{"id":179953,"date":"2019-05-01T10:36:11","date_gmt":"2019-05-01T08:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=179953"},"modified":"2019-05-01T10:36:12","modified_gmt":"2019-05-01T08:36:12","slug":"der-arbeitsmarkt-im-april-stabiler-start-ins-zweite-quartal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=179953","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im April Stabiler Start ins zweite Quartal"},"content":{"rendered":"\n<p>Der hessische Arbeitsmarkt startete zuversichtlich in das zweite Quartal 2019: r\u00fcckl\u00e4ufige Arbeitslosenzahlen, ein konstanter Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung und eine best\u00e4ndige Arbeitskr\u00e4ftenachfrage pr\u00e4gten den abgelaufenen Berichtsmonat. Mit rund 148.450 arbeitslosen Frauen und M\u00e4nnern wurde der niedrigste Monatswert in einem April seit 1992 erreicht.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Bettina Wolf<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Operativ der Regionaldirektion Hessen, sieht den hessischen Arbeitsmarkt weiterhin in einer stabilen Verfassung: \u201eDer R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit in Hessen wird derzeit in erster Linie durch den Rechtskreis SGB II getragen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor auch f\u00fcr langzeitarbeitslose Menschen aufnahmef\u00e4hig. Ausbildung und Qualifizierung sind dabei wichtige Stellschrauben, um die Chancen f\u00fcr den Einzelnen zu erh\u00f6hen.\u201c\u00c2\u00a0Die Agenturen und Jobcenter in Hessen sind auf dem richtigen Weg, sagt Wolf: \u201eWir m\u00f6chten die Potentiale der Menschen mit den richtigen und passgenauen Qualifizierungen ausbauen und sie so fit wie m\u00f6glich f\u00fcr den Arbeitsmarkt machen. Die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskr\u00e4ften ist weiterhin hoch. Wer jetzt seine Chance ergreifen m\u00f6chte, hat gute Ausgangsbedingungen\u201c.\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbildungsmarkt: Chancen f\u00fcr Bewerberinnen und Bewerber stehen gut<\/strong>\u00c2\u00a0Die Aussichten einen Ausbildungsplatz zu finden, sind in Hessen g\u00fcnstig.\u00c2\u00a0Derzeit gibt es noch rund 17.880 unbesetzte betriebliche Ausbildungspl\u00e4tze. Etwa 18.140 Jugendliche sind noch auf der Suche.\u00c2\u00a0\u201eWer mobil und motiviert ist, hat als Ausbildungsplatzsuchender gute Aussichten seinen Wunschberuf zu erlernen. Der deutliche Anstieg der Bewerberinnen und Bewerber ist zu einem gro\u00dfen Teil auf junge Menschen mit Fluchthintergrund zur\u00fcckzuf\u00fchren. Sie streben nach Integrationskursen und Schulbesuch immer st\u00e4rker auf den Ausbildungsmarkt zu\u201c, so Wolf.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0Deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber (+2,9 Prozent) als noch im Vorjahresmonat haben sich bisher bei den Agenturen f\u00fcr Arbeit in Hessen gemeldet. Insgesamt 34.202 Interessenten f\u00fcr einen Ausbildungsplatz wurden bisher betreut. Davon haben 2.665 Jugendliche einen Fluchthintergrund.Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Stellen liegt mit 31.801 um 517 (-1,6 Prozent) niedriger als im letzten Jahr.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im April<\/strong>\u00c2\u00a0Im April 2019 waren insgesamt 148.449 Frauen und M\u00e4nner in Hessen arbeitslos gemeldet. Das waren 3.230 Menschen weniger (-2,1 Prozent) als im M\u00e4rz und 9.411 weniger (-6,0 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Im April 2018 lag die Quote noch bei 4,7 Prozent.\u00c2\u00a0Saisonbereinigt ging die Zahl gegen\u00fcber dem Vormonat um 1.000 Personen zur\u00fcck, zum Vorjahr war es ein R\u00fcckgang um -9.000 Personen.\u00c2\u00a0Der R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahl gegen\u00fcber dem Vormonat und dem Vorjahr betraf alle betrachteten Personengruppen:Ver\u00e4nderungen zum Vormonat: Jugendliche unter 25 Jahren: -5,1 Prozent; M\u00e4nner: -2,8 Prozent; Ausl\u00e4nder: -2,2 Prozent; Menschen ab 50 Jahren: -1,9 Prozent; Langzeitarbeitslose: -1,8 Prozent; Frauen: -1,2 Prozent;\u00c2\u00a0Ver\u00e4nderungen zum Vorjahr: Langzeitarbeitslose: -14,1 Prozent; Frauen: -7,3 Prozent; Menschen ab 50 Jahre: -5,9 Prozent; Jugendliche unter 25 Jahren: -5,0 Prozent; M\u00e4nner: -4,8 Prozent und Ausl\u00e4nder: -4,4 Prozent.\u00c2\u00a0Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im April 2019 auf 215.127 Personen. Das waren rund 8.500 weniger (-3,8 Prozent) als vor einem Jahr.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entwicklung in den Rechtskreisen: Deutlicher R\u00fcckgang im Rechtskreis SGB II<\/strong>\u00c2\u00a0Im Vorjahresvergleich wurde der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit ausschlie\u00dflich durch den Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) getragen (-9,6 Prozent), w\u00e4hrend die Arbeitslosigkeit im SGB III (Arbeitslosenversicherung) mit +1,3 Prozent zum zweiten Mal in Folge anstieg.\u00c2\u00a0Der Fr\u00fchjahrsaufschwung setzte sich im April weiter fort und sorgte f\u00fcr einen st\u00e4rkeren R\u00fcckgang der Zahlen gegen\u00fcber dem Vormonat in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) SGB III -3,7 Prozent, SGB II -1,3 Prozent.Insgesamt z\u00e4hlten im April 35,8 Prozent (53.117) aller Arbeitslosen in Hessen zum Rechtskreis SGB III. 64,2 Prozent (95.332) waren dem Rechtskreis SGB II zugeordnet.\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Zahl der Besch\u00e4ftigten w\u00e4chst weiter<\/strong>\u00c2\u00a0Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Februar 2019 belief sich auf ca. 2.622.400. Mit einem Anstieg um +2,2 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr liegt Hessen somit weiterhin \u00fcber dem Niveau des Bundes (+2,1 Prozent).\u00c2\u00a0Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung zeigte sich in allen Wirtschaftszweigen, lediglich die Arbeitsnehmer\u00fcberlassung weist mit -5,6 Prozent deutliche R\u00fcckg\u00e4nge auf.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Offene Stellen: Monatliche Stellenzug\u00e4nge weiter r\u00fcckl\u00e4ufig<\/strong>\u00c2\u00a0Im April 2019 waren bei den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 55.376 offene Stellen gemeldet. Das waren lediglich 304 Stellen (+0,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der Stellenzugang lag im April mit 12.461 (-3,3 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres.\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Regionen: Arbeitslosenquote bei H\u00e4lfte aller Kreise unter Vier Prozent<\/strong>\u00c2\u00a0Aktuell weisen 13 der 26 hessischen Kreise eine Arbeitslosenquote unter 4,0 Prozent auf. Der Landkreis Fulda liegt mit einer Quote von 2,7 Prozent im Hessenvergleich am niedrigsten. Unter der Vier-Prozent-Marke lagen die Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Marburg-Biedenkopf, Vogelsberg, Wetterau, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus, Kreis Offenbach und der Kreis Bergstra\u00dfe. Die h\u00f6chste Arbeitslosenquote gab es mit 8,8 Prozent in der Stadt Offenbach.Den deutlichsten R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr gab es im Schwalm-Eder-Kreis (-12,9 Prozent).\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0Die Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke Kassel, Gie\u00dfen und Darmstadt verteilten sich wie folgt: Kassel: 4,0 Prozent, Gie\u00dfen: 4,4 Prozent, Darmstadt: 4,5 Prozent.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fl\u00fcchtlinge: 10,7 Prozent aller Arbeitslosen in Hessen haben Fluchthintergrund<\/strong>\u00c2\u00a0Im April 2019 waren 15.922 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet. Das waren rund +400 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. 37.516 Personen waren im M\u00e4rz arbeitsuchend gemeldet, -1.570 weniger als im Vorjahrsmonat.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der hessische Arbeitsmarkt startete zuversichtlich in das zweite Quartal 2019: r\u00fcckl\u00e4ufige Arbeitslosenzahlen, ein konstanter Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung und eine best\u00e4ndige Arbeitskr\u00e4ftenachfrage pr\u00e4gten den abgelaufenen Berichtsmonat. 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