{"id":181890,"date":"2019-10-04T10:26:19","date_gmt":"2019-10-04T08:26:19","guid":{"rendered":"http:\/\/fuldaer-nachrichten.de\/?p=181890"},"modified":"2019-10-04T10:26:19","modified_gmt":"2019-10-04T08:26:19","slug":"dunja-sadaqi-ist-neue-ard-korrespondentin-in-rabat-mein-berichtsgebiet-ist-komplex-vielfaeltig-und-widerspruechlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181890","title":{"rendered":"Dunja Sadaqi ist neue ARD-Korrespondentin in Rabat: \u201eMein Berichtsgebiet ist komplex, vielf\u00e4ltig und widerspr\u00fcchlich\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Oktober trat Dunja Sadaqi als H\u00f6rfunk-Korrespondentin und Studioleiterin im ARD-Studio Nordwestafrika in Rabat die Nachfolge von Jens Borchers an. Ihr Berichtsgebiet reicht von Marokko bis Mali, von Tunesien bis Togo. Jenseits des Tagesgesch\u00e4fts will sie ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Rolle der Frauen sowie auf technische und wirtschaftliche Innovationen in den L\u00e4ndern Nordwestafrikas richten.<!--more--><\/p>\n<p>Nach ihrem Volontariat beim hr war Dunja Sadaqi in verschiedenen Redaktionen t\u00e4tig, zuletzt in der Politikredaktion von hr-iNFO. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem Kurt-Magnus Preis der ARD f\u00fcr junge Radiotalente ausgezeichnet. \u201eMarokko ist die Heimat meines Vaters, also ein Land, mit dem ich pers\u00f6nlich viel verbinde\u201c, sagt Sadaqi, die das Studio Rabat erstmals im Jahr 2011 privat besucht hatte. \u201eDa war ich neu im Hessischen Rundfunk und hatte noch nicht viel \u00dcbung im Radiomachen. Nach dem Besuch im Studio wusste ich sofort: Das will ich machen!\u201c <\/p>\n<p><strong>Afrika jenseits von Klischees, Stereotypen und Konflikten<\/strong><br \/>\nAls Vertetung hat Dunja Sadaqi in den vergangenen Jahren bereits viele L\u00e4nder und Leute in ihrem k\u00fcnftigen Berichtsgebiet kennengelernt und potenzielle Themen identifiziert. In ihren Reportagen f\u00fcr die ARD will sie altbekannte Afrika-Klischees hinterfragen: \u201eThematisch dominieren in den K\u00f6pfen Armut, Konflikte und Terror. Das ist aber nur eine Seite der Realit\u00e4t und wird der Region nicht gerecht. Ein paar Beispiele: Ghana hat das gr\u00f6\u00dfte medizinische Drohnennetz der Welt und das erste Forschungslabor f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz auf dem Kontinent. Marokko hat das gr\u00f6\u00dfte Solarkraftwerk.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eAn afrikanischen Frauen geht kein Weg vorbei\u201c<\/strong><br \/>\nMit ihrer Kollegin Pola Sarah Nathusius brachte Dunja Sadaqi im April 2019 den feministischen Podcast \u201eDas F-Wort\u201c an den Start. In den L\u00e4ndern Nordwestafrikas \u201ehaben Frauen gr\u00f6\u00dftenteils nicht die gleichen B\u00fcrgerrechte wie M\u00e4nner. Ein freies und selbstbestimmtes Leben ist f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen ein Privileg, das nur wenige teilen.\u201c Andererseits gebe es \u201eviele mutige Frauen (und M\u00e4nner) in der Region, die f\u00fcr Gleichberechtigung k\u00e4mpfen. Die Frauen in Tunesien zum Beispiel haben ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, dass das Land nach der Revolution die modernste Verfassung der arabischen Welt hat. Ich finde, egal bei welchem Thema \u2013 Politik, Kultur, Entwicklung und Fortschritt: An afrikanischen Frauen geht kein Weg vorbei. Und es gibt viele Geschichten, die ich dazu erz\u00e4hlen m\u00f6chte.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am 1. Oktober trat Dunja Sadaqi als H\u00f6rfunk-Korrespondentin und Studioleiterin im ARD-Studio Nordwestafrika in Rabat die Nachfolge von Jens Borchers an. Ihr Berichtsgebiet reicht von Marokko bis Mali, von Tunesien bis Togo. 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