{"id":180879,"date":"2019-08-28T19:45:48","date_gmt":"2019-08-28T17:45:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180879"},"modified":"2019-08-28T19:49:52","modified_gmt":"2019-08-28T17:49:52","slug":"haeusliche-pflege-kriterien-fuer-die-entscheidungsfindung-pflege-tipp-der-ideal-versicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180879","title":{"rendered":"H\u00e4usliche Pflege: Kriterien f\u00fcr die Entscheidungsfindung &#8211; Pflege-Tipp der IDEAL Versicherung"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die eigenen Eltern pflegebed\u00fcrftig werden, stellt sich f\u00fcr viele Kinder die Frage, ob sie ihre Angeh\u00f6rigen zuhause pflegen m\u00f6chten \u2013 und vor allem k\u00f6nnen. Dabei gilt es, viele Faktoren zu beachten: Neben der Eignung der eigenen vier W\u00e4nde f\u00fcr das altersgerechte Wohnen sollten sich Angeh\u00f6rige fragen, ob sie psychisch in der Lage sind, diese besondere Herausforderung auf sich zu nehmen. Birger M\u00e4hlmann, Pflegeexperte der IDEAL Versicherung, unterst\u00fctzt bei der Entscheidungsfindung.<!--more--><\/p>\n<p>Nicht nur aufgrund des Alters oder gewisser Krankheiten, auch durch einen Unfall kann man schneller pflegebed\u00fcrftig werden als gedacht. Ein solcher Schicksalsschlag allein ist f\u00fcr die meisten Menschen schon schwer genug. Um dann nicht auch noch aus der gewohnten Umgebung gerissen zu werden, w\u00fcnschen sich viele eine h\u00e4usliche Pflege. Laut dem Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit werden rund 76 Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen im eigenen Haushalt gepflegt. Einem geliebten Menschen die M\u00f6glichkeit zu geben, zu Hause und von Angeh\u00f6rigen gepflegt zu werden, ist bewundernswert. Denn f\u00fcr beide \u2013 den Pflegebed\u00fcrftigen und den Angeh\u00f6rigen \u2013 \u00e4ndert sich damit der Alltag fundamental. Umso wichtiger ist es, dass sich beispielsweise Kinder, die ihre Eltern zu Hause pflegen m\u00f6chten, vorab genau und realistisch \u00fcberlegen, ob sie der Aufgabe gewachsen sind. Das sch\u00fctzt alle Beteiligten davor, dass aus einem gut gemeinten Vorhaben eine Belastung f\u00fcr den Familienfrieden wird.<\/p>\n<p><strong>Voraussetzungen f\u00fcr h\u00e4usliche Pflege<\/strong><br \/>\nVor der Entscheidung, einen Angeh\u00f6rigen zu Hause zu pflegen, steht also das Abw\u00e4gen zahlreicher Faktoren. \u201eDiese betreffen unterschiedlichste Aspekte, etwa die r\u00e4umlichen Voraussetzungen sowie finanzielle Gesichtspunkte. Aber auch der Umfang der Pflegeleistungen, der zeitliche Aufwand und die pers\u00f6nliche Situation des pflegenden Angeh\u00f6rigen spielen eine Rolle\u201c, z\u00e4hlt Birger M\u00e4hlmann auf. Pflegebed\u00fcrftige Personen haben au\u00dferdem Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Bei h\u00e4uslicher Pflege zahlt sie je nach Pflegegrad einen Pauschalbetrag. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Zusch\u00fcsse f\u00fcr Pflegehilfsmittel oder Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation, wie zum Beispiel ein barrierefreier Umbau des Badezimmers oder der Einbau von Treppenliften, bei der Pflegekasse beantragt werden. Aber auch andere F\u00f6rderangebote bieten finanzielle Unterst\u00fctzung, beispielsweise von der Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau (KfW).<\/p>\n<p><strong>Psychische Belastung f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen<\/strong><br \/>\nEin entscheidender Faktor bei der \u00dcberlegung, Angeh\u00f6rige daheim zu pflegen, sind die Auswirkungen auf die Psyche des Pflegenden. Denn vor allem bei schweren Pflegef\u00e4llen nimmt die Pflege viel Zeit in Anspruch, wodurch sich der Alltag grundlegend \u00e4ndert \u2013 die Auswirkungen werden h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. Der Pflegeexperte wei\u00df, auf welche Warnsignale pflegende Angeh\u00f6rige achten sollten, um nicht selbst zu erkranken:<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Klagen die pflegenden Personen pl\u00f6tzlich h\u00e4ufig \u00fcber k\u00f6rperliche Beschwerden wie Muskelverspannung, ist das oft ein deutliches Anzeichen f\u00fcr eine \u00dcberforderung.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Auch auff\u00e4llige Aggressivit\u00e4t oder Gereiztheit k\u00f6nnen symptomatisch f\u00fcr eine zu hohe Belastung sein.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Des Weiteren sind M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung und Schlafprobleme nicht selten Anzeichen f\u00fcr eine psychische oder chronisch-k\u00f6rperliche Erkrankung durch \u00dcberlastung.<br \/>\nWer mindestens eines dieser Symptome bei sich bemerkt, sollte in jedem Fall k\u00fcrzer treten und \u00fcber Alternativen nachdenken. Dies kann beispielsweise ein Pflegedienst oder auch ein Pflegeheim sein.<\/p>\n<p><strong>Kriterien f\u00fcr die Entscheidung<\/strong><br \/>\nAuch wenn diese Entscheidung individuell ist und sich sehr an den pers\u00f6nlichen W\u00fcnschen und Bed\u00fcrfnissen der Betroffenen orientiert, gibt es einige Kriterien, die bei der Entscheidung helfen. Birger M\u00e4hlmann nennt die wichtigsten Punkte:<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Wer einen ambulanten Pflegedienst engagiert, holt sich damit professionelle und ausgebildete Pflegekr\u00e4fte ins Haus. Sie k\u00f6nnen die ben\u00f6tigten Pflegema\u00dfnahmen besser einsch\u00e4tzen und sind zudem routiniert in der Ausf\u00fchrung. Allerdings gibt es auch in dieser Branche immer wieder schwarze Schafe. Daher sollten Angeh\u00f6rige bei der Wahl des richtigen Pflegedienstes sehr gr\u00fcndlich vorgehen, sich vorab gut informieren, Bewertungen lesen oder Erfahrungsberichte einholen.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Wird ein ambulanter Pflegedienst eingebunden, verrechnet die Pflegekasse die Kosten durch die Zahlung einer sogenannten \u201ePflegesachleistung\u201c direkt mit dem Pflegedienst. Pflegegeld und Pflegesachleistung k\u00f6nnen aber auch miteinander kombiniert werden.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Viele Pflegebed\u00fcrftige scheuen sich, Pflege von nahestehenden Personen anzunehmen. Intime Situationen k\u00f6nnen f\u00fcr Betroffene schnell unangenehm werden. Professionelle Pfleger haben dagegen keinen pers\u00f6nlichen Bezug zu den Pflegebed\u00fcrftigen und sind zudem f\u00fcr derartige Situationen geschult. Anderen Betroffenen wiederum f\u00e4llt es schwer, Hilfe von fremden Personen anzunehmen, da ihnen das Vertrauen fehlt. Um die pers\u00f6nlichen Pr\u00e4ferenzen herauszufinden, sollten Angeh\u00f6rige ausf\u00fchrliche Gespr\u00e4che mit der pflegebed\u00fcrftigen Person f\u00fchren.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2 Auch die Kosten sollten bei der Entscheidung nicht ganz au\u00dfer Acht gelassen werden: Meist sind die Kosten f\u00fcr Pflegedienste h\u00f6her als die bei einer privaten Pflege.<br \/>\nDoch Angeh\u00f6rige sind bei ihrer Entscheidung nicht auf sich allein gestellt: So unterst\u00fctzt der Verband Pflegehilfe auf <a href=\"http:\/\/www.pflegehilfe.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.pflegehilfe.org<\/a> mit zahlreichen Beratungsangeboten. Ein weiterer wichtiger Ansprechpartner ist die Pflegeversicherung selbst. Eine anbieterunabh\u00e4ngige \u00dcbersicht zu den Leistungen der Pflegeversicherungen bietet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website. Von dort f\u00fchrt auch ein Link auf den digitalen Pflegeleistungs-Helfer des Ministeriums. Sind die Anforderungen an die h\u00e4usliche Pflege bekannt, erhalten Angeh\u00f6rige eine vorl\u00e4ufige \u00dcbersicht \u00fcber die Leistungen, die ihren Anforderungen entsprechen und in Anspruch genommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zur h\u00e4uslichen Pflege im IDEAL Magazin unter <a href=\"https:\/\/www.ideal-versicherung.de\/magazin\/.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.ideal-versicherung.de\/magazin\/.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wenn die eigenen Eltern pflegebed\u00fcrftig werden, stellt sich f\u00fcr viele Kinder die Frage, ob sie ihre Angeh\u00f6rigen zuhause pflegen m\u00f6chten \u2013 und vor allem k\u00f6nnen. 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