{"id":180504,"date":"2019-08-02T16:49:15","date_gmt":"2019-08-02T14:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180504"},"modified":"2019-08-17T16:50:20","modified_gmt":"2019-08-17T14:50:20","slug":"mischwald-fuer-morgen-mehr-als-20-millionen-neue-baeume-hessenforst-blickt-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180504","title":{"rendered":"Mischwald f\u00fcr morgen: Mehr als 20 Millionen neue B\u00e4ume &#8211; HessenForst blickt in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>St\u00fcrme, Hitze, D\u00fcrre und Sch\u00e4dlinge haben in den vergangenen 18 Monaten den Wald in Hessen extrem gesch\u00e4digt. Millionen B\u00e4ume sterben in rasantem Tempo ab, bereits jetzt ist im hessischen Staatswald eine Fl\u00e4che von 10.000 Fu\u00dfballfeldern nahezu entwaldet. Eine \u00f6kologische Katastrophe. F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster sehen sich einer gro\u00dfen Aufgabe gegen\u00fcber: den Wald von morgen klimastabil wiederaufzubauen. Allein im Staatwald m\u00fcssen in den n\u00e4chsten Jahren \u00fcber 20 Millionen neue B\u00e4ume gepflanzt und \u00fcber 80 Millionen Euro investiert werden. Daf\u00fcr feilt HessenForst am Programm \u201eMischwald f\u00fcr morgen\u201c. Das Ziel: Alle Waldfunktionen dauerhaft sichern, damit auch k\u00fcnftige Generationen die Vielfalt des Waldes als Lebensgrundlage behalten.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eLebende Forstleute haben eine solche Extremsituation noch nicht erfahren m\u00fcssen. Es ist f\u00fcr uns kaum zu ertragen, den Wald derart leiden und in Teilbereichen sterben zu sehen \u2013 doch vielerorts sind wir gegen die Wetterextreme machtlos\u201c, schildert Michael Gerst, Landesbetriebsleiter von HessenForst, die Lage. Er richtet den Blick nach vorn, denn Waldentwicklung braucht Weitblick. \u201eDer Wald ist der beste Klimaspeicher. Er bindet das Treibhausgas CO2 direkt vor unserer Haust\u00fcr\u201c, so Gerst. \u201eDeshalb werden wir in den kommenden Jahren unsere ganze Kraft in klimastabile W\u00e4lder investieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wald entschlossen weiter umbauen<\/strong><br \/>\nInvestieren m\u00fcssen Waldbesitzer auch buchst\u00e4blich in gemischte Waldbest\u00e4nde. Enorme finanzielle Anstrengungen sind n\u00f6tig. F\u00fcr die kommenden Aufgaben muss ausreichend Forstpersonal eingesetzt werden, das die Anpflanzung und Pflege mit entsprechendem Fachwissen koordiniert.<br \/>\n\u201eIm Staatswald werden wir auf vielen Fl\u00e4chen mit nat\u00fcrlicher Waldverj\u00fcngung arbeiten und aus dem, was die Natur entstehen l\u00e4sst, stabile Mischw\u00e4lder entwickeln. Rund die H\u00e4lfte der Fl\u00e4chen werden wir aber aktiv bepflanzen. Denn nicht \u00fcberall samen sich von Natur aus die Baumarten an, die zum Standort passen\u201c, wei\u00df Gerst. Doch sicher ist: nur wenn die B\u00e4ume zum jeweiligen Boden und dem ver\u00e4nderten Klima passen, kann der Wald eine Zukunft haben.<br \/>\nDeshalb werden im Landeswald jetzt zus\u00e4tzlich \u00fcber 20 Millionen Setzlinge n\u00f6tig sein, um den erforderlichen Umbau der W\u00e4lder zu f\u00f6rdern. Ein gigantisches Programm, das in den kommenden Jahren hohe zweistellige Millionenbetr\u00e4ge kosten wird. Laut Gerst wird HessenForst \u201ediese Aufgabe gleicherma\u00dfen entschlossen wie bedacht angehen. F\u00fcr die Forstleute vor Ort haben wir gemeinsam mit Wissenschaftlern Entscheidungshilfen f\u00fcr die Waldentwicklung bereitgestellt, die Klimamodelle, Standortsdaten und Potentiale der Baumarten ber\u00fccksichtigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Mit Einheimischen und Neub\u00fcrgern<\/strong><br \/>\nMit diesen Entscheidungshilfen k\u00f6nnen Forstleute und Waldbesitzer den seit langem praktizierten Waldumbau zukunftssicher weiterf\u00fchren. Bereits heimische, an W\u00e4rme und Trockenphasen angepasste Arten wie Eiche, Kirsche, Elsbeere oder Spitzahorn, werden gr\u00f6\u00dfere Anteile einnehmen. Aber auch bew\u00e4hrte, seltene Baumarten wie Tanne oder Neub\u00fcrger wie Douglasie und Roteiche werden zur Mischung integriert. Auf Versuchsfl\u00e4chen sollen weitere Baumarten auf ihre Klimatauglichkeit gepr\u00fcft werden. Gerst ist sich sicher: \u201eVielfalt erh\u00f6ht die Chance auf Stabilit\u00e4t. Deshalb streben wir mindesten vier verschiedene Baumarten auf all unseren Forstkulturen an. Ein stabiler Wald f\u00fcr die Gesellschaft ist unser Ziel. Deshalb brauchen wir Mischwald f\u00fcr morgen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>St\u00fcrme, Hitze, D\u00fcrre und Sch\u00e4dlinge haben in den vergangenen 18 Monaten den Wald in Hessen extrem gesch\u00e4digt. 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