{"id":183179,"date":"2019-11-19T20:14:41","date_gmt":"2019-11-19T19:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=183179"},"modified":"2019-11-19T20:14:41","modified_gmt":"2019-11-19T19:14:41","slug":"nicht-im-digitalisierten-alltag-ueberrollt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=183179","title":{"rendered":"Nicht im digitalisierten Alltag \u00fcberrollt werden"},"content":{"rendered":"<p>Zum zehnten Mal vergab der Caritasverband f\u00fcr die Di\u00f6zese Fulda seinen Elisabeth-Preis bei einem Festakt im Marmorsaal des Stadtschlosses. Thema des Wettbewerbs war diesmal das aktuelle Jahresthema der Caritas \u201eSozial braucht digital\u201c. Alleiniger Preistr\u00e4ger, den die unabh\u00e4ngige Jury mit Vertretern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen \u2013 Mitglieder sind z. B. der B\u00fcrgermeister von Fulda, Dag Wehner sowie der Generalvikar des Bistums Fulda, Prof. Dr. Gerhard Stanke \u2013  einstimmig ausgew\u00e4hlt hat, ist der Verein \u201eMiteinander \u2013 F\u00fcreinander Oberes Fuldatal\u201c aus Ebersburg (im Netz: www.mit-und-fuer.de). Zuerkannt wurde der Preis, der mit  einem Preisgeld in H\u00f6he von 3.000 Euro verbunden ist, f\u00fcr das Projekt \u201eHilfreiche Technik im @lltag\u201c. In seiner Laudatio erw\u00e4hnte Caritas-Aufsichtsratsvorsitzender Msgr. Elmar Gurk, dass man der Digitalisierung nicht ausweichen k\u00f6nne und auch \u00e4ltere Menschen mittlerweile kaum mehr aufs Smartphone als Instrument zur Bew\u00e4ltigung des Alltags verzichten k\u00f6nnen und wollen. Das pr\u00e4mierte Projekt g\u00e4be dabei den Menschen Hilfestellung und Begleitung, die vor der Technik zur\u00fcckschreckten oder auch \u00fcberfordert seien.<!--more--><\/p>\n<p>In ihrer Dankesrede zeigten sich Susanne Beh als Projektleiterin  und der Vereinsvorsitzende Dr. Hans Unbehauen sehr erfreut \u00fcber die Zuerkennung des Preises. Sie erl\u00e4uterten, dass man im Rahmen des Projektes sowohl Einsteigerkurse f\u00fcr verschiedene Aspekte der Digitalisierung (Online-Kommunikation, Funktionen von Apps, Online-Banking\u00e2\u20ac\u00a6) anbiete als auch regelm\u00e4\u00dfig zum so genannten Smarten Fr\u00fchst\u00fcck einlade, bei dem die Interessenten sich austauschen und Fragen zu digitalen Themen stellen k\u00f6nnten. Dabei ginge es durchaus auch um den sozialen  Aspekt der Entwicklung, wie Projektleiterin Beh betonte, \u201edenn digital braucht eben auch unbedingt sozial!\u201c<\/p>\n<p>Die Begr\u00fc\u00dfung zum Festakt hatte Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch vorgenommen. Er betonte, dass die Caritas mit ihrem Sozialpreis wieder herausragendes ehrenamtliches Engagement sichtbar machen wolle. \u201eDigitalisierung\u201c sei dabei ein Thema der Zeit, das nat\u00fcrlich auch die Caritas intern besch\u00e4ftige \u2013 der Festvortrag von Eva Maria Welskop-Deffaa, Vorstandsmitglied des Deutschen Caritasverbandes, w\u00fcrde dies noch nachdr\u00fccklich zeigen. Juch unterbrach seine Ansprache f\u00fcr die Erinnerung an den Elisabeth-Preis-Festredner 2015, den damaligen Regierungspr\u00e4sidenten in Kassel, Dr. Walter L\u00fcbcke, der im Sommer von einem Rechtsradikalen get\u00f6tet worden war. Die Festgemeinde legte f\u00fcr den Politiker, der humanistische und menschenfreundliche Ansichten vertreten und gelebt habe  \u2013 so Juch \u2013 eine Gedenkminute ein.<\/p>\n<p>Eva Maria Welskop-Deffaa unterstrich in ihrem Festvortrag, dass es f\u00fcr die Caritas im Zuge der Digitalisierung darum ginge, ihre Besch\u00e4ftigten und die Ehrenamtlichen genauso mitzunehmen wie auch die Partner der  Caritas  In Kirche, Politik und Gesellschaft. Denn man sei  aufeinander angewiesen, um die sozialen Aufgaben auch im digitalen Zeitalter erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Ein Problem sehe sie in der \u201ePlattformisierung\u201c der sozialen Dienstleistungen, denn die Caritas wolle stets nah am Menschen sein, jedoch schiebe sich immer h\u00e4ufiger eine Plattform zwischen die Nutzer und die Caritas als Anbieter von Dienstleistungen. Es ginge also darum,  die \u201eSpielregeln\u201c zu kennen und mitzugestalten. Der diesj\u00e4hrige Wettbewerb um den Elisabeth-Preis, so Welskop-Deffaa, sei dabei ein wunderbares Instrument gewesen, um herausragende Ideen aufzusp\u00fcren und der \u00d6ffentlichkeit vorzustellen. \u201eBei der Digitalisierung gilt es ganz besonders, eigene Erfahrungen zu teilen und nutzbar zu machen, damit alle voneinander profitieren k\u00f6nnen\u201c, so die Festrednerin.   <\/p>\n<p>Ein Gru\u00dfwort f\u00fcr Stadt und Landkreis Fulda kam von der Kreisbeigeordneten Daniela B\u00f6schen, die an die Rolle der Heiligen Elisabeth, der Namensgeberin des Preises, erinnerte und ihre Vorbildrolle auch f\u00fcr heutige Zeiten unterstrich: \u201eSolche Menschen, die sich f\u00fcr andere selbstlos einsetzen, ben\u00f6tigen wir heute mehr denn je!\u201c. In Bezug auf die Digitalisierung betonte Daniela B\u00f6schen, dass die Chancen der Neuerungen zwar unstrittig seien, viele sich jedoch von der Entwicklung \u00fcberfordert f\u00fchlten. Umso wichtiger sei es, dass man Projekte habe, die Hilfe b\u00f6ten, und dass der Elisabeth-Preis ein solches Projekt nun sichtbar mache. Durch das gesamte Programm des Festaktes f\u00fchrte als Moderatorin Gemeindecaritas-Referentin Daniela Manke. F\u00fcr den musikalischen Rahmen sorgt der CaritasChor 65+. Dem Festakt vorangestellt war ein Gottesdienst in der Severikirche, den Generalvikar Stanke zelebriert hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zum zehnten Mal vergab der Caritasverband f\u00fcr die Di\u00f6zese Fulda seinen Elisabeth-Preis bei einem Festakt im Marmorsaal des Stadtschlosses. Thema des Wettbewerbs war diesmal das aktuelle Jahresthema der Caritas \u201eSozial braucht digital\u201c. Alleiniger Preistr\u00e4ger, den die unabh\u00e4ngige Jury mit Vertretern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen \u2013 Mitglieder sind z. 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