{"id":181263,"date":"2019-09-17T20:20:08","date_gmt":"2019-09-17T18:20:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181263"},"modified":"2019-09-17T20:20:08","modified_gmt":"2019-09-17T18:20:08","slug":"vaeter-ressource-statt-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181263","title":{"rendered":"V\u00e4ter: Ressource statt Risiko"},"content":{"rendered":"<p>Sind V\u00e4ter Risiko oder Ressource &#8211; oder einfach unkalkulierbar? Antworten auf diese Frage gab Professor Andreas Eickhorst von der Hochschule Hannover bei der Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) V\u00e4terarbeit in Hessen am vergangenen Mittwoch. Projekte der Mitgliedsverb\u00e4nde, des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften, der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und des Vereins V\u00e4teraufbruch f\u00fcr Kinder, sollen erkannte L\u00fccken schlie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p>Der V\u00e4terforscher Eickhorst untersuchte die sogenannten \u201eFr\u00fchen Hilfen\u201c f\u00fcr Familien mit Belastungen im ersten Lebensjahr des Kindes. Ein Ergebnis: \u201eEs spricht vieles daf\u00fcr, dass eine Anwesenheit des Vaters bei Besuchen der Familienhebamme und anderen wichtigen Angeboten sich positiv auf die Entwicklung seines Kindes auswirkt.\u201c Allerdings zeigten Studien auch, \u201edass V\u00e4ter in ihrem Verhalten unberechenbarer als M\u00fctter und deswegen kaum bestimmten Mustern zuzuordnen seien\u201c. Die Forschung zu den \u201eFr\u00fchen Hilfen\u201c ber\u00fccksichtige bislang kaum die v\u00e4terliche Seite. Genauso fehle es an Aussagen zu kultureller Vielfalt im Umgang mit Kindern im pr\u00e4genden ersten Lebensjahr. Diese L\u00fccken der \u201eFr\u00fchen Hilfen\u201c sollen zwei Projekte aus den Reihen der Mitglieder der LAG V\u00e4terarbeit Hessen schlie\u00dfen. So veranstaltet der Verband binationaler Familien und Partnerschaften zum Thema V\u00e4ter- und Familienbilder sowie die Bedarfslagen von V\u00e4tern mit Migrationsgeschichte am 6. und 7. Dezember eine Fachtagung in Frankfurt am Main. Das Hessische Ministerium f\u00fcr Soziales und Integration f\u00f6rdert das Projekt. \u201eMann wird Vater\u201c ist der Titel eines gemeinsamen Projekts zweier Gr\u00fcndungsmitglieder der LAG, der M\u00e4nnerarbeit der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und des Vereins V\u00e4teraufbruch f\u00fcr Kinder Marburg. Vier Jahre lang sollen in den St\u00e4dten und Landkreisen Marburg und Kassel neue Zugangswege zu werdenden und jungen V\u00e4tern gefunden werden. Dabei sollen Hilfen erprobt werden, wie V\u00e4ter trotz belastender Lebenslagen eine gute v\u00e4terliche Identit\u00e4t entwickeln k\u00f6nnen. Ziele sind eine feinf\u00fchlige und entwicklungsf\u00f6rdernde Beziehung zu ihrem Kind und eine gute, kooperative Elternschaft. Der LAG-Vorstand legte au\u00dferdem seinen Bericht \u00fcber das erste Jahr nach der Gr\u00fcndung vor. Vorsitzende Ulrich Kuther verwies auf zahlreiche Aktivit\u00e4ten und begr\u00fc\u00dfte die beiden vorstellten Projekte: \u201eSie k\u00f6nnen allen Fachkr\u00e4ften in Geburtshilfe und Familienbildung helfen, die Vielfalt von zugewanderten V\u00e4tern ernst zu nehmen und V\u00e4ter bereits in der fr\u00fchesten Phase der Entwicklung des Kindes aktiv einzubeziehen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sind V\u00e4ter Risiko oder Ressource &#8211; oder einfach unkalkulierbar? 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