Nachkriegszeit \u201eper Brief adoptiert hat\u201c.<\/p>\n<p>Norbert Scheuer, am Dienstag, 7. April, im F\u00fcrstensaal zu erleben, wurde 1951 in der Eifel geboren und arbeitet dort als freier Schriftsteller. In Fulda stellt Norbert Scheuer seinen j\u00fcngsten Roman \u201eWinterbienen\u201c vor, f\u00fcr den er mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Die Geschichte spielt in der Eifel, \u00fcber der im Januar 1944 britische und amerikanische Bomber kreisen. Dort ger\u00e4t der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in h\u00f6chste Gefahr. Denn er bringt als Fluchthelfer j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge in pr\u00e4parierten Bienenst\u00f6cken \u00fcber die Grenze und verstrickt sich zudem in Frauengeschichten.<\/p>\n<p>Ter\u00e9zia Mora ist am Dienstag, 5. Mai, im F\u00fcrstensaal zu Gast. Die 1971 in Sopron (Ungarn) geborene Schriftstellerin und \u00dcbersetzerin, die in Berlin lebt, gab ihr literarisches Deb\u00fct mit dem Erz\u00e4hlungsband \u201eSeltsame Materie\u201c und wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. In Fulda liest sie aus ihrem 2019 erschienenen Roman \u201eAuf dem Seil\u201c, der nach \u201eDer einzige Mann auf dem Kontinent\u201c und \u201eDas Ungeheuer\u201c den Abschluss ihrer Trilogie um den IT-Experten Darius Kopp darstellt.<\/p>\n<p>Der Abschluss der diesj\u00e4hrigen Reihe \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c steht am Dienstag, 26. Mai, ganz im Zeichen der Verleihung des Literaturpreises der Stadt Fulda. Er geht in diesem Jahr an die beiden Schriftstellerinnen Nadine Schneider und Olivia Wenzel. Eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Jury hatte Ende Januar entschieden, dass die Auszeichnung f\u00fcr das beste deutschsprachige Deb\u00fct den beiden in Berlin lebenden Autorinnen f\u00fcr ihre Erstlingswerke zuerkannt wird. Sie teilen sich das Preisgeld von 10.000 Euro, das mit der Ehrung verbunden ist. Die Laudatio h\u00e4lt der Autor Jan Brandt. Er geh\u00f6rte in diesem Jahr zur Jury, ebenso Schriftsteller Frank Witzel, die beiden Literaturkritiker Insa Wilke und Christoph Schr\u00f6der, sowie Johanna Maxl, die im Vorjahr f\u00fcr ihr Buch \u201eUnser gro\u00dfes Album elektrischer Tage\u201c mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet worden war. Die beiden diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4gerinnen werden Passagen aus ihren Romandeb\u00fcts lesen.<\/p>\n<p>Nadine Schneider (Jahrgang 1990) war mehrfach Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens und hat bereits Kurzgeschichten in Anthologien ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr ihr Romandeb\u00fct \u201eDrei Kilometer\u00e2\u20ac\u009d wurde der Wahl-Berlinerin, die dort am Theater arbeitet, bereits der Bloggerpreis f\u00fcr Literatur \u201eDas Deb\u00fct 2019\u201c zuerkannt. \u201eDrei Kilometer\u201c erz\u00e4hlt von der Zeit in einem rum\u00e4nischen Dorf vor dem Sturz der Diktatur.<\/p>\n<p>Olivia Wenzel (Jahrgang 1985) schreibt Theatertexte und Prosa und macht als Otis Foulie Musik. St\u00fccke von ihr waren unter anderem an den M\u00fcnchner Kammerspielen, am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin zu sehen. Mit \u201e1000 Serpentinen Angst\u201c legt Olivia Wenzel nun ihren ersten Roman vor. Wie die Jury in ihrer Begr\u00fcndung unterstreicht, erz\u00e4hlt er von den Konsequenzen anhaltender Diskriminierung in einer Weise, die es in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur so noch nicht gegeben hat.<\/p>\n<p>Die Reihe \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c, pr\u00e4sentiert von der Stadt Fulda, wird gef\u00f6rdert von der Jubil\u00e4umsstiftung der Sparkasse Fulda, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Th\u00fcringen und Parzellers Buchverlag GmbH &amp; Co KG, Fulda. Aktuelle Infos unter www.kultur-fulda.de und Telefon (0661) 102-1442.<\/p>\n<p>Der Flyer zum Download: \u00e2\u20ac\u00a8https:\/\/www.fulda.de\/fd\/41_Kulturamt\/Kulturamt\/Literatur_im_Stadtschloss\/2020\/Flyer_Literatur_im_Stadtschloss_2020.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mit hochkar\u00e4tigen Namen und interessanten Werken geht die traditionsreiche Fuldaer Lesereihe \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c vom 17. M\u00e4rz bis zum 26. Mai 2020 in ihre 31. Auflage. Im Fuldaer Stadtschloss stellten jetzt Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Oberb\u00fcrgermeister a. D. 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