{"id":180361,"date":"2019-08-11T16:49:39","date_gmt":"2019-08-11T14:49:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180361"},"modified":"2019-08-15T16:50:32","modified_gmt":"2019-08-15T14:50:32","slug":"beeindruckende-innovationskraft-von-der-klimatechnik-zum-eventhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180361","title":{"rendered":"Beeindruckende Innovationskraft von der Klimatechnik zum Eventhaus"},"content":{"rendered":"<p>Mittelhessen ist eine Bildungs- und Wirtschaftsregion \u2013 davon zeigt sich Regierungspr\u00e4sident Dr. Christoph Ullrich \u00fcberzeugt und macht sich in diesem Sommer auf den Weg, gelungene wirtschaftliche Entwicklungen in seinem Regierungsbezirk zu besuchen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die von Mitteln des LEADER-Programms, einer F\u00f6rderung der EU und des Landes Hessen, profitieren konnten und geeiget sind, in ihrer Region sowohl Wirtschaft als auch Lebensqualit\u00e4t voranzubringen. Auch der Vogelsberg ist eine der 24 hessischen LEADER-Regionen, deren Regionalmanagement bei der Vogelsberg Consult GmbH in Alsfeld angesiedelt ist. Deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung hatte gleich zwei hochinteressante Unternehmen f\u00fcr den Besuch des Regierungspr\u00e4sidenten ausgew\u00e4hlt, den am vergangenen Montag eine Gruppe von LEADER-Akteuren begleitete. Darunter der Wirtschaftsdezernent des Vogelsbergkreises und 1. Kreisbeigeordnete Dr. Jens Mischak, Edwin Schneider, B\u00fcrgermeister der Stadt Ulrichstein und Vorsitzender des LEADER Entscheidungsgremiums Vogelsberg, sowie weitere Mitglieder dieses Gremiums, der Grebenhainer B\u00fcrgermeister Sebastian Stang, Thomas Schaumberg (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Vogelsberg Consult GmbH) sowie Mitarbeiter des Amtes f\u00fcr Wirtschaft und den l\u00e4ndlichen Raum des Vogelsbergkreises. <!--more--><\/p>\n<p>Die Firma Eichenauer K\u00e4lte- und Klimatechnik lernte der Regierungspr\u00e4sident als erstes kennen. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Raatz pr\u00e4sentierte den Besuchern ein Unternehmen, das \u2013 seitdem der 26-J\u00e4hrige die Firma vor gut anderthalb Jahren \u00fcbernommen hat \u2013 stetig gewachsen ist; ein Anbau auf dem Firmengel\u00e4nde unterstreicht die Ambitionen des jungen Inhabers nachdr\u00fccklich. Dieser beeindruckte sowohl den Regierungspr\u00e4sidenten als auch dessen Begleitung mit seiner Zielstrebigkeit und Begeisterung, die er f\u00fcr sein cooles Business an den Tag legt. Raatz skizzierte kurz seinen Werdegang, der ihn von Ottrau in der Schwalm \u00fcber die Schweiz nach Angersbach gef\u00fchrt hat, wo er Anfang 2018 das alteingesessene Unternehmen von dem damaligen Inhaber als Nachfolger \u00fcbernahm. \u201eEs kamen damals viele gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde zusammen\u201c, res\u00fcmierte Raatz, der auch nicht verschwieg, dass die Zeit der \u00dcbernahme aus vielen Gr\u00fcnden sehr fordernd war. Dass er in dem ganzen Prozess auf die LEADER-F\u00f6rderung stie\u00df, bezeichnete er als gro\u00dfen Gl\u00fccksfall, erm\u00f6glichte diese doch zum einen eine gr\u00f6\u00dfere Planungssicherheit und ein schnelleres und qualitativ hochwertiges Wachstum. Peter Sukdolak, der im Rahmen der Regionalentwicklung des Vogelsbergkreises das Projekt begleitet hat, unterstrich diesen Eindruck, der auch f\u00fcr andere gef\u00f6rderte Betriebe zutreffend sei.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hat der junge Unternehmer seinen zweiten F\u00f6rderbescheid erhalten, bei dem er ebenfalls auf die Kooperation mit Vogelsberg Consult z\u00e4hlen konnte, wie Thomas Schaumberg ausf\u00fchrte: Mit dem Anbau vergr\u00f6\u00dfert Raatz zum einen seine Lagerkapazit\u00e4t, zum anderen wird hier eine moderne Metallbearbeitungsanlage installiert, die ihn bei den Bedarfen an Lochblechen und anderen Vorrichtungen f\u00fcr die Aufbauten der Klimaanlagen unabh\u00e4ngig von Zulieferern macht. \u201eIch habe seit der Firmen\u00fcbernahme auch aus kleinen Fehlern gelernt\u201c, gab der sympathische Chef zu, \u201enun m\u00f6chte ich mich multitechnisch aufstellen, m\u00f6glichst viel aus einer Hand anbieten und die Abl\u00e4ufe intern optimieren.\u201c Dar\u00fcber hinaus ist es Raatz mindestes ebenso wichtig, dass in seinem Unternehmen das Klima stimmt. Mit einigen Ma\u00dfnahmen wie gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fccken, Fortbildungen und Reisen zu Veranstaltungen von Gesch\u00e4ftspartnern unterst\u00fctzt er dies. Derzeit plant er einen Tag der offenen T\u00fcr, um sein Unternehmen auch in den K\u00f6pfen der Angersbacher pr\u00e4senter zu machen. Langfristig m\u00f6chte er f\u00fcr gemeinsame Aktionen auch die anderen Unternehmen im Angersbacher Industriegebiet begeistern und rennt damit beim Regierungspr\u00e4sidenten offene T\u00fcren ein: \u201eWir haben in unserer Region so viele gute Unternehmen, die wir viel mehr in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit r\u00fccken m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen sie bekannter machen und ihre Leistungsf\u00e4higkeit herausstellen\u201c, so Ullrich, der dies nicht nur mit Blick auf m\u00f6gliche Nachfolgeregelungen und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u00e4u\u00dferte, sondern auch auf die Fachkr\u00e4ftegewinnung. Und auch hier beeindruckte Oliver Raatz einmal mehr: Er wirbt intensiv auf den Social-Media-Kan\u00e4len um neue Mitarbeitende und konnte sich in diesem Jahr \u00fcber acht Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz freuen. Nun fangen zwei junge Leute bei ihm eine Ausbildung an \u2013 ein Wagnis bei der Gesamtzahl der Mitarbeitenden, aber auch eine gro\u00dfe Chance, so Raatz. Von seiner Innovationskraft profitieren nicht nur die Mitarbeitenden direkt, sondern auch die Region, wie der Regierungspr\u00e4sident kundtat \u2013 eine Intension, die ganz klar hinter der F\u00f6rderung steht und die der Delegation auch beim n\u00e4chsten Projekt direkt ins Auge fiel.<\/p>\n<p>Dieses f\u00fchrte sie nach Grebenhain, wo Katja Gischel in einem alten denkmalgesch\u00fctzten kleinen Anwesen direkt an der Kirche ein Eventhaus der besonderen Art er\u00f6ffnet hat. Die Inhaberin des Catering-Unternehmens \u201ewas-euch-schmeckt\u201c will hier einen Treffpunkt schaffen f\u00fcr Menschen, die gemeinsam feiern, tagen oder kochen wollen. Sie bietet Platz f\u00fcr Workshops und Kooperationen aller Art, hat \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten geschaffen und erweckt \u201edie alte Dame\u201c, wie sie ihr Haus liebevoll nennt, mit vielen sch\u00f6nen Kleinigkeiten und hochwertigen Ausstattungen zum Leben. Mit wieviel Herzblut sie das tut, wurde allen Besuchern klar, als sie und ihre Assistentin Tina Ballas mit gemeinsamem Gesang auf zu erwartende Events und Workshops einstimmten. Vom Dachboden bis zum Keller nahm Gischel den Regierungspr\u00e4sidenten und seine Begleiter mit durch ihr Haus, in dem es noch viel zu tun gibt, das aber jetzt schon \u00fcber viel Charme und noch mehr Esprit verf\u00fcgt. Auch Gischel unterstrich die Bedeutung der LEADER-F\u00f6rderung f\u00fcr dieses Projekt, das den ganzen Ort aufwerten soll: \u201eOhne diese Gelder h\u00e4tte ich ganz anders planen m\u00fcssen, weniger hochwertig ausstatten k\u00f6nnen und das Haus nicht zu dem machen k\u00f6nnen, was ich mir vorstelle\u201c, so die engagierte Frau, die mit allen Besuchern schnell ins Gespr\u00e4ch kam \u2013 \u00fcber die Bedeutung von Regionlit\u00e4t und Urspr\u00fcnglichkeit, die Qualitat von kleinen, \u00fcberschaubaren Einheiten, die ein gutes und sorgf\u00e4ltiges Arbeiten erm\u00f6glichen, und vom respektvollen und achtsamen Miteinander, das sie \u2013 neben ihrer Begeisterung und der Leidenschaft f\u00fcr ihr Projekt \u2013 mit Oliver Raatz teilt und das offenbar eines der Grundprinzipien erfolgreicher Unternehmen ist.<\/p>\n<p>Neben diesem Konzept war es auch die Tatsache, ein altes, so gut wie unverk\u00e4ufliches Haus in der Ortsmitte wiederbelebt zu haben, der Ullrich viel Lob zollte. Josef Michael Ruhl, als Architekt f\u00fcr dieses Bauvorhaben verantwortlich, unterstrich die Bedeutung von kreativen Ideen f\u00fcr die Zukunft von d\u00f6rflicher Infrastruktur. Von der inspierenden Kraft dieses Hauses konnten sich alle Besucher direkt \u00fcberzeugen: Bewirtet mit kleinen K\u00f6stlichkeiten aus der K\u00fcche von Katja Gischel und angeregt durch die vielen kleinen Impulse, kamen viele engagierte und sch\u00f6ne Gespr\u00e4che in Gang \u2013 ganz so, wie die Gastgeberin es sich auch in Zukunft f\u00fcr ihr Haus vorstellt.<\/p>\n<p>Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass die Bandbreite von der Klimatechnik bis zum Eventhaus die Wirtschaftsregion Mittelhessen und auch den Vogelsberg auszeichnet. Diese Vielfalt und die Wirtschafts- und Innovationskraft, die sich daraus ergeben, will der Regierungspr\u00e4sident auf weiteren Reisen durch seinen Bezirk nun noch besser kennenlernen und der \u00d6ffentlichkeit vorstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mittelhessen ist eine Bildungs- und Wirtschaftsregion \u2013 davon zeigt sich Regierungspr\u00e4sident Dr. Christoph Ullrich \u00fcberzeugt und macht sich in diesem Sommer auf den Weg, gelungene wirtschaftliche Entwicklungen in seinem Regierungsbezirk zu besuchen. 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