{"id":181576,"date":"2019-09-23T14:04:10","date_gmt":"2019-09-23T12:04:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181576"},"modified":"2019-09-23T14:04:10","modified_gmt":"2019-09-23T12:04:10","slug":"ein-leib-und-ein-geist-in-christus-weihbischof-prof-dr-karlheinz-diez-vor-15-jahren-zum-bischof-geweiht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181576","title":{"rendered":"\u201eEin Leib und ein Geist in Christus\u201c \u2013 Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez vor 15 Jahren zum Bischof geweiht"},"content":{"rendered":"<p>\u201eMit der Sendung kam auch die Kraft f\u00fcr die Aufgabe\u201c, ist sich der Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez (65) sicher. \u201eDie Ernennung zum Weihbischof durch Papst Johannes Paul II. war die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung meines Lebens \u2013 seither habe ich so viel mit Menschen zu tun gehabt wie nie zuvor.\u201c Vor 15 Jahren, am 26. September 2004, wurde er von Bischof Heinz Josef Algermissen im Hohen Dom zu Fulda zum Bischof geweiht. Das Wort \u201eUnum corpus et unus spiritus in Christo \u2013 ein Leib und ein Geist in Christus\u201c hat sich der Weihbischof zum Leitspruch f\u00fcr seinen bisch\u00f6flichen Dienst erw\u00e4hlt und damit die Einheit der Kirche als zentrales Gut in den Mittelpunkt gestellt. Weihbischof Diez stammt aus dem katholischen Freigericht. Geboren am 20. Februar 1954 in Horbach als \u00e4ltester von drei S\u00f6hnen des Ehepaares Raymund und Maria Herta Diez, absolvierte er seine Gymnasialzeit am Progymnasium in Freigericht-Somborn und dann als Konviktorist am Domgymnasium in Fulda. Im Bonifatiusjahr 1954 geboren und im Bonifatiusjahr 2004 zum Bischof geweiht \u2013 in der Verbindung zum \u201eApostel der Deutschen\u201c sieht Diez die \u201eBegleitmusik\u201c seines Lebens. Ihn pr\u00e4gt die Erfahrung, dass \u201eGott die Wege des Lebens mit einem geht\u201c. So stehe auch der gesamte bisch\u00f6fliche Dienst \u201eunter dem Dach der Verk\u00fcndigung des Evangeliums\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Nach dem Abitur 1972 trat Diez ins Fuldaer Priesterseminar ein. 1973 schickte ihn Bischof Dr. Adolf Bolte nach Rom, wo er bis 1979 im Collegium Germanicum et Hungaricum wohnte, an der P\u00e4pstlichen Universit\u00e4t Gregoriana studierte und sein Lizentiat mit \u201esumma cum laude\u201c abschloss. In Rom weihte ihn Bischof Dr. Eduard Schick am 19. M\u00e4rz 1977 zum Diakon. Die Priesterweihe empfing er am 10. Oktober 1978 in Rom durch den damaligen Erzbischof von Esztergom (Ungarn), Kardinal L\u00c3\u00a0szl\u00c3\u00b2 L\u00e9kai. Nach der Priesterweihe war Diez von 1979 bis 1981 als Kaplan in der Pfarrei St. Marien in Kassel (Rosenkranzkirche) t\u00e4tig. Er setzte sodann seine Studien an der Gregoriana in Rom fort, wohnte im Collegium Santa Maria dell\u00e2\u20ac\u2122Anima und wurde 1985 mit der Arbeit \u201eChristus und seine Kirche. Zum Kirchenverst\u00e4ndnis des Petrus Canisius\u201c \u2013 der nach Bonifatius als der \u201ezweite Apostel Deutschlands\u201c bekannt ist \u2013 zum Doktor der Theologie promoviert. Die Promotion schloss er mit dem Pr\u00e4dikat \u201esumma cum laude\u201c ab. Das Buch erschien als Band 51 in der Reihe \u201eKonfessionskundliche und kontroverstheologische Studien\u201c des Johann-Adam-M\u00f6hler-Instituts in Paderborn.<\/p>\n<p>Danach studierte Diez bis 1988 in Mainz weiter und wurde zugleich mit di\u00f6zesanen Aufgaben betraut. Er war in den Jahren 1985 bis 2000 eng mit dem emeritierten Bischof Eduard Schick verbunden, dem er als Mitarbeiter zur Seite stand. Von 1989 bis 2000 wirkte er als Subregens am Fuldaer Priesterseminar. Im Jahre 1995 habilitierte er sich in Mainz f\u00fcr das Fach \u201eDogmatik und \u00f6kumenische Theologie\u201c und war dann als Privatdozent t\u00e4tig. Seine Habilitationsschrift erschien 1997 als Band 8 der \u201eFuldaer Studien\u201c mit dem Titel \u201e\u00e2\u20ac\u2122Ecclesia \u2013 non est civitas Platonica\u00e2\u20ac\u2122. Antworten katholischer Kontroverstheologen des 16. Jahrhunderts auf Martin Luthers Anfrage an die \u00e2\u20ac\u0161Sichtbarkeit\u00e2\u20ac\u2122 der Kirche\u201c. Von M\u00e4rz 1993 bis 1996 war Diez \u00d6kumenereferent und wirkte von 1990 bis 1999 als Geistlicher Mentor der angehenden Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Fulda. 1998 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor f\u00fcr Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakult\u00e4t Fulda durch Erzbischof Dr. Johannes Dyba. 2001\/2002 war er von der Fakult\u00e4tskonferenz der Theologischen Fakult\u00e4t Fulda zum Prorektor gew\u00e4hlt worden. Bischof Heinz Josef Algermissen ernannte ihn 2002 zum ordentlichen Professor f\u00fcr Dogmatik, Dogmengeschichte und \u00f6kumenische Theologie. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm im August desselben Jahres in Anerkennung seiner Verdienste den Titel \u201eP\u00e4pstlicher Kaplan\u201c (Monsignore).<\/p>\n<p>Papst Johannes Paul II. ernannte Diez am 13. Juli 2004 zum Weihbischof in Fulda in der Nachfolge von Weihbischof Johannes Kapp. Diez ist als Weihbischof Titularbischof von Villa Regis, einem erloschenen Bischofssitz in Numidien (Nordafrika). \u201eIch bin dankbar daf\u00fcr, dass ich viel Wohlwollen und einen gro\u00dfen Vertrauensvorschuss von den Menschen erfahren habe\u201c, unterstreicht Diez. Im Juni 2005 ernannte ihn Bischof Algermissen zum Domkapitular an der Fuldaer Kathedralkirche. Weihbischof Diez war seit 2004 Bischofsvikar f\u00fcr Fortbildung und ist seit April 2010 Bischofsvikar f\u00fcr Liturgie. Das Fuldaer Domkapitel w\u00e4hlte ihn am 9. Juni 2018 zum Di\u00f6zesanadministrator, nachdem der Fuldaer Bischofsstuhl am 5. Juni infolge der Annahme des R\u00fccktrittsgesuchs von Bischof Algermissen durch den Papst vakant geworden war. Bis zur Neubesetzung des Bisch\u00f6flichen Stuhles mit Bischof Dr. Michael Gerber am 31. M\u00e4rz 2019 leitete er die Di\u00f6zese Fulda. Das war f\u00fcr ihn eine ganz intensive Erfahrung. In diese Zeit fiel auch der Tod seines Vorg\u00e4ngers, Weihbischof Johannes Kapp, dessen Requiem er vor einem guten Jahr vorstand.<\/p>\n<p>In der deutschen Bischofskonferenz geh\u00f6rt Weihbischof Diez der Kommission f\u00fcr Ehe und Familie und der Glaubenskommission sowie der Unterkommission f\u00fcr den Interreligi\u00f6sen Dialog an. F\u00fcr die kommenden Jahre w\u00fcnscht er es sich, immer mehr Zuversicht und Vertrauen als Resignation zu erfahren. Dabei sind ihm die Menschen im Bistum Fulda wichtig. \u201eHeute kommt es wirklich darauf an, auf dem Weg des Glaubens gemeinsam unterwegs zu sein.\u201c Jede Zeit sei f\u00fcr ihn eine \u201eZeit Gottes\u201c, betont Diez. So ist er seit 2004 auch in den Pastoralen Prozess des Bistums Fulda involviert, hat alle Pastoralverb\u00fcnde und die meisten Facetten kirchlichen Lebens in den verschiedenen Regionen kennengelernt.<\/p>\n<p>Von 2006 bis 2015 war er auch Mitglied im \u00d6kumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (fr\u00fcher \u201eJ\u00e4ger-St\u00e4hlin-Kreis\u201c) und von 2012 bis 2015 in der internationalen Lutherisch\/R\u00f6misch-Katholischen Kommission f\u00fcr die Einheit. Er geh\u00f6rte in der Nachfolge von Kardinal Kurt Koch, der 2010 zum Pr\u00e4sidenten des P\u00e4pstlichen Rates zur F\u00f6rderung der Einheit der Christen ernannt wurde, zu den katholischen Mitgliedern dieses aus Theologen aus aller Welt zusammengesetzten Gremiums. \u201eDie \u00d6kumene hatte f\u00fcr mich von jeher eine gro\u00dfe Bedeutung, und das wird auch in Zukunft so sein\u201c, stellt er heraus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eMit der Sendung kam auch die Kraft f\u00fcr die Aufgabe\u201c, ist sich der Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez (65) sicher. \u201eDie Ernennung zum Weihbischof durch Papst Johannes Paul II. war die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung meines Lebens \u2013 seither habe ich so viel mit Menschen zu tun gehabt wie nie zuvor.\u201c Vor 15 Jahren, am 26. &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":181577,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-181576","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=181576"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181578,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/181576\/revisions\/181578"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/181577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=181576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=181576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=181576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}