{"id":179841,"date":"2019-04-29T10:33:11","date_gmt":"2019-04-29T08:33:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=179841"},"modified":"2019-04-29T10:33:12","modified_gmt":"2019-04-29T08:33:12","slug":"eroeffnung-vor-fast-genau-25-jahren-planungen-fuer-2023-auf-hochtoren-landesgartenschau-1994-in-fulda-stellte-%e2%80%a8weichen-fuer-nachhaltig-positive-stadtentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=179841","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnung vor fast genau 25 Jahren \/ Planungen f\u00fcr 2023 auf Hochtoren &#8211; Landesgartenschau 1994 in Fulda stellte \u00e2\u20ac\u00a8Weichen f\u00fcr nachhaltig positive Stadtentwicklung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war eine Premiere f\u00fcr Hessen und zugleich eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung f\u00fcr die Stadt Fulda: Vor fast genau 25 Jahren, am Freitag, 29. April 1994, wurde die 1. Hessische Landesgartenschau in Fulda er\u00f6ffnet. Unter dem Motto \u201eDer Garten Hessens\u201c waren bis zum 3. Oktober 1994 zwischen Schlossgarten und Fulda-Aue zahlreiche Attraktionen f\u00fcr Blumen- und Gartenfreunde zu bewundern. Mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher sahen die Schau. Aber noch viel wichtiger: Im Zuge der Landesgartenschau 1994 sind st\u00e4dtebaulich Weichen gestellt und Akzente gesetzt worden, die zum Teil bis heute fortwirken. So ist beispielsweise das Naherholungsgebiet zwischen Wiesenm\u00fchle und Umweltzentrum, das damals entstand, f\u00fcr viele Fuldaerinnen und Fuldaer heute nicht mehr wegzudenken. Und klar ist bereits: Die Landesgartenschau 2023 in Fulda wird nicht nur r\u00e4umlich, sondern auch inhaltlich an die erfolgreiche Schau von 1994 ankn\u00fcpfen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gartenschau 1994 erforderte gewaltige Vorarbeiten. Bereits 1984 fand ein Ideenwettbewerb statt, \u00fcber mehrere Jahre hinweg wurde das mehr als 36 Hektar gro\u00dfe Gel\u00e4nde f\u00fcr die Erfordernisse der Ausstellungszeit, aber auch f\u00fcr die langfristige Nutzung umgestaltet. So wich der Landschaftspark im vorderen Schlossgarten, der &#8211; wie heute noch der hintere Teil &#8211; im englischen Stil gestaltet war, einer an den barocken Ursprungszustand angelehnten Gartenanlage, die gro\u00dfe Font\u00e4ne wurde angelegt, die Wege und Blumenrabatten symmetrisch an den Blickachsen ausgerichtet (fertiggestellt bereits 1992). Im Sinne des dezentralen Ausstellungskonzepts, das gro\u00dfe Teile der Stadt einbezog, wurden unter anderem auch der Domdechaneigarten und der Alte Friedhof am Fu\u00df des Frauenbergs umgestaltet, der Dahliengarten als gr\u00fcne Oase entstand neu. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig \u00f6ffnete sich die Stadt architektonisch in Richtung Fluss: An der Tr\u00e4nke entstand ein v\u00f6llig neu strukturiertes Wohnquartier inklusive attraktivem Wasserspielplatz. Der Stadtgarten am Alten Schlachthof mit seinem Wasserlauf in Richtung Wiesenm\u00fchle wurde neu geschaffen, und ein Hochwasserpolder mit naturnahem R\u00fcckhaltebecken sorgte f\u00fcr mehr Sicherheit vor Flutereignissen in der Aue. Gleichzeitig entstanden an anderer Stelle naturnahe \u00dcberschwemmungsfl\u00e4chen an einem k\u00fcnstlichen \u201eAltarm\u201c der Fulda \u2013 die so entstandenen Wasserfl\u00e4chen gelten als ein Grund daf\u00fcr, dass sich viele, zum Teil seltene Tierarten wie zum Beispiel auch der Wei\u00dfstorch (wieder) in der Fulda-Aue angesiedelt haben. F\u00fcr Kinder entstanden neben dem Wasserspielplatz noch weitere Attraktionen wie etwa der Spielpark am Feuerwehrmuseum, der sich nach wie vor gro\u00dfer Beliebtheit erfreut. Als absolut zukunftsweisend erwies sich auch das Konzept, zur Schau 1994 das Umweltzentrum zu etablieren: Es tr\u00e4gt die Idee einer nachhaltigen Umweltbildung bis heute weiter.       <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtige Voraussetzung daf\u00fcr, dass die Schau mit ihrem dezentralen Gel\u00e4ndekonzept \u00fcberhaupt stattfinden konnte, waren vor allem zwei verkehrspolitische Entscheidungen: Zum einen wurde durch den Bau den Weimarer Tunnels (er\u00f6ffnet am 28. April 1994) und damit der Verl\u00e4ngerung der Leipziger Stra\u00dfe in Richtung Langebr\u00fccke der Durchgangsverkehr aus dem Barockviertel hinausverlagert; und zum anderen verabschiedete sich die Stadtpolitik endg\u00fcltig von dem urspr\u00fcnglichen Plan, die B254 ab der Feuerwache durch die Fulda-Aue bis zum Bronnzeller Kreisel zu f\u00fchren. Dadurch konnte der Auen-Park als gro\u00dffl\u00e4chiges Naherholungsgebiet entstehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die guten Erfahrungen, die die Fuldaer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger 1994 und in der Folge mit der ersten Landesgartenschau gemacht haben, trugen sicher dazu bei, dass die Bewerbung der Stadt Fulda um eine erneute Ausrichtung \u2013 anders als im Fall anderer St\u00e4dten \u2013 auf eine fast durchgehend positive Resonanz stie\u00df. Die Landesgartenschau 2023, f\u00fcr deren Ausrichtung Fulda vor zwei Jahren den endg\u00fcltigen Zuschlag erhielt, wird einen Teil des Gel\u00e4ndes von 1994 umfassen: Der Auen-Park soll dabei das \u201eScharnier\u201c zwischen den zuk\u00fcnftigen Gartenschaubereichen um die Aueweiher, einer neuen Gr\u00fcnanlage oberhalb der Neuenberger Stra\u00dfe (Park \u201eAm Engelshaus) sowie einem \u201eAgrar-Park\u201c zwischen der Bastion der Fulda-Galerie und dem erweiterten Heimattiergarten bilden. 2023 wird es auch R\u00fcckblicke auf 1994 in Form von Fotodokumentationen und Ausstellungen geben, zudem sind im Bereich des Umweltzentrums kleinere Rekonstruktionen von z.B. Pflanzbeeten als Reminiszenz an die1. Fuldaer Gartenschau angedacht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Landesgartenschau 2023 l\u00e4uft derzeit die sogenannte Vorplanungsphase, die Vertr\u00e4ge sind weitgehend endverhandelt, die F\u00f6rderantr\u00e4ge sollen Ende Juni abgegeben werden. Im Laufe des Jahres wird eine Landesgartenschau GmbH gegr\u00fcndet werden, die k\u00fcnftigen B\u00fcros in der Schlossstra\u00dfe 12 werden voraussichtlich ab Juni bezugsfertig sein. Erste Abstimmungen mit betroffenen \u00c4mtern und Vereinen haben bereits stattgefunden, Anregungen interessierter Organisationen und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wurden bereits im Bewerbungs- und Wettbewerbsprozess aufgenommen und eingearbeitet. Im Rahmen des F\u00f6rderprogrammes \u201eZukunft Stadtgr\u00fcn\u201c und dem damit verbundenen ISEK (integriertes Stadt-Entwicklungs-Konzept) werden weitere Beteiligungsverfahren, besonders bei der Gestaltung der geplanten Spielpl\u00e4tze am Heimattiergarten, am Feuerwehrmuseum und im Badegarten durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fuldaerinnen und Fuldaer d\u00fcrfen sich also darauf freuen, dass auch die LGS 2023 bleibende Fl\u00e4chen und Einrichtungen mit hohem Naherholungswert schaffen wird. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"408\" height=\"600\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv-408x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179845\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv-408x600.jpg 408w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv-265x390.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv-180x265.jpg 180w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv-768x1130.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Schlossgarten_Foto_Stadtarchiv.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><figcaption>(Quelle: Stadtarchiv Fulda<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"415\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Eingang_Foto_Stadtarchiv_Hubert-Weber-600x415.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179843\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Eingang_Foto_Stadtarchiv_Hubert-Weber-600x415.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Eingang_Foto_Stadtarchiv_Hubert-Weber-265x183.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Eingang_Foto_Stadtarchiv_Hubert-Weber-768x531.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Eingang_Foto_Stadtarchiv_Hubert-Weber.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>Stadtarchiv Fulda\/Hubert Weber <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ero\u00cc\u02c6ffnung-1994_Foto_Stadtarchiv-600x402.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179844\"\/><figcaption>(Quelle: Stadtarchiv Fulda<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Es war eine Premiere f\u00fcr Hessen und zugleich eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung f\u00fcr die Stadt Fulda: Vor fast genau 25 Jahren, am Freitag, 29. 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