{"id":182954,"date":"2019-11-11T21:21:10","date_gmt":"2019-11-11T20:21:10","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182954"},"modified":"2019-11-11T21:21:10","modified_gmt":"2019-11-11T20:21:10","slug":"volkskrankheit-grauer-star-was-sind-die-symptome-und-wie-lassen-sie-sich-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182954","title":{"rendered":"Volkskrankheit Grauer Star: Was sind die Symptome und wie lassen sie sich behandeln?"},"content":{"rendered":"<p>Etwa die H\u00e4lfte der 52- bis 64-J\u00e4hrigen ist vom Grauen Star betroffen, unter den 65- bis 75-J\u00e4hrigen sind es sogar 90 Prozent. Insgesamt leiden hierzulande sch\u00e4tzungsweise 10 Millionen Menschen daran. Wie die Augenkrankheit entsteht, wie Betroffene sie erkennen k\u00f6nnen und wie sie sich behandeln l\u00e4sst, wei\u00df Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Was ist der Graue Star und wie entsteht er?<\/strong><br \/>\nDie Linsen menschlicher Augen sind normalerweise klar und flexibel verformbar. So k\u00f6nnen wir sowohl nahe als auch entfernte Gegenst\u00e4nde scharf wahrnehmen. \u201eIm Alter kann die Flexibilit\u00e4t der Linse allerdings nachlassen. In der Folge kann sie sich eintr\u00fcben und das Sehverm\u00f6gen nimmt kontinuierlich ab\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Wolfgang Reuter. Der Betroffene leidet dann am Grauen Star, in der Fachsprache Katarakt genannt. Neben dem altersbedingten Grauen Star k\u00f6nnen noch weitere Ursachen wie Stoffwechselerkrankungen, beispielsweise Diabetes, Verletzungen des Auges oder Entz\u00fcndungen des Augeninneren die Erkrankung ausl\u00f6sen. Wichtig zu wissen: Auch wer raucht oder sich intensiver Sonnenbestrahlung aussetzt, hat ein erh\u00f6htes Risiko, am Grauen Star zu erkranken.<\/p>\n<p><strong>Grauen Star erkennen<\/strong><br \/>\nAbh\u00e4ngig vom Krankheitsstadium bemerken Betroffene unterschiedliche Symptome. Anfangs verschlechtert sich meist das Sehverm\u00f6gen, au\u00dferdem nimmt die Lichtempfindlichkeit zu. In der Mitte des Sehfeldes entwickelt sich eine Art Nebelschleier, der daf\u00fcr sorgt, dass Erkrankte Gegenst\u00e4nde zunehmend unscharf wahrnehmen. H\u00e4ufig f\u00fchren Betroffene die verminderte Sehf\u00e4higkeit zun\u00e4chst auf andere Ursachen wie M\u00fcdigkeit oder das altersbedingte Nachlassen des Auges zur\u00fcck. Im weiteren Verlauf breitet sich der Schleier \u00fcber das ganze Sehfeld aus. \u201eDas hat zur Folge, dass Kontraste, Farben und Konturen verblassen. Dadurch verschlechtert sich die r\u00e4umliche Wahrnehmung und die Orientierungsf\u00e4higkeit\u201c, so der DKV Experte. Weitere Symptome wie Unsicherheit im Stra\u00dfenverkehr, eine schlechtere Hell-Dunkel-Anpassung oder eine erh\u00f6hte Anstrengung beim Lesen oder Fernsehen k\u00f6nnen den Alltag von Erkrankten stark einschr\u00e4nken. Im Sp\u00e4tstadium nimmt die Sehleistung innerhalb k\u00fcrzester Zeit sehr stark ab, sodass ein normales Alltagsleben kaum noch m\u00f6glich ist. Damit es nicht so weit kommt, sollte jeder bei sich, aber auch bei Freunden und Angeh\u00f6rigen auf Warnsignale achten. \u201eDazu z\u00e4hlt beispielsweise, dass die Sicherheit bei gewohnten Aktivit\u00e4ten wie Autofahren oder Lesen nachl\u00e4sst. Dies l\u00e4sst sich unter anderem an einem angestrengten Gesichtsausdruck erkennen. Sp\u00e4ter greifen Patienten oft daneben, wenn sie etwas in die Hand nehmen wollen, und brauchen in einer neuen Umgebung sehr lange, bis sie Orientierung finden\u201c, wei\u00df der Gesundheitsexperte.<\/p>\n<p><strong>Diagnose und Therapie<\/strong><br \/>\nZu Beginn einer Diagnose steht in der Regel ein ausf\u00fchrliches Gespr\u00e4ch beim Augenarzt, bei dem sich der Mediziner einen \u00dcberblick \u00fcber die Beschwerden verschafft. Anschlie\u00dfend \u00fcberpr\u00fcft er die Sehfunktion. \u201eDer Augenarzt kann die Tr\u00fcbung der Linse mit einer Spaltlampe, einem Mikroskop, erkennen\u201c, erkl\u00e4rt Reuter. Best\u00e4tigt sich der Verdacht auf die Augenkrankheit, ist die einzig wirksame Therapie eine Operation. Dabei entfernen \u00c4rzte die tr\u00fcbe Linse und ersetzen sie durch eine k\u00fcnstliche. Die Operation dauert nur etwa 20 bis 30 Minuten und wird meist ambulant durchgef\u00fchrt. Zu welchem Zeitpunkt der Eingriff stattfindet, h\u00e4ngt beispielsweise davon ab, wie stark die Sehbeeintr\u00e4chtigung bereits ist. \u201eIn der Regel l\u00e4sst sich dadurch eine deutliche Verbesserung des Sehverm\u00f6gens erreichen. Betroffene sehen besser, kontrastreicher und k\u00f6nnen ihrem Alltag wieder wie gewohnt nachgehen\u201c, res\u00fcmiert der DKV Experte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Etwa die H\u00e4lfte der 52- bis 64-J\u00e4hrigen ist vom Grauen Star betroffen, unter den 65- bis 75-J\u00e4hrigen sind es sogar 90 Prozent. Insgesamt leiden hierzulande sch\u00e4tzungsweise 10 Millionen Menschen daran. 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