{"id":181215,"date":"2019-09-10T10:08:03","date_gmt":"2019-09-10T08:08:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181215"},"modified":"2019-09-13T10:09:00","modified_gmt":"2019-09-13T08:09:00","slug":"nachhaltigkeitstag-der-ibe-gmbh-liefert-interessante-informationen-zur-regenerativen-produktion-im-objektbereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181215","title":{"rendered":"Nachhaltigkeitstag der IBE GmbH liefert interessante Informationen zur regenerativen Produktion im Objektbereich"},"content":{"rendered":"<p>\u201eNachhaltigkeit und Fortschritt m\u00fcssen kein Widerspruch sein\u201c \u2013 unter diesem Motto hatte Ulrich Schuchardt von der Firma IBE GmbH vor wenigen Tagen zu einem Nachhaltigkeitstag in seinen Firmensitz nach Alsfeld eingeladen. Als Referenten waren Martin Pfeiffer von der Firma Aquafil S.p.A., Verona, angereist sowie Martin Juckenath und Karl-Heinz-Hemel von der Firma Anker, D\u00fcren. Beide Unternehmen sind langj\u00e4hrige Partner der IBE und Vorreiter in Sachen Wiederverwendung von Kunststoff in ihren Produkten, hier insbesondere Nylongarne und Teppiche, die sich inzwischen in vielen Objekten weltweit finden. Kein Wunder \u2013 ist doch gerade das Thema Plastikm\u00fcll eines der dr\u00e4ngendsten unserer Zeit. So waren einige G\u00e4ste aus der Wirtschaft, der Politik und anderen Institutionen der Einladung gefolgt, u.a. Stefanie Richter vom Bundesverband mittelst\u00e4ndischer Wirtschaft (BMVW) sowie Mathias K\u00f6hl und Michael Refflinghaus als Vertreter der Stadt Alsfeld. Richter begr\u00fc\u00dfte es sehr, dass Veranstaltung wie diese Begegnung und Austausch initiierten und gemeinsames Lernen erm\u00f6glichten.<!--more--><\/p>\n<p>\u201ePlastikm\u00fcll ist in aller Munde\u201c, f\u00fchrte Schuchardt in den Nachmittag ein, \u201ePlastiksammeln inzwischen auch, und das ist auch gut so.\u201c Aktionen zum Absaugen von Oberfl\u00e4chenm\u00fcll auf den Meeren machten inzwischen genauso auf sich aufmerksam wie Initiativen gro\u00dfer Konzerne, die in absehbarer Zeit ihre Sortimente auf erheblich weniger Plastik umstellen wollen. Als Partner der Wirtschaft k\u00f6nne auch sein Unternehmen gemeinsam mit seinen Lieferanten an dieser Schraube drehen, f\u00fchrte Schuchardt aus und zitierte Giulio Bonazzi, den Vorstandsvorsitzenden von Aquafil, mit den Worten \u201eNachhaltigkeit ist kein Ziel, das es zu erreichen gilt, sondern eine Einstellung, ein Bewusstsein, ein Prinzip, von dem wir uns leiten lassen m\u00fcssen.\u201c Sein Unternehmen tut dies schon lange Jahre, wie Martin Pfeiffer anschlie\u00dfend darlegte: Angefangen in den 90er-Jahren, f\u00fchrte man den Recyclinggedanken bei Aquafil fort und trug in Verona bereits in den Jahren 2011 und 2012 16.000 Tonnen Wertstoffe zusammen, um sie zu einem wiederverwertbaren neuen Produktionsstoff zu verarbeiten, der den hohen qualitativen Anforderungen des Garnherstellers entsprach. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Aquafil erl\u00e4uterte den klassischen Herstellungsprozess von Nylongarn, das in fast allen Wirtschafts- und Lebensbereichen zum Einsatz kommt, und stellte diesen dem Regenerationsprozess gegen\u00fcber, den sein Haus entwickelt hat. Die Entwicklung und Herstellung des Fadens \u201eEconyl\u201c setzt da an, wo bereits Material vorhanden ist. Aus diesem Grund hat das Unternehmen ein weltweites R\u00fccknahmesystem initiiert. \u201ePre-consumer\u201c-Wertstoffe umfassen Produktionsabf\u00e4lle, Kunststoffreste und Meeresplastik. \u201eZunehmend werden aber \u201epost-consumer\u201c-Wertstoffe gewonnen, Materialien, die am Ende ihres Lebenszyklus stehen, und gezielt eingesammelt werden, bevor sie als M\u00fcll entsorgt werden. Dieses Vorgehen wirkt sich zum einen positiv auf die Qualit\u00e4t der Wertstoffe aus, zum anderen verhindert es, dass M\u00fcll \u00fcberhaupt ins Meer ger\u00e4t und dort versinkt. Trotz aller voranschreitender Technik ist es n\u00e4mlich derzeit noch kaum m\u00f6glich, abgesunkene Partikel zu bergen. Das Ziel von Aquafil ist der 100%ige Einsatz solcher \u201epost-consumer\u201c-Wertstoffe, die das Unternehmen kauft oder \u2013 wie bei Teppichen in den USA \u2013 \u00fcber ein Pfandsystem bezieht, legte Pfeiffer dar. Durch die inzwischen jahrzehntelange Forschung des Unternehmens in diesem Bereich konnte ein Prozess entwickelt werden, der bei einer massiven Einsparung an Wasser und Energie einen sowohl quantitativ als auch qualitativ derart hohen Aussto\u00df hat, dass das dadurch gewonnene Caprolactam unendlich oft zu 100% regeneriert werden kann, wie Pfeiffer ausf\u00fchrte. \u201eWir werden damit g\u00e4nzlich unabh\u00e4ngig von Erd\u00f6l als Rohstoff und k\u00f6nnen uns zudem \u00fcber eine CO2-Einsparung von 80% freuen.\u201c<\/p>\n<p>Weiterverarbeitet wird dieser besondere Faden in D\u00fcren von der Firma Anker. F\u00fcr sie berichtete Martin Juckenath von der Bedeutung regenerativ hergestellter Rohstoffe f\u00fcr die Produktlinien seines Unternehmens, das auf einen Anteil von 75% der nachhaltigen Econyl-Faser in seiner Fertigung blickt. \u201eWir sehen auf dem Markt eine hohe Nachfrage nach solchen Produkten\u201c, gab Juckenath an: Seine hochwertige auch vom Design her \u00fcberzeugende Kollektion werde auf Modenschauen, beispielsweise von Chopard, verlegt, in zahllosen \u00f6ffentlichen Einrichtungen und Geb\u00e4uden verwendet und vielerorts pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Einen weiteren Aspekt von Nachhaltigkeit brachte an diesem Nachmittag Karl-Heinz Hemel ins Gespr\u00e4ch. \u201eMit der richtigen und regelm\u00e4\u00dfigen Reinigung bleiben Teppichb\u00f6den selbst unter starker Beanspruchung lange Jahre sauber und sch\u00f6n\u201c, lautete sein Credo, das er mit einer im wahrsten Sinne des Wortes wirkungsvollen Vorf\u00fchrung unterstrich.<br \/>\nWas es ansonsten noch in Sachen Zukunft auf dem Sektor der Bankeinrichtung zu wissen gibt, das f\u00fchrte zum Abschluss des Tages Ulrich Schuchardt aus. Das Konzept der \u201eBeraterbank 2020\u201c, das sein Unternehmen bereits mehrfach in verschiedenen Bankh\u00e4usern umsetzen konnte, ber\u00fccksichtigt die Ver\u00e4nderungen im Kundenverhalten, die sich gerade in den letzten Jahren manifestiert haben \u201eund noch lange nicht am Ende sind\u201c, wie Schuchardt betonte.<br \/>\nAm Ende dieses hochinteressanten Tages hatten die G\u00e4ste zum einen ganz viel \u00fcber die verschiedensten Zukunftsvisionen gelernt, zum anderen auch gesehen, wie \u00f6kologisch sinnvolles und verantwortungsbewusstes Handeln von Gesch\u00e4ftspartnern zum Erfolg f\u00fchren kann \u2013 vielleicht auch f\u00fcr sie ein Impuls, neu zu denken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eNachhaltigkeit und Fortschritt m\u00fcssen kein Widerspruch sein\u201c \u2013 unter diesem Motto hatte Ulrich Schuchardt von der Firma IBE GmbH vor wenigen Tagen zu einem Nachhaltigkeitstag in seinen Firmensitz nach Alsfeld eingeladen. 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