{"id":180454,"date":"2019-08-06T16:14:22","date_gmt":"2019-08-06T14:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180454"},"modified":"2019-08-17T16:15:18","modified_gmt":"2019-08-17T14:15:18","slug":"altersvorsorge-der-generation-y-private-vorsorge-bav-oder-etf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180454","title":{"rendered":"Altersvorsorge der Generation Y \u2013 private Vorsorge, bAV oder ETF?"},"content":{"rendered":"<p>Nur ein Drittel der jungen Menschen im Alter von 17 bis 27 spart regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr das Alter \u2013 so eine aktuelle Studie der MetallRente. Gleichzeitig gehen 86 Prozent davon aus, ohne eigenst\u00e4ndige Vorsorge von Altersarmut betroffen zu sein. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die z\u00f6gerliche Bereitschaft sind oft fehlende Informationen, \u00dcberforderung oder auch die sogenannte \u201eAufschieberitis\u201c. Carolin Meiner, Vorsorgeexpertin der IDEAL Versicherung, zeigt, wie eine Altersvorsorge bereits in jungen Jahren m\u00f6glich ist.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Welche M\u00f6glichkeiten zur Altersvorsorge gibt es?<\/strong><br \/>\nWer sich in jungen Jahren mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzt, kann bei der komplexen Thematik schnell den \u00dcberblick verlieren. Das sogenannte 3-S\u00e4ulen-Modell bietet da gute Anhaltspunkte zur Orientierung. Es setzt sich aus den drei unterschiedlichen M\u00f6glichkeiten der Altersvorsorge zusammen: gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge. Die gesetzliche Rentenversicherung umfasst die erste S\u00e4ule und dient als Basis: Jeder Angestellte und auch einige Selbstst\u00e4ndige m\u00fcssen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Im Angestelltenverh\u00e4ltnis teilen sich dabei Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Beitrag zu gleichen Teilen. Allerdings deckt die gesetzliche Rente h\u00e4ufig nur knapp 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens ab. Daher empfiehlt sich ein Blick auf die weiteren S\u00e4ulen. Die zweite umfasst die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Seit 2002 haben Arbeitnehmer das Recht auf eine bAV durch Entgeltumwandlung. Dabei werden bis zu vier Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens in die Altersvorsorge eingezahlt. Der Vorteil: Arbeitnehmer m\u00fcssen keine Steuern oder Sozialabgaben auf diese Beitr\u00e4ge zahlen. Hier kann es sich lohnen, bereits zu Beginn der Karriereleiter mit dem Arbeitgeber \u00fcber eine bAV zu sprechen. Private Lebens- und Rentenversicherungen bilden dann die dritte S\u00e4ule. Hierbei handelt es sich um private Vorsorgevertr\u00e4ge, die ohne eine staatliche F\u00f6rderung auskommen. Anleger haben hier die M\u00f6glichkeit, beliebig hohe Beitr\u00e4ge aus ihrem Nettogehalt einzuzahlen.<\/p>\n<p><strong>Worauf sollten junge Menschen achten und welcher Beitrag reicht zu Beginn aus?<\/strong><br \/>\nDie j\u00fcngere Generation muss von ihrem Lohn etwa doppelt so viel aufwenden wie \u00c4ltere, um die Vorsorgel\u00fccke im Alter zu schlie\u00dfen. Zu diesem Ergebnis kam die Studie \u201eAltersvorsorgebedarf im Zeitverlauf\u201c von der Prognose AG im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wie hoch die pers\u00f6nliche Rentenl\u00fccke voraussichtlich sein wird, zeigt der Rentenrechner des GDV. Wie viel zus\u00e4tzlich privat angespart werden sollte, h\u00e4ngt vor allem mit der L\u00e4nge des Ruhestands und der Lebenserwartung zusammen. Berufseinsteiger k\u00f6nnen eine private Rentenversicherung bereits ab einem monatlichen Beitrag von 30 bis 50 Euro abschlie\u00dfen. Wichtig in jungen Jahren: Auf eine flexible Gestaltung der Versicherung achten. Die Beitr\u00e4ge sollten sich an die verschiedenen Lebensabschnitte wie Berufswechsel, Hochzeit, Familiengr\u00fcndung, Teilzeit oder Sabbatical anpassen oder zeitweise auch aussetzen lassen. Zus\u00e4tzlicher Vorteil einer privaten Absicherung: Wahl des Renteneintrittsalters und Auszahlungsmodus lassen sich h\u00e4ufig individuell bestimmen \u2013 monatliche Rente, Einmalzahlung oder eine Kombination aus beidem.<\/p>\n<p><strong>Welche weiteren Alternativen gibt es zum Verm\u00f6gensaufbau f\u00fcr die Altersvorsorge?<\/strong><br \/>\nNeben den drei klassischen S\u00e4ulen kann auch jede weitere Form des Verm\u00f6gensaufbaus f\u00fcr die Altersvorsorge genutzt werden. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Indexfonds wie Exchange-Traded Funds (ETFs), Rohstoffe oder Immobilien. Vor allem ETF-Sparpl\u00e4ne sind aktuell in aller Munde. Mit einem festgelegten monatlichen Betrag zahlen Anleger in einen Aktien-Indexfonds, etwa den DAX, ein. Bei der Auswahl des richtigen Index sollte das Risiko m\u00f6glichst gering gehalten werden. Es lohnt sich daher, in weltweite Anlagen zu investieren \u2013 so k\u00f6nnen Schwankungen langfristig gesehen ausgeglichen werden. Die Fondssparpl\u00e4ne sind vor allem f\u00fcr junge Leute interessant, da sie sich bereits ab 25 Euro im Monat lohnen. Eine seit Jahren bew\u00e4hrte und vermeintlich sichere Alternative sind Investitionen in Edelmetalle wie Gold. Wichtig zu wissen: Der Goldpreis entwickelt sich meist gegenl\u00e4ufig zu den Aktienkursen. Au\u00dferdem ist es empfehlenswert, Gold in M\u00fcnzen oder Barren und nicht in Wertpapieren zu kaufen, da diese in einer Finanzkrise nicht gesch\u00fctzt sind. Wer in Gold investieren m\u00f6chte, sollte dies jedoch als Erg\u00e4nzung des Depots sehen. Auch Immobilien k\u00f6nnen eine sinnvolle Erweiterung des Sparplans darstellen \u2013 egal ob selbst genutzt oder vermietet. Wer so eine Investition in Erw\u00e4gung zieht, sollte in jedem Fall eine Musterberechnung zur Rendite durchf\u00fchren lassen und diese mit anderen Geldanlagen vergleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Nur ein Drittel der jungen Menschen im Alter von 17 bis 27 spart regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr das Alter \u2013 so eine aktuelle Studie der MetallRente. Gleichzeitig gehen 86 Prozent davon aus, ohne eigenst\u00e4ndige Vorsorge von Altersarmut betroffen zu sein. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die z\u00f6gerliche Bereitschaft sind oft fehlende Informationen, \u00dcberforderung oder auch die sogenannte \u201eAufschieberitis\u201c. 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