{"id":182878,"date":"2019-11-10T13:11:02","date_gmt":"2019-11-10T12:11:02","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182878"},"modified":"2019-11-10T13:11:02","modified_gmt":"2019-11-10T12:11:02","slug":"feuerwehr-bad-salzschlirf-erfolgreiche-gefahrgutuebung-bei-der-firma-hotrega","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182878","title":{"rendered":"Feuerwehr Bad Salzschlirf  &#8211;  Erfolgreiche Gefahrgut\u00fcbung bei der Firma HOTREGA"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bewusstlose Person f\u00e4hrt mit Gabelstapler in Chemikalientank<\/strong><\/p>\n<p>Auf einem Betriebsgel\u00e4nde in Bad Salzschlirf kam es am sp\u00e4ten Nachmittag zu einem &#8220;Chemieunfall mit Personenschaden&#8221;, das war die Ausgangslage einer \u00dcbung bei der Firma HOTREGA. Hier probte die Gefahrguteinheit West des Landkreises Fulda, bestehend aus den Feuerwehren der Gemeinde Bad Salzschlirf und Gro\u00dfenl\u00fcder, den Ernstfall. <!--more--><\/p>\n<p>Der mit dem Einsatzleitwagen anr\u00fcckende stellvertretende Gemeindebrandinspektor Christian Schlei, der die Einsatzleitung innehatte, bekam erste Informationen zu dem \u201eUnfall\u201c von dem Brandschutzbeauftraggten der LANGGROUP Christian Borntr\u00e4ger, von dem er in Empfang genommen wurde. Es sei ein Gabelstaplerfahrer bewusstlos geworden und in Folge in ein sogenanntes IBC (1000 Liter fassende Chemiekalienbeh\u00e4lter) gefahren. Dadurch sei der Beh\u00e4lter besch\u00e4digt worden und eine Fl\u00fcssigkeit w\u00fcrde auslaufen. Da hier Menschenleben in Gefahr gewesen ist, wurden sofort zwei Trupps mit Atemschutz beauftragt, die Rettung und Notdekontamination der Person einzuleiten. Zudem wurde die auf dem IBC angegebene Stoffnummer der Einsatzleitung \u00fcbermittelt, so dass hier durch die Einsatzleitung weitere Informationen zu dem auslaufenden Medium herausgesucht werden konnten.<\/p>\n<p>In 50m Entfernung zu der Ungl\u00fccksstelle wurde von den Einsatzkr\u00e4ften der Dekontaminationsplatz aufgebaut, an dem sich CSA-Tr\u00e4ger (Atemschutzger\u00e4tetr\u00e4ger mit Chemikalien-Schutz-Anz\u00fcgen) f\u00fcr ihren Einsatz bereit machten. Weitere Kr\u00e4fte bereiteten am Ger\u00e4tewagen Gefahrgut Einsatzmittel, wie Dichtmaterial, Auffangwannen etc. vor, die die CSA-Tr\u00e4ger f\u00fcr ihren Einsatz ben\u00f6tigten. Mehrere CSA-Trupps wurden dann eingesetzt, um die auslaufenden Chemikalien in Beh\u00e4ltern aufzufangen und das besch\u00e4digte IBC abzudichten. Parallel dazu evakuierten Einsatzkr\u00e4fte Mitarbeiter aus der Produktionshalle. Mit einem von der Firma HOTREGA vorgelegten Kanalisationsplan konnte dann festgestellt werden, in welchen Kanal und in welche Richtung die bereits ausgelaufene Chemie geflossen ist. Hier wurde ein Trupp unter Atemschutz eingesetzt, der ein Rohrdichtkissen in dem betroffenen Kanal einsetzte und diesen somit abdichtete. <\/p>\n<p>Ziel der \u00dcbung war die kontinuierliche praxisnahe Ausbildung sowie die Verbesserung der Ortskenntnis im Betrieb der Firma Hotrega. Die G-ABC-Zugf\u00fchrer der Gefahrguteinheit Fulda West Andreas Waldmann und Simon Wohletz, die die \u00dcbung geplant und beobachtet haben, lobten die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren von Bad Salzschlirf, Gro\u00dfenl\u00fcder-Mitte, -Bimbach und \u2013L\u00fctterz. Die Aufgaben seien alle gut und z\u00fcgig bearbeitet worden. Sie gaben wichtige Anregungen, die noch verbessert werden k\u00f6nnen und worauf besonders zu achten ist. Der Brandschutzbeauftragte der LANGROUP Christian Borntr\u00e4ger schloss sich seinen Vorrednern an und gab noch detaillierte Hinweise f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte zum Standort HOTREGA in Bad Salzschlirf. Seit der letzten \u00dcbung seien hier alleine in den vergangenen Jahren Millionen in den Neubau von Hallen, Produktionsanlagen, Brand- und Umweltschutz investiert worden. So finden sich mittlerweile in insgesamt drei Lagerhallen L\u00f6schwasser- und Chemikalienr\u00fcckhaltesysteme. So k\u00f6nne im Brand- und\/oder Havariefall insgesamt \u00fcber 1300 Kubikmeter an fl\u00fcssigen Medien aufgefangen werden, um eine Gef\u00e4hrdung der Umwelt auszuschlie\u00dfen. Die Einsatzkr\u00e4fte konnten sich im Anschluss an die \u00dcbung ein Bild dieser Einrichtungen machen. <\/p>\n<p>Die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin der Firma HOTREGA Simone Lang dankte allen Einsatzkr\u00e4ften und teilnehmenden Mitarbeitern f\u00fcr das Durchf\u00fchren der \u00dcbung. Es sei sehr interessant, was f\u00fcr Aufgebot und Kenntnisse n\u00f6tig seien, um eine solche \u00dcbung oder auch Eins\u00e4tze zu absolvieren \u2013 und dies alles ehrenamtlich. Im Anschluss lud Frau Lang alle Beteiligten zu W\u00fcrstchen und Getr\u00e4nken ein, so dass auch noch Zeit f\u00fcr ein paar Gespr\u00e4che in lockerer Runde m\u00f6glich waren. Der B\u00fcrgermeister von Bad Salzschlirf Matthias K\u00fcbel und sein Amtskollege von Gro\u00dfenl\u00fcder Werner Dietrich konnten ebenfalls bei der \u00dcbung begr\u00fc\u00dft werden. Auch sie wollten sich ein Bild vom Ausbildungsstand ihrer Einsatzkr\u00e4fte machen.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie HOTREGA GmbH ist ein Inhabergef\u00fchrtes mittelst\u00e4ndisches Unternehmen mit Sitz in Bad Salzschlirf. Der Betrieb entwickelt, produziert und vertreibt innovative Reinigungs- und Pflegemittel mit Zubeh\u00f6r sowie hochwertige Kleb- und Dichtstoffe. Diese sind Abgestimmt auf die speziellen Anforderungen der professionellen Anwender, Gro\u00dfverbraucher, Handelspartner und anspruchsvollen Privatkunden. Mit fast 100 Mitarbeitern ist die Firma HOTREGA ein Teil des 1979 gegr\u00fcndeten Unternehmensverbands der LANGGROUP mit insgesamt \u00fcber 1.700 Mitarbeitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bewusstlose Person f\u00e4hrt mit Gabelstapler in Chemikalientank Auf einem Betriebsgel\u00e4nde in Bad Salzschlirf kam es am sp\u00e4ten Nachmittag zu einem &#8220;Chemieunfall mit Personenschaden&#8221;, das war die Ausgangslage einer \u00dcbung bei der Firma HOTREGA. 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