{"id":182678,"date":"2019-10-30T21:09:34","date_gmt":"2019-10-30T20:09:34","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182678"},"modified":"2019-10-30T21:10:04","modified_gmt":"2019-10-30T20:10:04","slug":"mit-ehrgeiz-und-mut-koennen-traeume-wahr-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182678","title":{"rendered":"Mit Ehrgeiz und Mut k\u00f6nnen Tr\u00e4ume wahr werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tareq Al-Sulaimany und Abraham Tsegay Gebreamlak sind Beispiele f\u00fcr gelungene Integration und wichtige St\u00fctzen im J\u00f6kel-Team<br \/>\n<\/strong><br \/>\nVor sechs Jahren kam Tareq Al-Sulaimany (36) aus dem Irak nach Deutschland. Hier ist er zum Paradebeispiel eines Menschen geworden, der sich integrieren wollte \u00e2\u20ac\u201d und dem dies auch gelungen ist. Ihm eifert Abraham Tsegay Gebreamlak (26) aus Eritrea nach. Beide sind beim Bauunternehmen J\u00f6kel in Schl\u00fcchtern besch\u00e4ftigt. \u201eF\u00fcr mich ist ein Traum wahr geworden\u201c, sagt Al-Sulaimany.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAl-Sulaimany war Lehrer im Irak, durfte dann aus politischen Gr\u00fcnden diesen Beruf nicht mehr aus\u00fcben und sah sich zahlreichen Repressalien ausgesetzt. So blieben ihm und seiner Familie nur die Flucht. Ohne Deutschkenntnisse musste er in einem fremden Land neu Fu\u00df fassen. Bei J\u00f6kel absolvierte er im Zuge des Projektes MIA (Migranten in Arbeit) des Main-Kinzig-Kreises eine Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter, was man gemeinhin auch als Maurer bezeichnen kann. Mittlerweile spricht Al-Sulaimany fast akzentfrei Deutsch und ist ehrgeizig genug, um die Karriereleiter noch weiter nach oben zu steigen. Meisterpr\u00fcfung und Studium sind Themen, mit denen sich der Iraker bei seinen Zukunftsplanungen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Die ersten Sprossen der Karriereleiter hat Tarek Al-Sulaimany bereits hinter sich. Das Unternehmen J\u00f6kel hat ihn unter anderem zum Integrationsbeauftragten ernannt. Und privat ist auch alles paletti. Mit seiner Familie hat Al-Sulaimany mittlerweile ein Eigenheim im Altkreis Schl\u00fcchtern erworben und bezogen. \u201eDie Kollegen haben mich von Beginn an akzeptiert und behandelt wie jeden anderen auch. Und wenn es Fragen oder Probleme gab, konnte ich mich jederzeit an die beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan und Peter J\u00f6kel wenden. Das ist auch heute noch der Fall\u201c, sagt Tareq Al-Sulaimany, der gerne zugibt, dass er sich erst mal an die k\u00f6rperliche Arbeit gew\u00f6hnen musste.<\/p>\n<p>Al-Sulaimany kann man durchaus als Mentor von Abraham Tsegay Gebreamlak bezeichnen. Der 26-J\u00e4hrige fl\u00fcchtete aus Eritrea, kam \u00fcber Bolivien und Italien nach Frankfurt und landete schlie\u00dflich in Schl\u00fcchtern. Auch er ist Sch\u00fctzling des MIA-Projektes. Hier arbeiten Gefl\u00fcchtete zuerst an der Lehrbaustelle und treten dann in Kontakt mit Unternehmen, die bei Eignung eine Ausbildung anbieten. Auch Gebreamlak absolviert eine Lehre zum Hochbaufacharbeiter, er befindet sich mittlerweile im dritten Lehrjahr. Wenn alles gut l\u00e4uft, dann ist er im Sommer des kommenden Jahres mit der Ausbildung fertig. \u201eNur im ersten Jahr hatte er Probleme\u201c, sagt sein Mentor Tareq Al-Sulaimany: \u201eDas lag aber zum Gro\u00dfteil an der Sprache.\u201c Mittlerweile kann sich Gebreamlak sehr gut verst\u00e4ndigen. Nach Ende der Ausbildung m\u00f6chte er gerne bei J\u00f6kel bleiben, Erfahrungen sammeln und sich weiterbilden und -qualifizieren. Gegenw\u00e4rtig bleibt dem 26-J\u00e4hrigen nicht viel Freizeit. \u201eIch lerne viel Deutsch und f\u00fcr die Abschlusspr\u00fcfung\u201c, sagt Abraham Tsegay Gebreamlak, der stolz darauf ist, mittlerweile Besitzer eines Kleinwagens zu sein.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es bei J\u00f6kel noch einen dritten MIA-Sch\u00fctzling. Einen jungen Afghanen, der sich sehr an Al-Sulaimany und Gebreamlak orientiert. \u201eWir sind sehr froh dar\u00fcber, dass sich unser Engagement gelohnt hat und die Integration so gut gelungen ist. Tareq und Abraham sind tolle St\u00fctzen in unserem Team\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan J\u00f6kel.<\/p>\n<p>\u201eViele Gefl\u00fcchtete sehen uns mittlerweile als Vorbild\u201c, sagt Tareq: \u201eMan muss mutig und ehrgeizig sein und darf keine Angst vor der Sprache haben. Dann kann man es schaffen.\u201c Dass dies funktioniert, haben die beiden J\u00f6kelaner eindrucksvoll bewiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Tareq Al-Sulaimany und Abraham Tsegay Gebreamlak sind Beispiele f\u00fcr gelungene Integration und wichtige St\u00fctzen im J\u00f6kel-Team Vor sechs Jahren kam Tareq Al-Sulaimany (36) aus dem Irak nach Deutschland. Hier ist er zum Paradebeispiel eines Menschen geworden, der sich integrieren wollte \u00e2\u20ac\u201d und dem dies auch gelungen ist. 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