{"id":179744,"date":"2019-04-23T10:57:38","date_gmt":"2019-04-23T08:57:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=179744"},"modified":"2019-04-23T10:57:39","modified_gmt":"2019-04-23T08:57:39","slug":"das-kreuz-als-kraftquelle-und-orientierungspunkt-bischof-gerber-feierte-die-karfreitagsliturgie-im-vollbesetzten-fuldaer-dom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=179744","title":{"rendered":"Das Kreuz als Kraftquelle und Orientierungspunkt &#8211; Bischof Gerber feierte die Karfreitagsliturgie im vollbesetzten Fuldaer Dom"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas Kreuz, das f\u00fcr den steht, der entkr\u00e4ftet daran stirbt, wird von nun an zur Kraftquelle und zu einem Orientierungspunkt, der aufrichtet\u201c, unterstrich der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber am Karfreitag im vollbesetzten Dom seiner Bischofsstadt. In der Orientierung am Kreuz entstehe wie bei Maria und Johannes, die sich gegenseitig st\u00fctzten und aufrichteten, Beziehung und Gemeinschaft, die emporbilde. \u201eNach Maria und Johannes ist dies in allen Generationen der Kirche immer wieder Realit\u00e4t geworden\u201c, stellte der Bischof heraus. Auch Sturmius und seine Gef\u00e4hrten, die vor 1275 Jahren das Kreuz aufrichteten und das Kloster Fulda begr\u00fcndeten, h\u00e4tten die wachsende Gemeinschaft sicher immer wieder dem Herrn am Kreuz anvertraut und ihn gebeten, dass es eine \u201eGemeinschaft mit Tiefgang\u201c sei \u2013 auf den hin, \u201eder uns durch sein Kreuz die entscheidende Orientierung gibt\u201c. Die Gl\u00e4ubigen rief er dazu auf, auch die \u201eBaustellen unseres Lebens\u201c auf Christus hin auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn seiner Predigt hatte der Oberhirte betont, dass nicht nur Jesu Leidensgeschichte, sondern auch die unz\u00e4hliger Menschen sich im Kreuz Christi spiegele. Bei der Feier der Liturgie k\u00f6nne man besonders die mit ins Gebet nehmen, die heute an einem Kreuz litten. Als Sturmius und seine Gef\u00e4hrten in Fulda das Kreuz aufrichteten, habe sie die \u00dcberzeugung geleitet, dass da, sich im Leben eine neue Baustelle er\u00f6ffne, der gegenw\u00e4rtig sei, f\u00fcr den das Kreuz stehe. Eine Parallele zum Kreuz auf der Baustelle sah der Bischof in dem Balkenger\u00fcst, an dem das Lot f\u00fcr die Bauleute befestigt war, eine Schnur mit einem schweren Stein daran, die die Richtung von unten nach oben anzeigte und somit den Arbeitern Orientierung bot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Kreuzbalken habe indes keine Schnur, sondern ein Mensch gehangen, ausgerichtet zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Erde, so Gerber weiter. \u201eMit seinem Leben wie mit seinem Sterben steht er f\u00fcr die Verbindung zwischen Himmel und Erde.\u201c Das Gewicht, das ihm angeh\u00e4ngt werde, sei nicht einfach nur ein Stein, sondern die Verbrechen, die ihm ungerechterweise zur Last gelegt werden, z\u00f6gen ihn an den Ort \u00e4u\u00dferster Erniedrigung, Dem\u00fctigung und Verlassenheit. \u201eDa h\u00e4ngt einer \u2013 ausgestreckt zwischen Himmel und Erde \u2013 belastet mit all dem, was sich Menschen an Belastbarem ausdenken k\u00f6nnen. Oben und Unten sind vertauscht: Der M\u00f6rder wird freigelassen und der Unschuldige gefoltert und schlie\u00dflich get\u00f6tet. Orientierungslos folgt die Masse ihren Einfl\u00fcsterern.\u201c Das Kreuz an jenem Nachmittag in Golgotha sei von den Schergen fest in die Erde gerammt worden. Damit scheine die Bewegung, die Jesus einst ausgel\u00f6st hatte, endg\u00fcltig zum Stillstand gebracht zu sein. Seine Anh\u00e4nger seien l\u00e4ngst gefl\u00fcchtet, und doch seien da zwei Personen unter dem Kreuz, Maria und Johannes, die sich gegenseitig unter dem Kreuz aufgerichtet h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eDas Kreuz, das f\u00fcr den steht, der entkr\u00e4ftet daran stirbt, wird von nun an zur Kraftquelle und zu einem Orientierungspunkt, der aufrichtet\u201c, unterstrich der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber am Karfreitag im vollbesetzten Dom seiner Bischofsstadt. 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