{"id":183575,"date":"2019-12-05T19:32:32","date_gmt":"2019-12-05T18:32:32","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=183575"},"modified":"2019-12-05T19:32:32","modified_gmt":"2019-12-05T18:32:32","slug":"empowerment-mit-workshops-musik-begegnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=183575","title":{"rendered":"Empowerment mit Workshops, Musik, Begegnung"},"content":{"rendered":"<p>Sie kommen aus der Schweiz oder aus Japan, von den Bemudas oder aus Mexiko, aus allen Teilen der USA oder der EU, sie sind jung und sie haben Spa\u00df an Begegnung und Bewegung. So lie\u00dfe sich knapp der Markenkern der Mitglieder des Projekts \u201eUp wiht People\u201c erkl\u00e4ren, das in diesen Tagen zum wiederholten Mal in Lauterbach an der Alexander-von-Humboldt-Schule zu Gast ist. Dort bieten sie Workshops zu den Themen Lebensgef\u00fchl, Meinungs\u00e4u\u00dferung und Respekt an, sind Kultur- und Sprachbotschafter und erm\u00f6glichen den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ein Denken nicht nur \u00fcber den Tellerrand hinaus, sondern auch gleich noch in einer anderen Sprache!<!--more--><\/p>\n<p>Und so versprach der Besuch der jungen Leute von \u201eUp with People\u201c in dieser Woche eine bunte lebhafte Angelegenheit zu werden, \u00fcber die sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler genauso wie die Lehrkr\u00e4fte freuten. Alle Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis zur E-Phase kamen in den Genuss, sich mit jeweils drei Mitwirkenden von \u201eUp with People\u201c bestimmten Themen zu den eigenen Lebenswelten zu widmen. Hierbei konnten sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unter anderem mit der Frage besch\u00e4ftigen, was sie an ihrem jetzigen Leben, in ihrem jetzigen Umfeld gut oder schlecht finden. Im Dialog wurde klar, dass vieles, was wichtig erscheint, nur eine Seite einer Medaille ist: Ist es nun schlecht, dass das Internet in Deutschland und im Vogelsberg so viel langsamer ist als beispielsweise das Netz in China? Oder sollten wir vielmehr die Freiheit sch\u00e4tzen, die wir einem Land gegen\u00fcber haben, das zwar tolles Netz hat, daf\u00fcr aber Apps nach Belieben abschaltet, um die Nutzung durch die Bewohner zu steuern? Bleibe ich in der Region, wenn ich erwachsen bin, und wenn ja, warum? Und wenn ich weggehe, auch warum? Gibt es M\u00f6glichkeiten der Wiederkehr oder reichen 18 Jahre Vogelsberg aus, und man sollte dann endlich mal die Welt entdecken? Dar\u00fcber diskutierten die jungen Erwachsenen engagiert und zugewandt. Eine hochinteressante Frage war die nach dem Zustand der Welt in 25 Jahren: Dass sie eine bessere sein wird, als jetzt, glaubten von einem ganzen Kurs nur zwei. Die jedoch hoffen auf neue, j\u00fcngere politische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, die die Notwendigkeiten der Zeit, beispielsweise hinsichtlich des Klimawandels, erkennen und der Jugend gegen\u00fcber nicht mehr so arrogant sind, wie die jetzigen Politiker wahrgenommen werden. Auch der technologische Fortschritt wird als positiv gewertet.<br \/>\nDen beispielhaft ausgew\u00e4hlten Workshop in einem Kurs der E-Phase leiteten Alfredo aus Mexiko, Elena aus der Schweiz und Nora aus Deutschland. Die Sprache der Wahl war Englisch. Alfredo, der Mexikaner, war hier der Einzige, der kein Deutsch verstand und sich daf\u00fcr bedankte, dass alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre \u00c4u\u00dferungen gr\u00f6\u00dftenteils in englischer Sprache vorgebracht hatten. \u201eDoch auch ohne Worte k\u00f6nnt ihr euch \u00e4u\u00dfern\u201c, sagte er ihnen, \u201edurch Gesten, durch die Art, wie ihr euch positioniert, wie ihr sprecht.\u201c Nora f\u00fcgte hinzu, dass es in solchen Gespr\u00e4chsrunden nicht um das Rechthaben gehe, sondern dass es viele Meinungen gebe, die man respektieren m\u00fcsse, auch \u00fcberdenken k\u00f6nne. Wertsch\u00e4tzende Gespr\u00e4chsf\u00fchrung \u2013 auch das ist ein gro\u00dfes Thema der \u201eUp with Poeple\u201c-Teams, deren anderes gro\u00dfes Anliegen die interkulturelle Arbeit ist.<\/p>\n<p>Mit einer \u201ecultural fair\u201c, einer Ausstellung der Kulturen, in der Aula der Schule lieferten die Mitwirkenden aus 15 L\u00e4ndern dazu jede Menge Input. Sie stellten ihre L\u00e4nder vor, hatten typische Gegenst\u00e4nde dabei und luden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zum Entdecken und ins Gespr\u00e4ch kommen ein. Auch wer sich selbst nach der Schule f\u00fcr ein Gap Year bei \u201eUp with People\u201c interessiert, konnte sich gleich informieren. Zwei Tage lange weilten die jungen Leute aus aller Welt an der Schule. Der zweite Tag stand sprachlich gesehen ganz im Zeichen des Spanischen und wendete sich mehr an die j\u00fcngeren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Aus der E-Phase war nach dem ersten Tag nur Positives zu h\u00f6ren: \u201eWir fanden die Fragen, die wir diskutieren konnten, sehr gut ausgew\u00e4hlt und waren ganz \u00fcberrascht davon, was unsere Mitsch\u00fcler dar\u00fcber denken\u201c, sagten zwei Sch\u00fclerinnen, die auf jeden Fall Ans\u00e4tze bekommen haben, \u00fcber die sie sich in der Schule weiter austauschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die inhaltliche Arbeit, die sprachliche Kompetenz und die Kulturvermittlung \u2013 diese drei Themen so auf den Punkt gebracht, sind es, die die Schulleitung der Alexander-von-Humboldt-Schule dazu bewegt haben, \u201eUp with People\u201c nach dem ersten Besuch im vergangenen Jahr wieder einzuladen, berichtet Maximilian Sauer von der Schulorganisation. \u201eWir finden es sehr bereichernd, wenn unseren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern andere Kulturen so anschaulich vermittelt werden, wenn sie zum Reden \u2013 noch dazu in einer Fremdsprache \u2013 animiert werden und sie sich noch \u00fcber das t\u00e4gliche Ma\u00df hinaus mit Respekt und gutem Zuh\u00f6ren besch\u00e4ftigten m\u00fcssen\u201c, so Sauer, der das Projekt federf\u00fchrend begleitet hat. \u201eWir werden \u00e2\u20ac\u0161Up with People\u00e2\u20ac\u02dc sicherlich auch im n\u00e4chsten Jahr wieder einladen.\u201c<\/p>\n<p>Kulturvermittlung, das machen die jungen Leute von \u201eUp with People\u201c auch als T\u00e4nzer, Schauspieler und S\u00e4nger: An zwei Showabenden im Wartenberg Oval zeigen sie, wie verbindend das Element Musik ist. Die Shows finden statt am 5. und 6. Dezember um 19:30, Tickets daf\u00fcr gibt es in der Gesch\u00e4ftsstelle des Lauterbacher Anzeigers und der Gemeinde Wartenberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sie kommen aus der Schweiz oder aus Japan, von den Bemudas oder aus Mexiko, aus allen Teilen der USA oder der EU, sie sind jung und sie haben Spa\u00df an Begegnung und Bewegung. 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