{"id":181235,"date":"2019-09-11T10:31:50","date_gmt":"2019-09-11T08:31:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181235"},"modified":"2019-09-13T10:34:02","modified_gmt":"2019-09-13T08:34:02","slug":"dak-gesundheitsreport-2019-mehr-erkaeltungen-im-landkreis-fulda-und-im-vogelsbergkreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181235","title":{"rendered":"DAK Gesundheitsreport 2019: Mehr Erk\u00e4ltungen im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis"},"content":{"rendered":"<p>Der Krankenstand im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis ist 2018 gleich geblieben. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen exakt auf dem Vorjahresniveau. Mit 4,7 Prozent gab es in der Region jedoch einen h\u00f6heren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 47 krankgeschrieben. Der h\u00f6chste Krankenstand in Hessen wurde mit 5,0 Prozent in den Landkreisen Werra-Mei\u00dfner und Hersfeld-Rotenburg und im Landkreis Gie\u00dfen gemessen. Der niedrigste mit 3,7 Prozent in Frankfurt am Main.<!--more--><\/p>\n<p>Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit f\u00fcr den Landkreis Fulda und den Vogelsbergkreis zeigt die wichtigsten Ver\u00e4nderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen: Die Fehltage bei den Atemwegserkrankungen wie Bronchitis stiegen um 7 Prozent an und liegen jetzt im Landesdurchschnitt. Jeder f\u00fcnfte Ausfalltag erfolgte aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen. R\u00fcckenschmerzen und Co. rangieren damit auf Platz eins und gingen zum Vorjahr um 13 Prozent zur\u00fcck. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzust\u00e4nde gingen um rund acht Prozent zur\u00fcck. Ihr Anteil am gesamten Krankenstand betr\u00e4gt in der Region knapp 13 Prozent. Den st\u00e4rksten Anstieg um fast 55 Prozent gab es bei den Erkrankungen des Nervensystems, der Augen und Ohren. Grund hierf\u00fcr war eine deutlich l\u00e4ngere Erkrankungsdauer gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n<p>\u201eMit unseren Analysen zum Krankenstand im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis setzen wir gezielt beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement an und bieten Arbeitgebern konkrete Hilfe\u201c sagt Christian Beser, Chef der DAK-Gesundheit in Fulda.<\/p>\n<p><strong>Hunderttausende Hessen haben ein Suchtproblem<br \/>\n<\/strong>Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt \u201eSucht 4.0 \u2013 Trinken , Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt\u201c, wie viele Erwerbst\u00e4tige in Hessen mit gravierenden Problemen durch Alkohol, Zigaretten und Computerspiele zu k\u00e4mpfen haben. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. F\u00fcr das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbst\u00e4tigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Hessen aus \u2013 flankiert von Analysen der ambulanten und station\u00e4ren Versorgung. Eine repr\u00e4sentative Befragung von 5.600 Besch\u00e4ftigten sowie eine Expertenbefragung geben Aufschluss \u00fcber die Verbreitung und den Umgang mit den verschiedenen Suchtmitteln und Verhaltensweisen. Das Fazit: Hunderttausende hessische Besch\u00e4ftigte haben ein Suchtproblem. Konkret bedeutet das<strong>: <\/strong>326.000 Arbeitnehmer zeigen einen riskanten Alkoholkonsum \u2013 das ist jeder zehnte Besch\u00e4ftigte. 336.000 Erwerbst\u00e4tige sind hierzulande zigarettenabh\u00e4ngig. Erstmals untersucht der DAK-Report das Thema Computerspielsucht in der Arbeitswelt. Ergebnis: Rund 290.000 Erwerbst\u00e4tige in Hessen zeigen ein riskantes Nutzungsverhalten.<\/p>\n<p>Laut DAK-Gesundheitsreport 2019 haben Arbeitnehmer in Hessen mit Hinweisen auf eine so genannte Substanzst\u00f6rung deutlich mehr Fehltage im Job als ihre Kollegen ohne auff\u00e4llige Probleme. Der Krankenstand der Betroffenen ist mit 7,9 Prozent fast doppelt so hoch. Sie fehlen aber nicht nur im Job, weil sie wegen ihrer Suchtproblematik krankgeschrieben werden. Vielmehr zeigen sich bei ihnen in allen Diagnosegruppen mehr Fehltage. Besonders deutlich ist der Unterschied bei den psychischen Leiden. Hier sind es \u00fcber viermal so viele Fehltage. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie R\u00fcckenschmerzen sind die Ausfalltage fast doppelt so hoch, bei Atemwegserkrankungen sind es 40 Prozent mehr.<\/p>\n<p><strong>Alkohol: 326.000 Arbeitnehmer trinken riskant<br \/>\n<\/strong>Der Gro\u00dfteil der direkten Krankmeldungen bei Suchtproblemen ist in Hessen auf Alkohol zur\u00fcckzuf\u00fchren (75 Prozent). Laut Studie der DAK-Gesundheit haben 10,3 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande einen riskanten Alkoholkonsum. Bei M\u00e4nnern beginnt das beispielsweise bei t\u00e4glich mehr als zwei 0,3 Liter-Gl\u00e4sern Bier, bei Frauen schon bei einem 0,3 Liter-Glas Bier pro Tag. Mit ihrem Trinkverhalten setzen sich rund 326.000 Erwerbst\u00e4tige in Hessen Risiken aus, krank oder abh\u00e4ngig zu werden. \u201eKeine Droge verursacht so umfangreiche soziale und gesundheitliche Sch\u00e4den in der Gesellschaft wie Alkohol. Das riskante Trinken bleibt daher ein zentrales Problem in Hessen, dass auch gravierende Folgen in der Arbeitswelt hat\u201c, sagt Beser. \u201eSucht ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Wir wollen eine breite und offene Debatte ansto\u00dfen. Wir m\u00fcssen hinsehen, hinh\u00f6ren und handeln, um Betroffene nicht allein zu lassen. Ist es Genuss, Gewohnheit oder bereits Sucht?\u201c Beim Thema Alkoholpr\u00e4vention fehlen auch in Hessen fl\u00e4chendeckende und wirksame Angebote. Die DAK-Gesundheit schlie\u00dft diese Versorgungsl\u00fccke ab sofort mit einem neuen kostenlosen Online-Selbsthilfeprogramm bei Alkoholproblemen. Eine Anmeldung ist auf <u>www.dak.de\/vorvida<\/u> m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>290.000 Besch\u00e4ftigte in Hessen spielen riskant am Computer<br \/>\n<\/strong>Erstmals untersucht der Report auch das Thema Gaming und seine Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Demnach spielen rund 60 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen im Land Computerspiele. Neun Prozent gelten als riskante Gamer. Das hei\u00dft: Rund 290.000 Besch\u00e4ftigte zeigen auff\u00e4lliges Nutzungsverhalten. Vor allem junge Besch\u00e4ftigte zwischen 18 und 29 Jahren sind laut DAK-Report riskante Computerspieler (11,6 Prozent). Jeder elfte Mitarbeiter mit riskantem Spielverhalten gab bei der Analyse an, in den letzten drei Monaten wegen des Spielens abgelenkt oder unkonzentriert bei der Arbeit gewesen zu sein. Von den Erwerbst\u00e4tigen mit einer Computerspielsucht war es sogar jeder Dritte (33,3 Prozent).<strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rauchen ist verbreitetste Sucht<br \/>\n<\/strong>Das Rauchen von Zigaretten ist laut DAK-Report in Hessen die verbreitetste Sucht, die auch die Arbeitswelt betrifft. Zehn Prozent der Erwerbst\u00e4tigen sind zigarettenabh\u00e4ngig. Unter den jungen Erwerbst\u00e4tigen zwischen 18 und 29 Jahren gibt es mit 16,3 Prozent den geringsten Anteil.<br \/>\nBei den 60- bis 65-j\u00e4hrigen Berufst\u00e4tigen raucht fast jeder Vierte (23,7 Prozent). Etwa jeder zweite Raucher raucht auch w\u00e4hrend seiner Arbeitszeit, also au\u00dferhalb der Arbeitspausen.<\/p>\n<p><strong>Dampfen \u2013 nicht ohne Nikotin<br \/>\n<\/strong>Derzeit dampfen rund sechs Prozent der Erwerbst\u00e4tigen in Hessen E-Zigarette. Raucher von E-Zigaretten greifen oft parallel zur herk\u00f6mmlichen Zigarette, belegt der DAK-Report. Dampfer finden sich deshalb fast ausschlie\u00dflich unter Rauchern und Ex-Rauchern.<\/p>\n<p>Die DAK-Gesundheit ist eine der gr\u00f6\u00dften Krankenkassen Deutschlands. Sie hat 750.000 Versicherte in Hessen, davon rund 30.000 im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Krankenstand im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis ist 2018 gleich geblieben. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen exakt auf dem Vorjahresniveau. Mit 4,7 Prozent gab es in der Region jedoch einen h\u00f6heren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 47 krankgeschrieben. 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