{"id":178557,"date":"2019-03-12T10:06:11","date_gmt":"2019-03-12T09:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=178557"},"modified":"2019-03-12T10:06:13","modified_gmt":"2019-03-12T09:06:13","slug":"trend-messe-2019%e2%80%a8ausbildungs-handwerksmesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=178557","title":{"rendered":"trend-messe &#8211; 2019\u00e2\u20ac\u00a8Ausbildungs-  Handwerksmesse"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuell gibt es mindestens vier Problemfelder, mit denen sich das Handwerk auseinandersetzen muss:<br>\nNachwuchssorgen und Fachkr\u00e4ftemangel<br>\nUngel\u00f6ste Nachfolgeprobleme in vielen kleine und mittelst\u00e4ndischen Betrieben<br>\nDigitalisierung und rasanter technologischer Fortschritt<br>\nStrukturprobleme und wachsende Konkurrenz durch die Industrie in einigen Gewerken<br>\nAuf diese Herausforderungen m\u00f6chten und m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich auch mit der Ausrichtung der trend-messe reagieren und uns darauf einstellen. Dies ist jedoch kein Vorgang im Sinne des Umlegens eines Schalters. Es ist eher ein st\u00e4ndiger Anpassungsprozess vergleichbar der Darwin\u00e2\u20ac\u02dcschen Evolutionstheorie. Schon immer musste sich das Handwerk neuen Herausforderungen stellen und anpassen. Ganze Gewerke sind verschwunden, neue Branchen sind wie Phoenix aus der Auferstanden. Und das Handwerk hat mit dieser flexiblen Anpassungsstrategie \u00fcber Jahrhunderte erfolgreich \u00fcberlebt und wird \u2013 trotz der oben genannten Herausforderungen \u2013 auch in Zukunft \u00fcberleben.  Was f\u00fcr das gesamte Handwerk gilt, gilt im \u201eKleinen\u201c auch f\u00fcr die trend-messe.  Demzufolge  haben wir auch in diesem Jahr wieder einiges f\u00fcr das \u201eUpdate\u201c der trend-messe 2019 getan. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie erinnern sich: 1904 gab es die erste gro\u00dfe Gewerbeschau in Fulda. Nach den Wirren der beiden Weltkriege ging es 1972 weiter mit der Osthessenschau. Aus der Osthessenschau wurde dann in den 1990er Jahren die \u201eFachausstellung bauen\u201c bzw. ab 2005 die Baumesse. Aus der Baumesse wurde 2013 die trend-messe f\u00fcr Heim, Handwerk und Zukunft. Daraus ist in diesem Jahr nun die trend-messe als Ausbildungs- und Handwerksmesse geworden.  Erstmalig f\u00fchren wir also explizit den Begriff Ausbildungsmesse im Namen. Und das soll erst der Anfang sein f\u00fcr die weitere Anpassung und Zukunftsausrichtung der trend-messe an die Bed\u00fcrfnisse ihrer Aussteller, n\u00e4mlich das Handwerk und seine Zulieferer und Partner. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Handwerk fehlt ausreichender Nachwuchs. Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrg\u00e4nge aus dem Arbeitsleben in den n\u00e4chsten Jahren wird sich der Fachkr\u00e4ftemangel im Handwerk weiter versch\u00e4rfen.  Hinzu kommt, dass die Gro\u00dfbetriebe und Konzerne sich zunehmend aus der Ausbildung zur\u00fcckziehen. 2\/3 aller Dax-Betriebe haben ihre Ausbildungsquote in den letzten 10 Jahren deutlich reduziert. Sie sparen sich teure Ausbildung und bedienen sich lieber bei den gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften des Handwerks. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem WettbewerbDeshalb setzen wir konsequent darauf, die trend-messe auch immer mehr zu einer Plattform zur Gewinnung von Nachwuchs f\u00fcr das Handwerk auszubauen. Junge Menschen f\u00fcr einen Beruf zu begeistern gelingt nicht mit Hochglanzbrosch\u00fcren und realit\u00e4tsfernen Versprechungen. Wir wollen nicht \u00fcberreden, sondern wir m\u00f6chten \u00fcberzeugen. Deshalb laden wir junge Leute ein, auf der trend-messe zahlreiche Handwerksberufe praktisch auszuprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folglich haben wir das Thema Nachwuchsarbeit und Berufsorientierung in der Halle 7 neu ausgerichtet.  So gibt es nat\u00fcrlich ein unver\u00e4ndert gro\u00dfes Angebot an Lehrwerkst\u00e4tten, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Allerdings pr\u00e4sentieren sich diese \u201elebenden Werkst\u00e4tten\u201c in einer ganz neuen Aufmachung. An vielen Stellen hat dort in der Halle 7 die Digitalisierung Einzug gehalten. Virtuelle Planung am Bildschirm durch den \u201eH\u00e4uslebauer\u201c, BIM (Building Information Modeling) oder der digitale Simulator f\u00fcr die Ausbildung von Baumaschinenger\u00e4tef\u00fchrern sind nur einige Stichworte, die hier zu nennen sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt unserer zahlreichen \u201elebenden Werkst\u00e4tten\u201c befindet sich auf einer Fl\u00e4che von fast 200qm die Azubi-Lounge. Hier gibt es f\u00fcr alle Interessierten ein umfangreiches Informationsangebot sowohl in digitaler als auch analoger Form zu den Themen Berufsorientierung, Praktikum, Ausbildung, freie Lehrstellen, Berufsabitur oder auch duale Studieng\u00e4nge. Auszubildende aus den verschiedenen Gewerken stehen zum entspannten Talk in einer chilligen Atmosph\u00e4re und Umgebung zur Verf\u00fcgung. Und ein kleines Bistro sorgt dort f\u00fcr das leibliche Wohl. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Donnerstag und Freitag besuchen uns \u2013 wie jedes Jahr \u2013 wieder die Schulen klassenweise. An diesen beiden Tagen sind unsere Lehrwerkst\u00e4tten wieder fast vollst\u00e4ndig ausgebucht. Erstmals haben wir in diesem Jahr auch die Schulen aus den benachbarten Landkreisen eingeladen. Bei den Fleischern und B\u00e4ckern ist auch die Innung aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit dabei. Unser Bestreben ist, die trend-messe verst\u00e4rkt auch daf\u00fcr zu nutzen, um die Attraktivit\u00e4t Fuldas als Ausbildungsstandort \u00fcberregional bekannt zu machen. Denn Fulda kann seinen zuk\u00fcnftigen Bedarf an Auszubildenden und Fachkr\u00e4ften nicht mehr aus eigener Kraft stemmen. Konsequenterweise haben wir unsere Partner mit in die Azubi-Lounge mit eingebunden, die uns in diesem Bem\u00fchen aktiv unterst\u00fctzen. Zu nennen sind hier das Praktikumsjahr (www.praktikumsjahr.de), pings mit den Azubi-Campus (www.pings.de) sowie der Handwerkersommer des Regionalforums S\u00fcdwest (www.handwerkersommer.de).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu in diesem Jahr ist au\u00dferdem, dass wir erstmalig Jugendliche dazu einladen, sich als Einzelperson verbindlich zur Mitarbeit in einer oder mehreren unserer Lehrwerkst\u00e4tten anzumelden. Auch hierf\u00fcr werben wir weit \u00fcber die Landkreisgrenzen hinaus. Wer sich \u00fcber diesen Weg bei uns anmeldet (lehrstelle@ausbildungsplatzoffensive.de), erh\u00e4lt zwei zus\u00e4tzliche Freikarten f\u00fcr Eltern oder Angeh\u00f6rige und einen Verzehrbon f\u00fcr das Bistro in unserer Azubi-Lounge im Wert von 10 Euro. Aber auch ohne Anmeldung ist nat\u00fcrlich jeder eingeladen, bei unseren Werkst\u00e4tten in der Halle 7 vorbeizuschauen und mitzumachen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es da zahlreiche \u201eMehrfacht\u00e4ter\u201c gibt, die uns w\u00e4hrend der Messe wiederholt besuchen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu ausgerichtet haben wir auch den Innovationsabend am Donnerstag und die Verleihung des Innovationspreises. Erstmalig wird dies eine reine Handwerkerveranstaltung werden. Besonders gefreut hat uns, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche interessante Bewerbungen eingegangen sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles in allem investiert die Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen in diese Form der Nachwuchsarbeit einen hohen f\u00fcnfstelligen Betrag. Wir halten das aber f\u00fcr gut angelegtes Geld und f\u00fcr eine Investition in die Zukunft, wovon auch der Verbraucher letztlich wieder profitiert. Denn nur mit gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften sind unsere Betriebe in der Lage, dem Kunden die gew\u00fcnschte handwerkliche Leistung in hoher Qualit\u00e4t zu liefern.  Stehen Fachkr\u00e4fte nicht mehr in ausreichender Zahl zur Verf\u00fcgung, leiden sowohl die Handwerksbetriebe, denen Auftr\u00e4ge verloren gehen,  als auch die Verbraucher, die keinen geeigneten Handwerker mehr finden k\u00f6nnen. Erste Anzeichen f\u00fcr eine solche Entwicklung sind bei uns bereits zu erkennen, was uns gro\u00dfe Sorgen bereitet. <br>\nDeshalb leisten wir mit der trend-messe auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsf\u00f6rderung. Gerade dem kleineren Handwerksbetrieb, der es sich alleine nicht leisten kann, gr\u00f6\u00dfere Betr\u00e4ge f\u00fcr das Anwerben von Fachkr\u00e4ften auszugeben, helfen wir mit dieser Form der gewerke\u00fcbergreifenden Nachwuchsarbeit, die frei ist von Interessen eines einzelnen Arbeitgebers. <br>\nWir sind dankbar, dass wir bei dieser Nachwuchsarbeit auch von der Handwerkskammer Kassel unterst\u00fctz werden. Wir freuen uns auch \u00fcber unser \u201eAnkermieter\u201c wie den Grillf\u00fcrsten oder auch EFM und TechnikPlus. Sicherlich dominieren diese Partner aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe an mancher Stelle die Au\u00dfendarstellung der trend-messe. Auf der anderen Seite sind diese Gro\u00dfaussteller ein wichtiges Fundament f\u00fcr die dauerhafte Absicherung der trend-messe, von der wir dann ja alle wieder profitieren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Froh sind wir auch \u00fcber die enge Partnerschaft zur Messegesellschaft Kinold, die das wirtschaftliche Risiko dieser Messe tr\u00e4gt. Diese Partnerschaft geht in diesem Jahr in die siebte Runde. Sie zeigt, dass die trend-messe zu einem Erfolgsmodell geworden ist und dass in dem Messestandort Fulda Potential steckt. Wir w\u00fcnschen uns deshalb eine behutsame Weiterentwicklung dieses Messestandortes. Denn trotz fortschreitender Digitalisierung der Wirtschaft sind Messen in Deutschland unver\u00e4ndert interessant. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Aktuell gibt es mindestens vier Problemfelder, mit denen sich das Handwerk auseinandersetzen muss: Nachwuchssorgen und Fachkr\u00e4ftemangel Ungel\u00f6ste Nachfolgeprobleme in vielen kleine und mittelst\u00e4ndischen Betrieben Digitalisierung und rasanter technologischer Fortschritt Strukturprobleme und wachsende Konkurrenz durch die Industrie in einigen Gewerken Auf diese Herausforderungen m\u00f6chten und m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich auch mit der Ausrichtung der trend-messe reagieren und &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-178557","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=178557"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":178558,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/178557\/revisions\/178558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=178557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=178557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=178557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}