{"id":180032,"date":"2019-05-03T08:20:28","date_gmt":"2019-05-03T06:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=180032"},"modified":"2019-05-03T08:20:30","modified_gmt":"2019-05-03T06:20:30","slug":"projektion-der-kirchenmitglieder-und-des-kirchensteueraufkommens-fuer-das-bistum-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=180032","title":{"rendered":"Projektion der Kirchenmitglieder und des Kirchensteueraufkommens f\u00fcr das Bistum Fulda"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vom Forschungszentrum Generationenvertr\u00e4ge (FZG) der Albert-Ludwig-Universit\u00e4t Freiburg vorgelegte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung f\u00fcr die katholische Kirche sagt bis zum Jahr 2060 nahezu eine Halbierung der Kirchenmitglieder und des realen Kirchensteueraufkommens voraus. F\u00fcr das Bistum Fulda bedeutet dies einen R\u00fcckgang von derzeit rund 387.000 Mitgliedern auf rund 200.000 Mitglieder im Jahr 2060. Beim Kirchensteueraufkommen muss man zwischen real und nominal unterscheiden. Das heutige Kirchensteueraufkommen von rund 99 Millionen Euro geht nominal bis 2060 auf 95 Millionen Euro zur\u00fcck, aber inflationsbedingt wird die Kaufkraft dieser 95 Millionen real um ca. 50 Prozent geringer sein. Die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter kirchlicher Mitarbeiten steigen j\u00e4hrlich im Durchschnitt kontinuierlich um 2,5 Prozent. Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber weist darauf hin, dass man beim Mitgliederr\u00fcckgang auch allgemeine gesellschaftliche Faktoren mitber\u00fccksichtigen m\u00fcsse, nach denen die Bindung von Institutionen und Parteien allgemein nachlasse, vgl. etwa die nachlassende Bindekraft der gro\u00dfen Volksparteien. \u201eWir haben es hier also nicht mit rein kirchenspezifischen oder nur allgemein katholischen Ph\u00e4nomenen zu tun\u201c, stellt er heraus. \u201eGleichwohl m\u00fcssen wir auf die Herausforderungen des Mitgliederr\u00fcckgangs ebenso reagieren wie auf den R\u00fcckgang des Kirchensteueraufkommens.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weniger als die H\u00e4lfte des R\u00fcckgangs l\u00e4sst sich laut Mitteilung der Wissenschaftler mit dem demografischen Wandel erkl\u00e4ren. Einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die Mitgliederentwicklung hat demnach das Tauf-, Austritts- und Aufnahmeverhalten von Kirchenmitgliedern. Hier hat das Bistum Fulda wie die katholische Kirche in Deutschland insgesamt auch k\u00fcnftig Gestaltungsm\u00f6glichkeiten. \u201eHier setzen unsere \u00e2\u20ac\u0161Strategischen Ziele\u00e2\u20ac\u02dc im Prozess \u00e2\u20ac\u0161Bistum 2030\u00e2\u20ac\u02dc an. Mit dem von meinem Vorg\u00e4nger Bischof Heinz Josef Algermissen angesto\u00dfenen Prozess haben wir schon begonnen, uns den Herausforderungen zu stellen\u201c, sagt Bischof Dr. Gerber. Die Strategischen Ziele des Bistumsprozesses sind ganz darauf ausgerichtet, das Bistum an den in der Studie erw\u00e4hnten Ansatzpunkten (Mitgliederbindung und Mitgliederneugewinnung) zukunftsf\u00e4hig zu machen. Dazu geh\u00f6rt auch, das Evangelium Jesu unter ver\u00e4nderten Bedingungen in der Sprache, die die Menschen sprechen, immer wieder neu zu verk\u00fcnden. \u201eDie Ver\u00e4nderungen sind eine Herausforderung und eine Chance, die Botschaft des Evangeliums aus einer neuen Perspektive zu betrachten und dann den Menschen entsprechend nahezubringen\u201c, zeigt sich Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke \u00fcberzeugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die vom Forschungszentrum Generationenvertr\u00e4ge (FZG) der Albert-Ludwig-Universit\u00e4t Freiburg vorgelegte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung f\u00fcr die katholische Kirche sagt bis zum Jahr 2060 nahezu eine Halbierung der Kirchenmitglieder und des realen Kirchensteueraufkommens voraus. F\u00fcr das Bistum Fulda bedeutet dies einen R\u00fcckgang von derzeit rund 387.000 Mitgliedern auf rund 200.000 Mitglieder im Jahr 2060. 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