{"id":180975,"date":"2019-09-02T15:35:29","date_gmt":"2019-09-02T13:35:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180975"},"modified":"2019-09-02T15:36:32","modified_gmt":"2019-09-02T13:36:32","slug":"vorsicht-vor-mahnungen-per-e-mail-woran-verbraucher-gefaelschte-inkassomails-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180975","title":{"rendered":"Vorsicht vor Mahnungen per E-Mail! &#8211; Woran Verbraucher gef\u00e4lschte Inkassomails erkennen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eLetzte Mahnung\u201c \u2013 bei diesen Worten in der Betreffzeile oder in einer E-Mail selbst hei\u00dft es: Vorsicht! Denn immer h\u00e4ufiger sind gef\u00e4lschte Inkassomails im Umlauf. F\u00fcr den Empf\u00e4nger ist es oft schwer nachzuvollziehen, ob die Zahlungsaufforderung gerechtfertigt ist. Diesen Umstand machen sich Abzocker zunutze: Mit Drohungen und Einsch\u00fcchterungen wollen sie ihre Opfer zur Zahlung dr\u00e4ngen. Woran Betroffene Mails von Betr\u00fcgern erkennen, erkl\u00e4rt Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).<!--more--><\/p>\n<p>Besonders \u00e4ltere Menschen und unerfahrene Internetnutzer fallen schnell auf sie herein: Betr\u00fcger, die mit Inkassomails Druck aufbauen. Sie drohen mit Hausbesuchen, Zwangsvollstreckung, Gerichtsvollziehern oder Pf\u00e4ndungen, um an das Geld der Betroffenen zu kommen. In solchen F\u00e4llen gilt es, Ruhe zu bewahren. Besonders wichtig: Solange der Verdacht besteht, dass es sich um Betrug handeln k\u00f6nnte, keinesfalls bezahlen. \u201eZwangsvollstreckungen sind erst mit einem sogenannten vollstreckungsf\u00e4higen Titel m\u00f6glich. Dies kann zum Beispiel ein Vollstreckungsbescheid nach einem gerichtlichen Mahnverfahren oder ein Gerichtsurteil sein\u201c, so Michaela Rassat. \u201eDas Bestehen einer Forderung allein reicht nicht aus. Seri\u00f6se Inkassob\u00fcros w\u00fcrden im ersten Schreiben auch keine derartigen Drohungen aussprechen.\u201c So mancher Betr\u00fcger behauptet auch, dass ein gerichtlicher Vollstreckungstitel gegen den Empf\u00e4nger existiert. Bei Nichtzahlung k\u00fcndigen sie dann den Besuch des Gerichtsvollziehers zu einem bestimmten Termin an. Aber ohne ein gerichtliches Verfahren, bei dem der angebliche Schuldner Gelegenheit zum Einspruch gegen die Forderung hat, gibt es keinen Vollstreckungstitel. Wer nie Post von einem Gericht bekommen hat, gegen den gibt es auch keine Zwangsvollstreckung. Gut zu wissen: Obwohl Inkassoschreiben nach dem Gesetz durchaus per Mail verschickt werden d\u00fcrfen, w\u00e4hlt die Mehrzahl der seri\u00f6sen Firmen nach wie vor den Postweg. Manchmal verschicken sie zus\u00e4tzlich eine SMS oder Mail.<\/p>\n<p><strong>Inkassomail bekommen: was tun?<\/strong><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich gilt: Niemals Links anklicken oder Anh\u00e4nge \u00f6ffnen. Dahinter k\u00f6nnte sich Schadsoftware verstecken. Auf potenzielle Spam-Mails sollten Empf\u00e4nger niemals antworten, denn auf diese Weise verifizieren sie die eigene Mailadresse. Das hei\u00dft, sie best\u00e4tigen dem Absender, dass ihre Mailadresse existiert und machen sich so zur Zielscheibe f\u00fcr weitere Betrugsversuche. Abzocker fordern bevorzugt angeblich angefallene Kosten f\u00fcr Abonnements oder Gewinnspiele ein. \u201eBetroffene sollten in einem ersten Schritt \u00fcberlegen, ob sie in der Vergangenheit einen Vertrag eingegangen sind, bei dem sie die Rechnung nicht beglichen haben\u201c, so die D.A.S. Expertin. Wer sich unsicher ist, kann seine Kontoausz\u00fcge mit den Onlinebestellungen der letzten Zeit abgleichen. In einem vertrauensw\u00fcrdigen Schreiben muss das Inkassob\u00fcro den Auftraggeber sowie den Grund f\u00fcr die Forderung nennen und Angaben zur H\u00f6he der Inkassokosten machen. Inkassob\u00fcros, die diese Angaben nicht machen, riskieren ein Bu\u00dfgeld von bis zu 50.000 Euro.<\/p>\n<p><strong>Hinweise auf Betr\u00fcger<\/strong><br \/>\nManchmal hilft schon eine kurze Internetrecherche nach dem Namen der Firma und den Begriffen \u201eErfahrungen\u201c oder \u201eBetrug\u201c, um unseri\u00f6sen Absendern auf die Schliche zu kommen. Allerdings muss \u00c4rger von Schuldnern \u00fcber das Eintreiben von Geldforderungen nicht immer hei\u00dfen, dass diese unberechtigt sind. Auch ein Blick auf die Kontodaten kann aufschlussreich sein: \u201eHat der Absender sein Konto im Ausland, sollten Empf\u00e4nger misstrauisch werden\u201c, r\u00e4t die D.A.S. Juristin. Hierzu gen\u00fcgt es, die IBAN zu kontrollieren. Bei deutschen Konten beginnt diese mit \u201eDE\u201c. Rechtschreibfehler oder inhaltliche Ungereimtheiten sind weitere Hinweise auf einen Betrugsfall. Empf\u00e4nger sollten zudem pr\u00fcfen, ob sie namentlich angeschrieben wurden oder etwa mit \u201eSehr geehrter Kunde von XY\u201c. Ausl\u00e4ndische Betr\u00fcger k\u00f6nnen zudem durch falsch dargestellte Umlaute, die unter Umst\u00e4nden auch als \u201cae\u00e2\u20ac\u009d, \u201coe\u00e2\u20ac\u009d und \u201cue\u00e2\u20ac\u009d erscheinen, enttarnt werden.<\/p>\n<p><strong>Inkassofirmen \u00fcberpr\u00fcfen<\/strong><br \/>\nUnter <a href=\"http:\/\/www.rechtsdienstleistungsregister.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.rechtsdienstleistungsregister.de<\/a> k\u00f6nnen sich Betroffene informieren, ob die betreffende Firma oder der Rechtsanwalt registriert ist und somit die Berechtigung besitzt, Zahlungen f\u00fcr andere einzutreiben. \u201eAber auch hier gibt es schwarze Schafe: Viele Betr\u00fcger agieren unter dem Namen registrierter Inkassob\u00fcros\u201c, warnt Rassat. Um das zu \u00fcberpr\u00fcfen, k\u00f6nnen Betroffene die im Rechtsdienstleistungsregister angegebene Nummer des Inkassob\u00fcros anrufen und dort nachfragen. Sobald feststeht, dass es sich um eine Spam-Mail handelt: am besten sofort l\u00f6schen.<\/p>\n<p>(Quelle: ERGO Group)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eLetzte Mahnung\u201c \u2013 bei diesen Worten in der Betreffzeile oder in einer E-Mail selbst hei\u00dft es: Vorsicht! Denn immer h\u00e4ufiger sind gef\u00e4lschte Inkassomails im Umlauf. F\u00fcr den Empf\u00e4nger ist es oft schwer nachzuvollziehen, ob die Zahlungsaufforderung gerechtfertigt ist. 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