{"id":182205,"date":"2019-10-16T10:06:33","date_gmt":"2019-10-16T08:06:33","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182205"},"modified":"2019-10-16T10:06:33","modified_gmt":"2019-10-16T08:06:33","slug":"51-maedchen-und-jungen-machten-bei-berufsfeuerwehrtag-mit-eine-24-stunden-schicht-wie-echte-feuerwehrleute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182205","title":{"rendered":"51 M\u00e4dchen und Jungen machten bei Berufsfeuerwehrtag mit &#8211; Eine 24-Stunden-Schicht wie echte Feuerwehrleute"},"content":{"rendered":"<p>\u201eMit der Jugend zum Ziel\u201c &#8211; so lautet das Motto der Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda. Das konnten 45 Jugendfeuerwehr-M\u00e4dchen und -Jungen aus unterschiedlichen Jugendfeuerwehren sowie sechs Jugendliche des Jugendrotkreuzes beim diesj\u00e4hrigen Berufsfeuerwehrtag unter Beweis stellen. <!--more--><\/p>\n<p>Der Berufsfeuerwehrtag ist ein Aktionstag f\u00fcr die Jugendfeuerwehren. Er soll eine 24-Stunden-Schicht einer Berufsfeuerwehr nachstellen. Dieser Tag wird durch Ausbildungseinheiten und gestellte Szenarien sowie gemeinsames Essen, Spielen oder Filmschauen zu einem ganz speziellen Erlebnis. Die Jugendlichen kommen aus nahezu allen Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda und sind im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Einige kennen sich schon, andere nicht &#8211; und trotzdem m\u00fcssen sie gut gemeinsam die ihnen gestellten Aufgaben l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Vorbereitet wurde der Berufsfeuerwehrtag durch Andreas Baumruck und sein 15-k\u00f6pfiges Ausbilderteam. Der Tag begann am Feuerwehrst\u00fctzpunkt Fulda-Ost. Hier bezog man zun\u00e4chst mit Feldbetten die Zimmer, und die Jugendlichen wurden anschlie\u00dfend wie bei den \u201eGro\u00dfen\u201c auf die verschiedenen Fahrzeuge eingeteilt. Danach ging es zur Firma Hubtex, die ihren Hof und R\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Daf\u00fcr galt der Firmenleitung und den Angestellten, die uns an diesem Tag au\u00dferhalb ihrer Arbeitszeit die Jugendlichen begleiteten, ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n der Feuerwehr Fulda.<\/p>\n<p>An vier Stationen konnten die Kinder trainieren, wie ein Feuer gel\u00f6scht wird, wie eine patientenorientierte Rettung funktioniert, Erste Hilfe geleistet wird und Personen unter schwerer Last befreit werden. Zwischendurch, \u00fcber den Tag verteilt, galt es nat\u00fcrlich auch verschiedene \u201eEins\u00e4tze\u201c abzuarbeiten. So wurden Personen aus einem verrauchten Keller oder vom Garagendach gerettet. Bei gestellten PKW-Unf\u00e4llen am Tag und in der Nacht mussten Verletzte versorgt werden. Ein besonderes Szenario: Nach einem Unfall wurde eine Person als vermisst gemeldet, so dass die komplette Mannschaft in der Nacht noch nach ihr suchen durfte.<\/p>\n<p>Das Highlight des Tages war allerdings die Gro\u00df\u00fcbung auf einem Bauernhof in Zirkenbach. Bei einem angenommenen Brand der Maschinenhalle galt es, die angrenzenden Geb\u00e4udeteile abzuschirmen. Des Weiteren wurden sechs Personen in der brennenden Maschinenhalle vermisst. Die Jugendlichen hatten hier die Aufgabe, eine Wasserversorgung herzustellen, den Brand zu l\u00f6schen und die verletzten Kinder zu versorgen. Die eingeladenen Familien der Kinder sowie Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der Leiter der Feuerwehr Fulda, Thomas Helmer, Stadtverordneter Michael Ruppel, der Sprecher der ehrenamtlichen Kr\u00e4fte, Michael Assenmacher, und auch die Ortsvorsteher aus dem Kirchspiel Johannesberg konnten sich von der guten Zusammenarbeit der Jugendlichen \u00fcberzeugen. Schnell waren alle vermissten Personen gefunden und wurden vom Jugendrotkreuz professionell versorgt.<\/p>\n<p>OB Wingenfeld zeigte sich beeindruckt vom umsichtigen Handeln und bedankte sich f\u00fcr den Einsatz. Es sei nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass sich Jugendliche wie auch Erwachsene in diesem Ma\u00dfe f\u00fcr die Allgemeinheit einsetzen. \u201eGerade in der heutigen Zeit ist dies ein wichtiger Baustein in unserer Gesellschaft\u201c, betonte der OB. Sein besonderer Dank galt den Ausbildern, die den Jugendlichen ein unvergessliches Wochenende bescherten. Feuerwehrchef Helmer ermutigte die Jugendlichen, sich weiterhin in der Feuerwehr zu engagieren, \u201edenn so wie Ihr Euch bei der \u00dcbung pr\u00e4sentiert habt, seid Ihr f\u00fcr die Einsatzabteilung gut ger\u00fcstet.\u201c Ein hoher Ausbildungsstand sei ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Feuerwehren. \u201eWas an diesem Tag auf die Beine gestellt wurde, ist unglaublich. Im ersten Moment war ich direkt unsicher, ob es ein realer Einsatz oder wirklich nur eine \u00dcbung war\u201c, sagte Helmer. Seinen Respekt zollte er den Organisatoren und Ausbildern: \u201eAngesichts hoher Anspr\u00fcche am Arbeitsplatz und der damit verbundenen geringeren Zeit f\u00fcr die Familie sich derart aktiv f\u00fcr die Jugendarbeit einzusetzen, verlangt unglaublich viel Motivation f\u00fcr die gute Sache!\u201c. Helmers Dank galt allen Teilnehmern sowie den Eltern, die ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr gehen lassen.<\/p>\n<p>Michael Assenmacher stellte vor allem heraus, dass es erfreulich ist, so viele Jugendliche und Betreuer aus den unterschiedlichen Wehren zusammenarbeiten zu sehen. \u201eDas ist Feuerwehr! Schnell und unkompliziert zu handeln, gemeinsam an einem Strang zu ziehen &#8211; das alles wird hier gelebt\u201c, lobte er. Er w\u00fcnschte sich, dass die Jugendlichen das Erlebte mit in ihren Freundeskreis und in die Schulen nehmen m\u00f6gen, um Werbung f\u00fcr ihr Hobby zu machen. \u201eWir brauchen Euch, Ihr seid die Zukunft!\u201c, rief er den Kindern zu.<\/p>\n<p>Zum Abschluss bedankte sich Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler noch bei allen Teilnehmern, G\u00e4sten und Eltern. Ihr besonderer Dank galt Thomas Helmer, denn ohne seine Zustimmung zur Bereitstellung der Fahrzeuge, sein Vertrauen in die Ausbilder sowie sonstige Unterst\u00fctzung sei diese Veranstaltung nicht m\u00f6glich, betonte sie. Im Anschluss gab es noch einen kleinen Imbiss am B\u00fcrgerhaus in Zirkenbach, der durch Kameraden aus den Einsatzabteilungen der Feuerwehren aus dem Bereich S\u00fcd vorbereitet wurde.<\/p>\n<p>Und wie es bei der Feuerwehr so ist, kam auch schon bald der n\u00e4chste \u201eEinsatz\u201c, und die Jugendlichen durften los um anderen zu helfen. M\u00fcde, aber gl\u00fccklich wurden sie am Sonntagmorgen, nach dem gemeinsamen Aufr\u00e4umen von den Eltern in Empfang genommen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/>\nWer kann alles bei der Feuerwehr mitmachen?<br \/>\nUm in einer Jugendfeuerwehr mitzumachen, braucht es nicht viel: Interesse an der Arbeit mit Technischem Ger\u00e4t und mit Menschen, Spa\u00df an der Zusammenarbeit und Teamgeist. Schon ist man dabei. Zu den Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlt die Ausbildung an und mit den Fahrzeugen. Zusammen erkundet die Jugendfeuerwehr, was in einem Feuerwehrfahrzeug so alles drin ist und wie es benutzt wird. Da wird ein L\u00f6schangriff aufgebaut, und im Sommer, wenn es hei\u00df ist, gibt es die eine oder andere Wasserschlacht. Auch \u201eErste Hilfe\u201c ist ein Thema in den Jugendfeuerwehren, denn wegschauen ist keine Option. Aber auch das Gesellige kommt nicht zu kurz: So wird in den Wintermonaten gespielt, gekocht, gebacken, gewerkelt, Sport gemacht. Einfach gesagt: alles, was einen zusammenbringt und verbindet. So agieren nicht nur die Jugendlichen in Ihrer Jugendfeuerwehr miteinander, sondern auch alle 14 Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet. \u201eGemeinsam sind wir stark\u201c lautet das Motto auch dann, wenn die Jugendlichen in den Freizeitpark oder ins Zeltlager fahren, sich bei Leistungsnachweisen zu gemischten Gruppen zusammenschlie\u00dfen oder sich einfach nur gegenseitig bei Veranstaltungen besuchen. \u201eWir sind viele und haben wir eines gemeinsam: den Ansporn und Willen, anderen in Notsituation helfen zu k\u00f6nnen\u201c, sagt Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler.<\/p>\n<p>Die Altersvorgaben sind:<br \/>\nKinderfeuerwehr: 6-10 Jahre<br \/>\nJugendfeuerwehr: 10-17 Jahre<br \/>\nEinsatzabteilung: 17-60 Jahre<br \/>\nMusikabteilung: ab 10 Jahren<\/p>\n<p>Weiterer Infos per E-Mail an:<br \/>\nfeuerwehr.jugend@fulda.de<br \/>\noder im Netz unter <a href=\"http:\/\/Hintergrund   Wer kann alles bei der Feuerwehr mitmachen?   Um in einer Jugendfeuerwehr mitzumachen, braucht es nicht viel: Interesse an der Arbeit mit Technischem Ger\u00e4t und mit Menschen, Spa\u00df an der Zusammenarbeit und Teamgeist. Schon ist man dabei. Zu den Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlt die Ausbildung an und mit den Fahrzeugen. Zusammen erkundet die Jugendfeuerwehr, was in einem Feuerwehrfahrzeug so alles drin ist und wie es benutzt wird. Da wird ein L\u00f6schangriff aufgebaut, und im Sommer, wenn es hei\u00df ist, gibt es die eine oder andere Wasserschlacht. Auch \u201eErste Hilfe\u201c ist ein Thema in den Jugendfeuerwehren, denn wegschauen ist keine Option. Aber auch das Gesellige kommt nicht zu kurz:  So wird in den Wintermonaten gespielt, gekocht, gebacken, gewerkelt, Sport gemacht. Einfach gesagt: alles, was einen zusammenbringt und verbindet. So agieren nicht nur die Jugendlichen in Ihrer Jugendfeuerwehr miteinander, sondern auch alle 14 Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet. \u201eGemeinsam sind wir stark\u201c lautet das Motto auch dann, wenn die Jugendlichen in den Freizeitpark oder ins Zeltlager fahren, sich bei Leistungsnachweisen zu gemischten Gruppen zusammenschlie\u00dfen oder sich einfach nur gegenseitig bei Veranstaltungen besuchen. \u201eWir sind viele und haben wir eines gemeinsam: den Ansporn und Willen, anderen in Notsituation helfen zu k\u00f6nnen\u201c, sagt Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler.     Die Altersvorgaben sind:  Kinderfeuerwehr:    6-10 Jahre Jugendfeuerwehr:  10-17 Jahre  Einsatzabteilung:  17-60 Jahre Musikabteilung:  ab 10  Jahren   Weiterer Infos per E-Mail an: feuerwehr.jugend@fulda.de  oder im Netz unter www.feuerwehr-fulda.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.feuerwehr-fulda.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eMit der Jugend zum Ziel\u201c &#8211; so lautet das Motto der Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda. 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