{"id":181028,"date":"2019-09-03T13:56:28","date_gmt":"2019-09-03T11:56:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=181028"},"modified":"2019-09-04T14:02:47","modified_gmt":"2019-09-04T12:02:47","slug":"wunderbares-ergebnis-fast-96-000-menschen-besuchten-die-69-bad-hersfelder-festspiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=181028","title":{"rendered":"Wunderbares Ergebnis: Fast 96.000 Menschen besuchten die 69. Bad Hersfelder Festspiele"},"content":{"rendered":"<p>Bei den 69. Bad Hersfelder Festspielen beweist Intendant Joern Hinkel konsequent Mut zum Risiko: So setzt er mit seiner Inszenierung &#8220;Der Prozess&#8221; nach dem Roman von Franz Kafka einen Stoff auf den Spielplan, den viele zun\u00e4chst f\u00fcr zu schwere Kost f\u00fcr einen sommerlichen Theaterabend gehalten haben. Mit &#8220;Funny Girl&#8221; wird ein eher unbekanntes  Musical in der Stiftsruine aufgef\u00fchrt, und mit dem St\u00fcck &#8220;A Long Way Down&#8221; weichen die Festspielmacher bereits zum zweiten Mal vom traditionellen Konzept  ab, nur reine Boulevard-Kom\u00f6dien im Eichhof zu spielen.<!--more--><\/p>\n<p>Doch das sind noch lange nicht alle Wagnisse im Bad Hersfelder Festspielsommer 2019: So feiern ganz neue Formate Premiere wie das Kinder-Musical &#8220;Emil und die Detektive&#8221;, &#8220;Die Nachteulen &#8211; eine Late-Night-Show um Mitternacht&#8221;, die St\u00fccke &#8220;Nipplejesus&#8221;, &#8220;Ein Bericht f\u00fcr eine Akademie&#8221; und die Lesung &#8220;Kafkas Brief an den Vater&#8221; in bisher f\u00fcr Theater nicht genutzten R\u00e4umen im Museum, last but not least der experimentelle Theater-Abend mit Uwe Ochsenknecht in der Stiftsruine, der ein St\u00fcck spielt, ohne vorher den Text zu kennen. Frisch, frech, fabelhaft, sind Adjektive in E-Mails, die die Festspielleitung erreichen. Der Mut wird belohnt! Die 69. Bad Hersfelder Festspiele unter der Intendanz von Joern Hinkel gehen mit einem ausgezeichneten Ergebnis zu Ende: Die Besucherzahl gegen\u00fcber der ebenfalls erfolgreichen Festspielsaison 2018 konnte durch die neuen Veranstaltungsformate und den gelungenen &#8220;Prozess&#8221; noch einmal leicht gesteigert werden. <\/p>\n<p>Intendant Joern Hinkel freut sich \u00fcber das Ergebnis: &#8220;Ich bin dankbar, dass die Zuschauer uns ihr Vertrauen geschenkt und sich auf die ungew\u00f6hnlichen Stoffe eingelassen haben, die wir ihnen in diesem Jahr pr\u00e4sentiert haben, die nicht zum \u00fcblichen Kanon eines Sommertheater-Festivals geh\u00f6ren. Es macht mir Mut, dass wir bei den Bad Hersfelder Festspielen das Au\u00dfergew\u00f6hnliche wagen k\u00f6nnen, dass unser Publikum bereit ist, sich Geschichten anzusehen, die gleichzeitig unterhaltsam und anspruchsvoll sind. Und ich bin gl\u00fccklich, jeden Sommer mit so kreativen Menschen arbeiten zu d\u00fcrfen, die die Festspiele niemals als reinen Job oder Routine betrachten, sondern die sich so ernsthaft und voller Leidenschaft in die Arbeit st\u00fcrzen und jeden Abend alles geben. Das \u00fcbertr\u00e4gt sich nat\u00fcrlich auch aufs Publikum.&#8221;  <\/p>\n<p>Insgesamt kamen fast 96.000 (Vorjahr: rund 94.000) Menschen zu allen Veranstaltungen der Bad Hersfelder Festspiele, die Gesamtauslastung lag mit 86 Prozent bei einer Gesamtkapazit\u00e4t von 111.958 Tickets. Auch das Einnahmeziel von \u00fcber vier Millionen Euro an Ticketverk\u00e4ufen wurde erreicht. Das bundesweite Medieninteresse war riesig. <\/p>\n<p>Der Bad Hersfelder B\u00fcrgermeister Thomas Fehling ist voll des Lobes f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Festspielsaison und gratuliert Intendant Joern Hinkel.  \u201eMir hat gefallen, dass einerseits der Markenkern der Festspiele erhalten wurde und andererseits neue Formate im Stiftsbezirk auf dem Spielplan zu finden waren, die neugierig machen und \u00fcberraschen.\u201c  Der B\u00fcrgermeister zeigte sich gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass Bad Hersfeld in diesem Sommer zweimal bundesweit f\u00fcr positive Schlagzeilen sorgte. \u201eIch freue mich, dass zum  Hessentag  so viele G\u00e4ste  kamen und  anschlie\u00dfend auch die Festspiele hervorragende Besucher-Zahlen verbuchen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>&#8220;Der Prozess&#8221; \u2013 ein gro\u00dfer Erfolg<br \/>\nEine sensationelle Steigerung gibt es beim Schauspiel: Die Er\u00f6ffnungs-Premiere des St\u00fcckes &#8220;Der Prozess&#8221; nach dem Roman von Franz Kafka in der Inszenierung von Joern Hinkel, die von Publikum und Kritikern gleicherma\u00dfen gefeiert wird, erzielt eine Steigerung von fast 20 Prozent bei 18 Auff\u00fchrungen. \u00dcber 19. 000 Menschen sehen den PROZESS, was einer Auslastung von rund 80 Prozent entspricht, im Vorjahr konnte PEER GYNT eine Auslastung von \u00fcber 60 Prozent verbuchen.<\/p>\n<p>Intendant und Regisseur Joern Hinkel bringt zur Er\u00f6ffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele seine eigene Fassung nach Franz Kafkas Roman DER PROZESS auf die B\u00fchne der Stiftsruine und hat daf\u00fcr ein Ensemble aus ber\u00fchmten und gro\u00dfartigen Schauspielern engagiert: Ronny Miersch, Marianne S\u00e4gebrecht, Dieter Laser, Markus Majowski, Thorsten Nindel, Thomas Maximilian Held, J\u00fcrgen Hartmann, G\u00fcnter Alt (er erhielt den Hersfeldpreis 2019), Ingrid Steeger, Matthias Schlung, Corinna Pohlmann, Lou Z\u00f6llkau, Maria Radomski, Nicole Sydow und Jule G\u00f6lsdorf im Video.<br \/>\nJoern Hinkel zu seiner Inszenierung: \u201eKafka war ein regelm\u00e4\u00dfiger Besucher von Tanzlokalen, seine Erlebnisse aus dem Prager Nachtleben flie\u00dfen in unsere Fassung mit ein. Tags\u00fcber irrt Josef K. durch die Instanzen der Gerichte, nachts versucht er, diesem Albtraum in Nachtclubs zu entfliehen. Es wird gesungen und getanzt, inspiriert durch die \u00fcberbordende Swing-Musik der 20er Jahre. Ein Tanz auf dem Vulkan!\u201c Der Intendant weiter: \u201eIch wollte versuchen, diese besondere Kafka\u00e2\u20ac\u2122sche Mischung aus Poesie, Finsternis, Humor und Musik auf die B\u00fchne zu bringen. Ich freue mich, dass die Auff\u00fchrungen vom Publikum so gut angenommen wurden.\u201c <\/p>\n<p><strong>Festakt mit G\u00e4nsehautmomenten<\/strong><br \/>\nEin Highlight war f\u00fcr viele Besucherinnen und Besucher auch der Festakt vor der Er\u00f6ffnungs-Premiere in der Stiftsruine, bei dem nach den Begr\u00fc\u00dfungsworten von B\u00fcrgermeister Thomas Fehling der hessische Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier, der Journalist Deniz Y\u00fccel und Intendant Joern Hinkel die Festreden hielten. Ensemblemitglieder und Festspielmitarbeiter lasen anl\u00e4sslich \u201e70 Jahre Grundgesetz\u201c S\u00e4tze aus dem Grundgesetz vor \u2013 ein bewegender Moment. Besonders lobend erw\u00e4hnt wurde zum ersten Mal der Festakt zur Er\u00f6ffnung der Festspiele von der Jury des Hersfeld-Preises: \u201eDrei au\u00dfergew\u00f6hnliche Reden von Intendant Joern Hinkel, dem Journalisten Deniz Y\u00fccel und Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier setzten starke gesellschaftspolitische Akzente\u201c, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung. Mit einer klaren Analyse der gesellschaftlichen Situation und der R\u00fcckbesinnung auf Kerns\u00e4tze unseres Grundgesetzes sei der Festakt zu einer \u201eergreifenden Mahnung\u201c geworden.<\/p>\n<p><strong>Eindringliche KAFKA-PROJEKTE <\/strong><br \/>\nSamuel Koch und Robert Lang ber\u00fchren das Publikum mit dem Kafka-Text EIN BERICHT F\u00dcR EINE AKADEMIE. Die beiden Schauspieler entwickeln gemeinsam eine h\u00f6chst faszinierende Choreographie des Bewegens und Sprechens. Eine radikale und teilweise selbstironische Reflexion \u00fcber das pers\u00f6nliche Auftreten und die Wahrnehmung der anderen \u2013 und \u00fcber die d\u00fcnne Schicht dessen, was wir Zivilisation nennen. <\/p>\n<p>Hersfeld- Preistr\u00e4ger Christian Nickel liest im Kapitelsaal Kafkas BRIEF AN DEN VATER und wird dabei am Klavier von Festspielintendant Joern Hinkel begleitet, der St\u00fccke von Dmitrij Schostakowitsch und Dmitrij Kabalewski spielt. Eindringlich und spannend schildert Christian Nickel Kafkas Kampf mit seinem \u201e\u00dcbervater\u201c.<br \/>\nJe 100 Besucher erleben die beiden Veranstaltungen (Auslastung je 100 Prozent). <\/p>\n<p><strong>Neue Formate, neue R\u00e4ume<\/strong><br \/>\nNeu entdeckt als kleinster Auff\u00fchrungsort f\u00fcr Theater wird das Museum im Stiftsbezirk. Klein und ganz fein, mit nur 40 Pl\u00e4tzen pro Auff\u00fchrung ist die Kapelle im ersten Stock ideal f\u00fcr NIPPLEJESUS von Nick Hornby. NIPPLEJESUS wird in einer Inszenierung von Dr. Bettina Wilts 13 Mal aufgef\u00fchrt. Dem Schauspieler Andr\u00e9s Mendez gelingt es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, in dem Ein-Personen-St\u00fcck \u00fcbernimmt er die Rolle des Museumsw\u00e4rters, der ein umstrittenes Kunstwerk sch\u00fctzt und dabei kuriose und nachdenkliche Situationen erlebt. 424 Zuschauer sehen NiPPLEJESUS (Auslastung: fast 82 Prozent).  <\/p>\n<p>Premiere feiert in diesem Sommer der Late-Night-Talk NACHTEULEN auf dem Sofa im Kapitelsaal des Museums mit Dominic M\u00e4cke als Gastgeber. Die G\u00e4ste treffen Schauspieler und K\u00fcnstler in Wohnzimmer-Atmosph\u00e4re ganz pers\u00f6nlich. Es wird gesungen, getalkt, improvisiert, rezitiert. Es kommt zu mitrei\u00dfenden Begegnungen, die NACHTEULEN sind so erfolgreich, dass es zu den vier geplanten Talks noch einen Zugabe gibt. Dominic M\u00e4cke moderiert mit Pfiff, Witz und Wissen,  er macht die Nacht mit seiner charmanten Art, die den G\u00e4sten fast jedes Geheimnis entlockt, zu einem Erlebnis. Die NACHTEULEN erzielen eine Auslastung von 91 Prozent, was 455 Besuchern entspricht. <\/p>\n<p><strong>Zwei gro\u00dfartige Musicals in der Stiftsruine<\/strong><br \/>\nFUNNY GIRL ist das neue Musical im Sommer 2019 der Bad Hersfelder Festspiele. Erfolgsregisseur Stefan Huber inszeniert die tragisch-sch\u00f6ne Liebesgeschichte der Fanny Brice und des Spielers Nick Arnstein mit Katharine Mehrling und Alen Hodzovic in der Stiftsruine.<\/p>\n<p>Glamour, hinrei\u00dfende Songs eine riesige Showtreppe (B\u00fchnenbild: Harald Thor) und traumhafte Kost\u00fcme (Susanne Hubrich) werden den vielen begeisterten Besuchern lange in Erinnerung bleiben. Melissa King gelingt es erneut, als Choreografin gro\u00dfartige Bilder zur Musik des Orchesters unter der Leitung von Christoph Wohlleben zu erschaffen.<\/p>\n<p>Mit der Rolle der Fanny Brice wurde Barbra Streisand im gleichnamigen Film bekannt und Kritiker attestieren dem deutschen B\u00fchnenstar Katharine Mehrling, die Rolle mit gleicher Kraft und Ausstrahlung in Bad Hersfeld zu spielen. Sie erh\u00e4lt den Gro\u00dfen Hersfeldpreis der Jury der Kritiker und auch den begehrten Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele, der von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Das Musical FUNNY GIRL wurde 23 Mal aufgef\u00fchrt und erreicht mit \u00fcber 27.000 Zuschauern eine Auslastung von rund 90 Prozent.  Im Vorjahr wurde HAIR in 20 Vorstellungen gezeigt und konnte &#8211; eben weil es weniger Auff\u00fchrungen waren &#8211; rund 99 Prozent Auslastung erreichen.<\/p>\n<p>Die Wiederaufnahme des Musicals HAIR mit Bettina M\u00f6nch, Christof Messner, Merlin Fargel und vielen anderen wunderbaren Darstellern in der Regie von Gil Mehmert l\u00f6st in diesem Jahr erneut gro\u00dfe Begeisterung bei Kritikern und Publikum aus. Die 13 Vorstellungen verbuchen eine Auslastung von rund 87 Prozent und rund 15.000 Zuschauer. (Wiederaufnahme TITANIC 2018: 12 Vorstellungen\/ 93 Prozent\/ rund 14.800)<\/p>\n<p>SHAKESPEARE IN LOVE nach der deutschen Erstauff\u00fchrung im letzten Jahr noch einmal in der Stiftsruine<br \/>\nAls Joern Hinkel von einer Auff\u00fchrung von SHAKESPEARE IN LOVE im Wiener Theater in der Josefstadt erfuhr, sicherte er sich durch rasche Verhandlungen und mit dem Hinweis auf den einmaligen Auff\u00fchrungsort, die Hersfelder Stiftsruine, beim Rowohlt-Verlag und den Vertretern von Disney die Auff\u00fchrungs-Rechte des St\u00fcckes. SHAKESPEARE in LOVE in der B\u00fchnenfassung von Lee Hall nach dem Oscar-pr\u00e4mierten Drehbuch von Tom Stoppard wurde in der Stiftsruine in Bad Hersfeld im letzten Jahr zum ersten Mal in Deutschland  gezeigt. Regie f\u00fchrte Antoine Uitdehaag.<\/p>\n<p>Mit 73 Prozent Auslastung und rund 9.700 jubelnden Besuchern ist die Geschichte um den jungen Will Shakespeare auch 2019 wieder ein Erfolg. Im letzten Jahr ging der Gro\u00dfe Hersfeldpreis an die beiden Hauptdarsteller Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann, und beide \u00fcberzeugen mit dem gesamten Ensemble aus jungen Talenten und Stars wie Brigitte Grothum und Martin Semmelrogge erneut Publikum und Kritiker. <\/p>\n<p><strong>EMIL UND DIE DETEKTIVE fast immer ausverkauft<\/strong><br \/>\nF\u00fcr alle Besucher ab 5 Jahren hat Intendant Joern Hinkel f\u00fcr diesen Sommer etwas ganz Besonderes ausgesucht. Erich K\u00e4stners EMIL UND DIE DETEKTIVE als Musical des Komponisten Marc Schubring und des Autors Wolfgang Adenberg.<br \/>\nRainer Niermann hat mit dem Ensemble aus 25 Kindern und sechs beliebten Festspielschauspielern (Mathias Schlung, Ute Reiber, Tilo Keiner, Annette Lubosch, Maximilian Wigger, Peter Englert) in kurzer Zeit intensiv geprobt. Mit dabei waren nat\u00fcrlich immer die Choreografin Sabrina Stein und der musikalische Leiter Helgo Hahn.<br \/>\nDie Rolle des Emil spielt der 12-j\u00e4hrige Paul R\u00fcmann aus Kalbach bei Fulda. Viele der Kinder, die in EMIL UND DIE DETEKTIVE auftreten, sind Mitglieder des Vereins Sommernachtstr\u00e4umer e.V., den Intendant Joern Hinkel in Bad Hersfeld mit gegr\u00fcndet hat. Der Verein f\u00f6rdert Kinder und Jugendliche, die am Theater interessiert sind, und arbeitet und inszeniert auch au\u00dferhalb der Festpielsaison mit ihnen St\u00fccke, wie zum Beispiel HERR DER FLIEGEN im letzten Fr\u00fchjahr.<\/p>\n<p>EMIL UND DIE DETEKTIVE begeistert kleine und gro\u00dfe Festspielbesucher und ist mehr als ein sogenanntes Kinderst\u00fcck. \u201eDas ist eines der besten Musicals, die in den letzten 20 Jahren geschrieben worden sind\u201c, sagt Regisseur Rainer Niermann.<\/p>\n<p>EMIL UND DIE DETEKTIVE wird in sechs Vorstellungen am Vormittag und am Nachmittag gezeigt und erreicht eine Auslastung von 98 Prozent und 7800 Zuschauern. Das Musical ist schwer mit dem Schauspiel f\u00fcr gro\u00dfe und kleine Besucher aus dem Vorjahr zu vergleichen. LENAS GEGEIMNIS wurde viermal gezeigt und ging mit einer Auslastung von 93 Prozent mit rund 4700 Besuchern aus der Saison 2018.<\/p>\n<p><strong>Mehr als gegl\u00fcckt: DAS EXPERIMENT mit Uwe Ochsenknecht <\/strong><br \/>\nEs ist ein einmaliges Experiment, das Intendant Joern Hinkel in diesem Sommer wagt. Er l\u00e4dt Uwe Ochsenknecht ein, einen Text, den dieser vorher nicht kannte ohne jede Probe in der Stiftsruine zu lesen und zu improvisieren. WEISSES KANINCHEN, ROTES KANINCHEN des Iraners Nassim Soleimanpour ist eines der aufregendsten Experimente f\u00fcr einen Schauspieler der letzten Jahre: eine ebenso spannende wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit Macht, Manipulation und Gesellschaft.<\/p>\n<p>Uwe Ochsenknecht l\u00e4sst sich auf das verr\u00fcckte Experiment ein. Seine Spielfreude, sein Witz, sein Improvisations-Talent und sein Mut, sich auf unbekanntes Terrain zu bewegen. beschert allen einen unterhaltsamen, aufregenden und zum Nachdenken anregenden Theaterabend mit rund 800 Zuschauern.<\/p>\n<p><strong>Konzerte mit Annett Louisan und Poetry-Slammerin Julia Engelmann<\/strong><br \/>\nIntendant Joern Hinkel wagt ein weiteres Experiment und ist \u00fcber den Ausgang sehr gl\u00fccklich. Er l\u00e4dt zum ersten Mal eine Poetry-Slammerin in die Stiftsruine ein, und es ist ein gro\u00dfer Erfolg. Julia Engelmann tritt in der fast ausverkauften Stiftsruine auf (Auslastung 94 Prozent\/rund 1200 Besucher), begeistert mit ihren Texten, Gedichten, Musik und viel Konfetti. Annett Louisans Konzert ist nicht minder erfolgreich und mit fast 97 Prozent und rund 1250 G\u00e4sten ebenfalls fast ausverkauft.<\/p>\n<p><strong>Ausverkaufte Abschluss-Gala und Publikumspreis<\/strong><br \/>\nFINALE FURIOSO ist die Abschluss-Gala der 69. Bad Hersfelder Festspiele \u00fcberschrieben und lockt in diesem Jahr noch mehr Besucher (Auslastung 100 Prozent) als im Vorjahr (72 Prozent).<\/p>\n<p>Katharine Mehrling und Mathias Schlung moderieren die Konzertveranstaltung mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung des Hersfeld-Preistr\u00e4gers 2017 Christoph Wohlleben.<br \/>\nDie Besucher des FINALE FURIOSO haben am Sonntag Abend in der ausverkauften Stiftsruine mit 1300 Pl\u00e4tzen unter anderem auch noch einmal Marianne S\u00e4gebrecht, G\u00fcnter Alt, Markus Majowski, Corinna Pohlmann (alle DER PROZESS), Ute Reiber (EMIL UND DIE DETEKTIVE),  Merlin Fargel, Christof Messner, Dionne Wudu (HAIR), Alen Hodzovic (FUNNY GIRL) und Natascha Hirthe (ALONG WAY DOWN) erlebt. <\/p>\n<p><strong>FOYER IM GR\u00dcNEN leidet unter Wetterkapriolen<\/strong><br \/>\nZufrieden mit dem Besuch in der Festspiel-Lounge ist Frank B\u00fccking, auch wenn weniger G\u00e4ste als im vergangenen Jahr die attraktive Terrasse des Catering-Unternehmens B\u00fccking aufsuchten. Den Hessentag und das wechselhafte Wetter sieht er als Ursache. \u201eDas Wetter im August bereitete uns Sorge, da es oft pl\u00f6tzliche Unwetter mit Platzregen gab. Angesichts der Wetterkapriolen k\u00f6nnen wir dennoch zufrieden sein\u201c, so Frank B\u00fccking.   <\/p>\n<p>Der Gesamt-Etat der 69. Bad Hersfelder Festspiele bel\u00e4uft sich auf 7,5 Millionen Euro, 500 000 Euro weniger als in 2018. <\/p>\n<p>Intendant Joern Hinkel: \u201eIch danke allen Freunden, F\u00f6rderern und Sponsoren. Ich bin sehr froh \u00fcber die F\u00f6rderung durch den Bund, das Land Hessen, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und die Stadt Bad Hersfeld. Dass sie mir durch ihre Zuwendungen ihr Vertrauen ausgesprochen haben, betrachte ich keineswegs als selbstverst\u00e4ndlich, im Gegenteil: in einer Zeit, in der oft als Erstes am Kulturetat gespart wird, ist es ein besonderes Zeichen f\u00fcr die Festspiele, dass sie durch \u00f6ffentliche Mittel gest\u00e4rkt werden. Nur durch diese Unterst\u00fctzung kann das hohe Niveau, f\u00fcr das die Festspiele \u00fcber die Grenzen hinweg bekannt sind, \u00fcberhaupt gehalten werden.\u201c    <\/p>\n<p>Eine seri\u00f6se Gesch\u00e4ftsbilanz der Festspiele 2019 kann erst im Winter gezogen werden, da das Gesch\u00e4ftsjahr der Saison bis zum 31. Dezember 2019 l\u00e4uft und viele Buchungsvorg\u00e4nge noch nicht abgeschlossen sind. <\/p>\n<p>Die 70. Bad Hersfelder Festspiele werden am 26. Juni 2020 er\u00f6ffnet und bis zum 23. August 2020 dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bei den 69. Bad Hersfelder Festspielen beweist Intendant Joern Hinkel konsequent Mut zum Risiko: So setzt er mit seiner Inszenierung &#8220;Der Prozess&#8221; nach dem Roman von Franz Kafka einen Stoff auf den Spielplan, den viele zun\u00e4chst f\u00fcr zu schwere Kost f\u00fcr einen sommerlichen Theaterabend gehalten haben. 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