{"id":182992,"date":"2019-11-12T20:43:13","date_gmt":"2019-11-12T19:43:13","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182992"},"modified":"2019-11-12T20:43:13","modified_gmt":"2019-11-12T19:43:13","slug":"stadt-investiert-740-000-euro-in-neue-halle-der-stadtgaertnerei-wo-fuldas-palmen-ueberwintern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182992","title":{"rendered":"Stadt investiert 740.000 Euro in neue Halle der Stadtg\u00e4rtnerei &#8211; Wo Fuldas Palmen \u00fcberwintern"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer geh\u00f6ren sie sicher zu den meistfotografierten Lebewesen der Stadt: die gro\u00dfen Palmen vor dem Stadtschloss, der Hauptwache oder auch auf dem Universit\u00e4tsplatz. Mit ihren ausladenden Palmwedeln bilden sie auf unz\u00e4hligen Touristenbilden den exotisch anmutenden Rahmen f\u00fcr Selfies oder Schnappsch\u00fcsse von den barocken Geb\u00e4uden und verbreiten s\u00fcdliches Flair. Doch wo sind diese bis zu 5,50 Meter hohen Gew\u00e4chse aus der Familie der Arecaceae eigentlich im Winter? <\/p>\n<p>Seit Kurzem haben die gro\u00dfen Palmen sowie mehrere Hundert weitere K\u00fcbelpflanzen, die im Sommer das Stadtbild versch\u00f6nern, ein neues Winterquartier: Auf dem Gel\u00e4nde der Stadtg\u00e4rtnerei am Rande des ehemaligen Hubschrauberlandesplatzes im Stadtteil Galerie hat das Geb\u00e4udemanagement der Stadt Fulda ein zweites \u00dcberwinterungshaus errichtet, das insbesondere den gro\u00dfen K\u00fcbelpflanzen ein ger\u00e4umiges und gesch\u00fctztes Zuhause bietet. Bislang waren die stattlichen Kanarischen Dattelpalmen, die empfindlichen Zitruspflanzen &amp; Co. in einer Halle am st\u00e4dtischen Betriebshof beziehungsweise in den beiden bestehenden \u00dcberwinterungshallen der Stadtg\u00e4rtnerei untergebracht. Doch die Platzverh\u00e4ltnisse waren \u00e4u\u00dferst beengt: Die gro\u00dfen Palmen bekamen Gewichte an die h\u00f6chsten Wedel, damit die Pflanzen \u00fcberhaupt in die von der H\u00f6he her in die Halle passten, zum Teil standen die K\u00fcbel so eng, dass die G\u00e4rtner beim Gie\u00dfen M\u00fche hatten, den Wurzelbereich zu erreichen. Au\u00dferdem wird der Betriebshof im Zuge des Umbaus einer Teilfl\u00e4che zum Kulturhof umstrukturiert, so dass die provisorische \u00dcberwinterungshalle dort wegf\u00e4llt. <\/p>\n<p>In gerade einmal f\u00fcnf Monaten Bauzeit zwischen Mai und Oktober 2019 entstand nun die dritte Halle, die rund 40 Meter lang, 13 Meter breit und 8,25 Meter hoch ist. Durch die gro\u00dfen Eingangstore k\u00f6nnen die Mitarbeiter bequem mit Traktoren und gro\u00dfem Ger\u00e4t in die Halle fahren, dort rangieren, K\u00fcbelpflanzen absetzen oder verschieben. Moderne Beschattungstechnik sorgt daf\u00fcr, dass Sonneneinstrahlung das Geb\u00e4ude nicht zu stark erhitzt beziehungsweise nachts nicht zu viel W\u00e4rme \u00fcber die Glasfl\u00e4chen nach oben abgestrahlt wird.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4udemanagement der Stadt Fulda betreute alle Planungsschritte bis zum Bauantrag, die Spezialfirma Borowski aus Hanau \u00fcbernahm die eigentliche Gew\u00e4chshausplanung. Sehr weitblickend in Zeiten des Klimawandels: Das Regenwasser, das auf das gl\u00e4serne Dach des Gew\u00e4chshauses f\u00e4llt, wird in einen oberirdischen Regenwasserspeicher geleitet, der 150 Kubikmeter aufnehmen kann. Zusammen mit der vorhandenen Zisterne im Fundament der \u00e4lteren Halle k\u00f6nnen nun insgesamt 260 Kubikmeter Gie\u00dfwasser gespeichert werden \u2013 in trockenen Sommern eine wichtige Reserve. Apropos Sommer: In der warmen Jahreszeit ist das \u00dcberwinterungshaus keineswegs ungenutzt: \u201eDie \u00fcberdachten Fl\u00e4chen sind ideal, um v\u00f6llig witterungsunabh\u00e4ngig Umtopf- oder Pflanzarbeiten durchzuf\u00fchren\u201c, erl\u00e4utert Steffen Arnold, Leiter der Stadtg\u00e4rtnerei. Zusammen mit Frank Volmer, Leiter Geb\u00e4udemanagement der Stadt Fulda, und Kurt Stein, der das Projekt im Geb\u00e4udemanagement federf\u00fchrend begleitet hatte, zeigte sich G\u00e4rtnereileiter Arnold bei einem Ortstermin begeistert von der neuen Halle und der \u201ePunktlandung\u201c bei der Fertigstellung \u2013 wenige Tage vor den ersten Nachfr\u00f6sten. <\/p>\n<p>Stein und Volmer erl\u00e4uterten, dass im Zuge des Bauprojekts auch die vorhandenen drei Folientunnel und das Thermohaus, die jeweils noch durch eine veraltete Heizung beheizt worden waren, an die gemeinsame Gasheizanlage der Stadtg\u00e4rtnerei und Au\u00dfenstelle der Pestalozzischule angeschlossen wurden. Die Gesamtkosten wurden auf rund 740.000 Euro beziffert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Sommer geh\u00f6ren sie sicher zu den meistfotografierten Lebewesen der Stadt: die gro\u00dfen Palmen vor dem Stadtschloss, der Hauptwache oder auch auf dem Universit\u00e4tsplatz. Mit ihren ausladenden Palmwedeln bilden sie auf unz\u00e4hligen Touristenbilden den exotisch anmutenden Rahmen f\u00fcr Selfies oder Schnappsch\u00fcsse von den barocken Geb\u00e4uden und verbreiten s\u00fcdliches Flair. 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