{"id":182106,"date":"2019-10-14T09:49:07","date_gmt":"2019-10-14T07:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=182106"},"modified":"2019-10-14T09:49:07","modified_gmt":"2019-10-14T07:49:07","slug":"drei-alsfelder-starten-ideensammlung-fuer-innovatives-wohnen-ue-60","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=182106","title":{"rendered":"Drei Alsfelder starten Ideensammlung f\u00fcr Innovatives Wohnen \u00dc 60"},"content":{"rendered":"<p>Sich im Alter verkleinern und mit weniger Wohnraum zufrieden geben, gar gl\u00fccklich damit werden, sich mit Gleichgesinnten auf einem gemeinsamen Terrain zusammenzutun, eine gemeinsame Infrastruktur, beispielsweise in der Pflege zu schaffen, und doch selbstst\u00e4ndig zu bleiben, das ist der Wunsch von Margit Enderer, Hans-Dieter Lange und Volker Zellmann. Alle drei sind so um die Sechzig und denken nun vermehrt dar\u00fcber nach, welche Wohnm\u00f6glichkeit im Alter f\u00fcr sie in Frage k\u00e4me. Schlie\u00dflich sind die H\u00e4user, in denen bis vor noch gar nicht allzu langer Zeit jede Menge Familientrubel mit entsprechendem Platz- und R\u00fcckzugsbedarf die Tage f\u00fcllte, f\u00fcr zwei oder gar eine Person viel zu gro\u00df. Und nat\u00fcrlich darf man sich zumindest perspektivisch schon einmal Gedanken machen, wie man bis zu einem gewissen Ma\u00df an Hilfebed\u00fcrftigkeit m\u00f6glichst lange und m\u00f6glichst selbstbestimmt in den eigenen vier W\u00e4nden leben kann \u2013 es m\u00fcssen ja nicht dieselben sein wie bisher!<!--more--><\/p>\n<p>Die \u00dcberlegungen f\u00fchrten die drei zu sogenannten \u201eTiny- und Modul-Haus-Projekten\u201c, die insbesondere in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten mitunter schon am Start sind und deren Bewohner sich in einer Art H\u00e4usergemeinschaft zusammentun, um dennoch so unabh\u00e4ngig wie m\u00f6glich zu leben. Ein solches Wohnen streben sie nun auch in Alsfeld oder zumindest in der Region Vogelsberg an: Auf etwa 3.500 Quadratmetern soll eine Art Tiny- und Modul-Haus-Siedlung entstehen, die nicht einheitlich bebaut ist, sondern von den jeweiligen Mitmietern, die Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung ihrer eigenen kleinen H\u00e4uschen nebst Garten selbst festlegen, gestaltet wird.<br \/>\n\u201eWir haben schon viele Ideen dazu\u201c, gibt Margit Enderer an. Sie hat sich intensiv mit Erfahrungen anderer Menschen in solchen Wohnprojekten auseinandergesetzt und bringt viele Ideen in die Gruppe: \u201eWir m\u00f6chten beispielsweise kein gemeinschaftliches Wohnen\u201c, so die Initiatorin, \u201esondern abgeschlossene H\u00e4user mit eigenem Garten, sodass jeder wann auch immer allein sein kann. Das soll aber nicht hei\u00dfen, dass jeder nur f\u00fcr sich selbst in der Siedlung leben soll\u201c, erg\u00e4nzt Enderer: Als Idee gibt es ein Gemeinschaftshaus auf dem Gel\u00e4nde, dazu eine gemeinschaftliche K\u00fcche und auch einen gemeinsamen Gartenbereich, f\u00fcr Gesellschaft und Geselligkeit, wenn sie erw\u00fcnscht sind. Gemeinsam angehen k\u00f6nnte man beispielsweise auch Einkaufsfahrten oder eine Betreuung oder Grundversorgung, die man aus eigenen Mitteln sicherstellen kann \u2013 sei es aus privaten Eink\u00fcnften oder aus Leistungen der Pflegekasse, falls sich dieses anbietet. Mit in die \u00dcberlegungen werden auch M\u00f6glichkeiten einbezogen, die eine Vermietung von kleinen H\u00e4usern an Menschen ohne das n\u00f6tige Eigenkapital vorsehen, oder ein Mehrgenerationenwohnen zwar nicht explizit planen, aber auch nicht ablehnen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zum selbstbestimmten Wohnen im Alter geht es den drei Initiatoren auch um ein gewisses Ma\u00df an Gesundschrumpfung oder \u201eDownsizing\u201c, wie man auf Neudeutsch so sch\u00f6n sagt: \u201eIch habe Studien verfolgt, die best\u00e4tigen, dass derzeit ein gro\u00dfer Trend herrscht, sich von unn\u00f6tig gewordenen Dingen zu trennen\u201c, so Enderer, \u201eMinimieren als Erleichterung, sozusagen, auch mit Blick auf die letzten Jahre.\u201c Bis die allerdings anbrechen, soll das Vogelsberger Tiny- und Modul-Haus-Projekt allerdings erstmal f\u00fcr ein sch\u00f6nes Leben sorgen.<\/p>\n<p>Welche Ideen man daf\u00fcr sonst noch braucht, wie man sie umsetzen kann und ob die Zeit im Vogelsberg \u00fcberhaupt schon reif ist f\u00fcr ein solches Unterfangen, das wollen Enderer, Lange und Zellmann nun herausfinden und bei Bedarf bereits eine Interessensgemeinschaft gr\u00fcnden, die den Plan weiterverfolgt. Dazu bieten die Initiatoren ein erstes Treffen am 25.10. um 19:30 Uhr im Kinderhaus Panama an. \u201eWir w\u00fcrden uns sehr freuen, wenn wir mit unserem Anliegen das Interesse von vielen Menschen im Vogelsberg wecken\u201c; so Hans-Dieter Lange im Vorfeld, der darauf verweist, dass die Planungen noch ganz am Anfang stehen und auch ein geeignetes Grundst\u00fcck in einer kooperativen Kommune erst noch gefunden werden muss. \u201eWer sich an dem Projekt beteiligen will, sollte auf jeden Fall Freude an neuem Denken mitbringen\u201c, finden er und seine beiden Mitstreiter, \u201eeinen langen Atem sowie Lust auf alternative Wohnformen im Alter und Spa\u00df daran, sich in ein innovatives Projekt einzubringen.\u201c R\u00fcckfragen kann man an Hans-Dieter Lange richten (0160 97738856 oder enwala@t-online.de).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sich im Alter verkleinern und mit weniger Wohnraum zufrieden geben, gar gl\u00fccklich damit werden, sich mit Gleichgesinnten auf einem gemeinsamen Terrain zusammenzutun, eine gemeinsame Infrastruktur, beispielsweise in der Pflege zu schaffen, und doch selbstst\u00e4ndig zu bleiben, das ist der Wunsch von Margit Enderer, Hans-Dieter Lange und Volker Zellmann. 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