{"id":181668,"date":"2019-09-26T10:30:30","date_gmt":"2019-09-26T08:30:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181668"},"modified":"2019-09-26T10:30:47","modified_gmt":"2019-09-26T08:30:47","slug":"weltverhuetungstag-jede-zweite-frau-in-afrika-suedlich-der-sahara-kann-nicht-verhueten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181668","title":{"rendered":"Weltverh\u00fctungstag &#8211; Jede zweite Frau in Afrika s\u00fcdlich der Sahara kann nicht verh\u00fcten"},"content":{"rendered":"<p>In Afrika s\u00fcdlich der Sahara kann jede zweite Frau, die eine Schwangerschaft verhindern m\u00f6chte, nicht verh\u00fcten. Eine der Folgen: Frauen bekommen dort im Durchschnitt ein Kind mehr, als sie sich w\u00fcnschen, was erheblich zum hohen Bev\u00f6lkerungswachstum in der Region beitr\u00e4gt. Aktuellen Prognosen der Vereinten Nationen zufolge wird sich die Bev\u00f6lkerung in Afrika s\u00fcdlich der Sahara von heute rund einer Milliarde Menschen bis 2050 voraussichtlich verdoppeln und bis 2100 fast vervierfachen. Wenn dort alle Menschen frei entscheiden k\u00f6nnten, ob bzw. wann und wie viele Kinder sie bekommen, w\u00fcrde die Bev\u00f6lkerungszahl in der Region im Jahr 2100 um 30 Prozent niedriger liegen, als derzeit prognostiziert wird. Diese Zahlen gibt die Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung (DSW) anl\u00e4sslich des Weltverh\u00fctungstags am 26. September bekannt.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDort, wo es am schwierigsten ist, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren, gibt es mehr ungewollte Schwangerschaften und Geburten. Frauen und M\u00e4dchen in Afrika s\u00fcdlich der Sahara k\u00f6nnen vor allem deshalb nicht verh\u00fcten, weil es an Aufkl\u00e4rung, bezahlbaren Verh\u00fctungsmitteln sowie einer guten Gesundheitsversorgung mangelt und sie oft keine oder sehr geringe Mitspracherechte bei der Familienplanung haben. T\u00e4glich werden 20.000 M\u00e4dchen unter 18 Jahren in Entwicklungsl\u00e4ndern M\u00fctter \u2013 oftmals ohne ein Recht auf Mitsprache\u201c, sagt DSW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Renate B\u00e4hr. \u201eDiese Bereiche m\u00fcssen dringend st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden \u2013 auch im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. M\u00e4dchen und Frauen m\u00fcssen ihr Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung endlich wahrnehmen k\u00f6nnen. Dann ginge es nicht nur den einzelnen Menschen besser. Es h\u00e4tte auch einen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung ihrer L\u00e4nder.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Weltverh\u00fctungstag<\/strong><br \/>\nDer Weltverh\u00fctungstag, der j\u00e4hrlich am 26. September begangen wird, ist eine internationale Initiative, f\u00fcr die sich zahlreiche nichtstaatliche Organisationen wie die DSW engagieren. Ziel ist es, das Bewusstsein f\u00fcr Fragen der Sexualaufkl\u00e4rung und Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die DSW<\/strong><br \/>\nDie Deutsche Stiftung Weltbev\u00f6lkerung (DSW) ist eine international t\u00e4tige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterst\u00fctzt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen \u00fcber ihre Sexualit\u00e4t und Verh\u00fctung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In Afrika s\u00fcdlich der Sahara kann jede zweite Frau, die eine Schwangerschaft verhindern m\u00f6chte, nicht verh\u00fcten. Eine der Folgen: Frauen bekommen dort im Durchschnitt ein Kind mehr, als sie sich w\u00fcnschen, was erheblich zum hohen Bev\u00f6lkerungswachstum in der Region beitr\u00e4gt. 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