{"id":183365,"date":"2019-11-26T21:00:41","date_gmt":"2019-11-26T20:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=183365"},"modified":"2019-11-26T21:00:41","modified_gmt":"2019-11-26T20:00:41","slug":"2-event-f-mit-infos-zur-abfallvermeidung-und-zu-verantwortungsbewusstem-kleidungskauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=183365","title":{"rendered":"2. Event F mit Infos zur Abfallvermeidung und zu verantwortungsbewusstem Kleidungskauf"},"content":{"rendered":"<p>Es hat sich viel getan seit dem 1. Event F im vergangenen Jahr, das bereits unter dem Motto der Nachhaltigkeit an den Start gegangenen war \u2013 kurz bevor Greta Thunberg ihre legend\u00e4re Rede auf dem UN-Klimagipfel in Polen gehalten hat. \u201eDie Menschen sind bewusster geworden seitdem\u201c, konstatierte Stefanie Planz, die Initiatorin des Abends. Dass das bittern\u00f6tig ist, belegten ihre Ausf\u00fchrungen: \u00dcber die Darstellung der Megatrends des exponentiellen Wachstums der Bev\u00f6lkerung, des Wirtschaftswachstums und des Konsums kam sie zu der Verwendung der Ressourcen: 80% davon werden von 17% der Menschheit verbraucht, hatte sie recherchiert. Eine Ungerechtigkeit per se, die mit einem horrenden CO2-Aussto\u00df einhergeht, der wiederum zum Klimawandel in seinem ganzen derzeit schon wahrnehmbaren Ausma\u00df gef\u00fchrt hat. Nachhaltiges Denken sei gefordert, so ihr Fazit, und das nicht nur mit nachhaltigen Geldanlagen, die sowohl klimasch\u00e4dliche als friedensfeindliche und menschenverachtende Aktien und Fonds ablehnten, sondern auch durch kluges Verhalten im Alltag.<!--more--><\/p>\n<p>Genau daf\u00fcr hatte Planz Rita Thei\u00df als Referentin gewinnen k\u00f6nnen. Mit ihrem Bioladen ist sie seit einigen Jahren eine Institution in Alsfeld, die nicht nur viele regionale Erzeugnisse im Angebot hat, sondern auch stets die neuesten Trends in Sachen M\u00fcllvermeidung verfolgt und falls m\u00f6glich in ihrem Laden umsetzt. Sie hatte viele Tipps f\u00fcr die G\u00e4ste der Veranstaltung in den R\u00e4umen des Alten Postamts mitgebracht. Diese reichten von der Benutzung von d\u00fcnnen Beuteln f\u00fcr den Einkauf von losem Obst \u00fcber die Wiederverwendung von Verpackungsgl\u00e4sern als Vorratsbeh\u00e4lter oder die Weitergabe von Eierverpackungen an gro\u00dfe Versender in der Region als F\u00fcllmaterial. \u201eEs gibt viele kreative Ideen, mit denen man im Alltag M\u00fcll vermeiden und vermeintlichen M\u00fcll wiederverwerten kann\u201c, so ihre Erfahrung. F\u00fcr sie selbst sei es immer auch ein Ansporn, zu wissen, dass ihr Verhalten sich keineswegs nur vor Ort auswirke, sondern auch in vielen anderen L\u00e4ndern der Welt. Daher versuche sie stets auch auf ihre Lieferanten Einfluss zu nehmen, um beispielsweise Alternativen zu Plastikverpackungen zu finden. \u201eVieles wird nicht von heute auf morgen gehen\u201c, gibt Thei\u00df zwar zu bedenken, \u201edennoch ist jeder kleine Schritt wichtig und vielleicht der Anfang von weiteren Schritten\u201c. In ihrer Umgebung, sprich in Alsfeld, nimmt sie durchaus ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur, der Umwelt und dem Klima wahr. \u201eUnd wir Verbraucher haben mehr in der Hand als wir denken\u201c, appellierte sie an die Zuh\u00f6rerschaft, den Mut zu haben, sich von liebgewonnenen Bequemlichkeiten zu treffen. Als aktuelle Neuerung nannte sie ein Kaffeebecher-to-go-Pfandsystem, das sie in Alsfeld mithilfe anderer Anbieter installieren wolle. Die Runde der anwesenden Frauen lie\u00df sich nicht lange bitten und diskutierte gerne mit, brachte eigenen Anwendungsf\u00e4lle vor oder steuerte wertvolle Informationen bei.<\/p>\n<p>Sich immer im Sinne des Klimaschutzes gut zu verhalten, sei schwierig, stellten die Damen unisono fest, und bedauerten, dass viele noch zu dogmatisch gesehen werde. \u201eDenn nat\u00fcrlich kann man immer mehr tun als man tut, aber vielleicht nicht im Moment.\u201c Die Alsfelder Kolumnistin Traudi Schlitt hatte zu diesem Thema eine Kolumne verfasst, die sie den G\u00e4sten vortrug. Sie ging dabei dem Ph\u00e4nomen \u201eWhataboutism\u201c auf den Grund, ein Begriff, der verwendet wird f\u00fcr die Diskreditierung eines Gespr\u00e4chspartners durch die Frage nach etwas ganz anderem, mit dem man vielleicht noch nicht so zufrieden sein kann.<\/p>\n<p>Als letzten Punkt des \u201eFrauenpowerabends\u201c nahmen sich Ruth Henkel und Ute Lochno die Kleiderschr\u00e4nke der Damen vor. Schneidermeisterin die eine und Modefachfrau die andere, sprachen sie \u00fcber weniger im Kleiderschrank. Sie stellten die Aufr\u00e4ummethode nach Marie Kondo vor und erkl\u00e4rten den Trend \u201eCapsule Wardrobe\u201c, der propagiert, dass man mit knapp vierzig gut zu kombinierenden Kleidungsst\u00fccken pro Saison immer gut angezogen sein kann. Sie belegte dies mit einem gutsortieren Kleidungsst\u00e4nder, den sie den G\u00e4sten pr\u00e4sentierte. \u201eWir produzieren eine Million Tonnen Altkleidung im Jahr, allein in Deutschland \u2013 diese Ressourcen sind verloren\u201c, gab Ruth Henkel zu bedenken und sprach sich deutlich f\u00fcr ein bewussteres Einkaufsverhalten aus. Dem stimmte auch Ute Lochno zu. Obwohl sie ein Kleidungsgesch\u00e4ft in Alsfeld betreibt, pl\u00e4diere sie f\u00fcr einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressouce Kleidung und den damit verbundenen Rohstoffen. Sie verwies auf die M\u00f6glichkeit, abgelegte Kleidung zu spenden oder zu verkaufen oder auch Second Hand einzukaufen.<\/p>\n<p>Am Ende des Abends konnten die anwesenden Damen noch schnell einen Klamottentausch machen: Altes gegen Altes konnte \u00fcber die Stuhlreihen gehen \u2013 auch das ein nachhaltiger Ansatz in Alsfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Es hat sich viel getan seit dem 1. Event F im vergangenen Jahr, das bereits unter dem Motto der Nachhaltigkeit an den Start gegangenen war \u2013 kurz bevor Greta Thunberg ihre legend\u00e4re Rede auf dem UN-Klimagipfel in Polen gehalten hat. \u201eDie Menschen sind bewusster geworden seitdem\u201c, konstatierte Stefanie Planz, die Initiatorin des Abends. 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