{"id":178473,"date":"2019-03-11T14:53:21","date_gmt":"2019-03-11T13:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=178473"},"modified":"2019-03-11T14:53:22","modified_gmt":"2019-03-11T13:53:22","slug":"massschneider-ausbildung-in-der-max-eyth-schule-oeffnet-moeglichkeiten-in-der-mode-weltweit-modenschau-am-4-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=178473","title":{"rendered":"Ma\u00dfschneider-Ausbildung in der Max-Eyth-Schule \u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten in der Mode weltweit \u2013 Modenschau am 4. April"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die N\u00e4hmaschinen im Ausbildungsbereich der Ma\u00dfschneiderinnen und Ma\u00dfschneider rattern in diesen Tagen noch ein wenig lauter, schneller und aufgeregter als sonst, denn drei Ausbildungsjahrg\u00e4nge arbeiten dort dem Highlight des Jahres entgegen: Allj\u00e4hrlich im Fr\u00fchling n\u00e4mlich wird Alsfeld zu einem Modemekka. Dann pr\u00e4sentierten an die f\u00fcnfzig angehenden Mode- und Ma\u00dfschneider ihre Jahrgangsarbeiten, die sie unter einem selbstgew\u00e4hlten Thema gefertigt und zuvor selbst entworfen haben. In diesem Jahr lautet das Motto \u201eFernweh\u201c. Die jungen Modek\u00fcnstler haben eine Reise um die Welt vorbereitet, interpretieren landestypische Schnitte und Muster, aber auch Landschaften, Farben und auch das eine oder andere Klischee.<br>\n\u201eDie Ausrichtung der Modenschau ist die K\u00f6nigsdisziplin in unserer Ausbildung\u201c, erl\u00e4utert Ruth Henkel. Die Damen- und Herrenschneidermeisterin und Schnittdirektrice ist eine von vier Ausbilderinnen und zwei Berufsschullehrerinnen an der Alsfelder Max-Eyth-Schule, die eine vollschulische Ausbildung mit Gesellenpr\u00fcfung vor der Handwerkskammer anbietet. \u201eHier werden alle Kompetenzen abgefragt, die eine gute Ma\u00dfschneiderin, ein guter Ma\u00dfschneider braucht: Zu der Fertigung der Kleidungsst\u00fccke, die je nach Ausbildungsstand unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben, geh\u00f6ren n\u00e4mlich neben der Idee f\u00fcr einen guten Entwurf und die handwerklich perfekte Ausf\u00fchrung der N\u00e4harbeiten auch die Auswahl und Beschaffung der Stoffe und Accessoires sowie das Beherrschen unterschiedlichster N\u00e4htechniken. Hinzu kommen Zeitmanagement und vorausausschauendes Arbeiten. Die Damen und Herren im dritten Lehrjahr, die mit der Organisation und Durchf\u00fchrung der Modenschau betraut sind, m\u00fcssen dar\u00fcber hinaus auch auf diesem Gebiet zeigen, was sie k\u00f6nnen \u2013 Eventplanung, wirtschaftliches Denken, \u00d6ffentlichkeitsarbeit \u2013 hier sind viele Kompetenzen gefragt.\u201c<br>\nVerschiedenen Kompetenzen und vielf\u00e4ltige Interessen werden auch in der Ausbildung selbst geschult und gef\u00f6rdert. \u201eDas Sch\u00f6ne an diesem Beruf ist, dass man sp\u00e4ter schier unendlich viele Einsatzm\u00f6glichkeiten hat\u201c, f\u00fcgt Fachbereichsleiterin Susanne Fricke hinzu: \u201eAuszubildende mit k\u00fcnstlerischer Ader mag es vielleicht an ein Theater ziehen, andere k\u00f6nnen ihre Technikleidenschaft ausleben und nach der Ausbildung eine Aufgabe in der industriellen Textilfertigung wahrnehmen. Wieder andere k\u00f6nnen ein Designstudium anschlie\u00dfen oder sich mit einem eigenen Atelier selbstst\u00e4ndig machen.\u201c Diese und viele weitere M\u00f6glichkeiten haben die jungen Menschen, die in diesem Jahr im dritten Lehrjahr sind und somit kurz vor der Gesellenpr\u00fcfung stehen. \u201eMit der Pr\u00fcfung vor der Handwerkskammer wird ganz deutlich, dass unsere Ausbildung auf einem Niveau mit der Lehre in einem Handwerksbetrieb steht\u201c, so Henkel, die \u00fcberzeugt ist, dass durch die Unabh\u00e4ngigkeit von wirtschaftlich notwendigen Auftr\u00e4gen mehr Vielfalt gelehrt und gelernt werden kann. Die jungen Frauen und wenigen M\u00e4nner, die aus ganz Deutschland nach Alsfeld kommen, um genau hier ihre Karriere in der Modewelt zu starten, profitieren von dieser Freiheit genauso wie von dem guten, fast famili\u00e4ren Miteinander, das sie hier verbindet. \u201eGerade die j\u00fcngeren Auszubildenden, die direkt nach der Schule zum ersten Mal von zuhause weg sind und nach Alsfeld kommen, sind in diesem Umfeld gut aufgehoben\u201c, finden Ausbilderinnen und Schulleitung gleicherma\u00dfen; schlie\u00dflich ist es \u00fcberschaubar mit erschwinglichem Wohnraum und nah an verschiedenen Mittelzentren und Metropolen, in denen man riesige Stoffauswahlen und ganz viel Inspiration findet.<br>\nLetztere teilen die jungen Stoffk\u00fcnstler meist gerne untereinander: Mit verschiedenen Ideen haben sie teilweise gemeinsam ihre Modelle f\u00fcr die Modenschau entwickelt, sich kritisiert und angeregt. \u201eEs ist immer wieder sch\u00f6n zu sehen, wie eine solche Gruppe sich gegenseitig befruchtet, obwohl oder gerade, weil sie alle so verschieden sind\u201c, erg\u00e4nzt Fricke. Doch damit nicht genug: Als Europaschule pflegt die Max-Eyth-Schule intensive Kontakte zu Schulen und Einrichtungen im europ\u00e4ischen Ausland. Davon profitiert auch die Abteilung Textiltechnik und Bekleidung, die ihren Auszubildenden regelm\u00e4\u00dfige Praktika im Ausland erm\u00f6glicht: Hoch im Kurs steht derzeit Italien. In verschiedenen kleinen, aber feinen Handwerksbetrieben in Vicenza erlernen die jungen Leute ganz neue Aspekte der Handarbeit, der Schnittf\u00fchrung oder der Arbeit von Schmucktechniken. Und das auch noch ohne zus\u00e4tzliche Kosten, denn in der Europaschule sind solche Auslandsaufenthalte \u00fcber das Erasmus-Programm finanziert. Regelm\u00e4\u00dfig statten auch die Ausbilderinnen und der Abteilungsleiter den Partnerbetrieben Besuche ab, zum einen, um in Kontakt zu bleiben, zum anderen, um die hohe Qualit\u00e4t permanent sicherzustellen.<br>\n\u201eUnsere Auszubildenden haben mit ihrem Gesellenbrief alle M\u00f6glichkeiten in der Modewelt\u201c, zeigen sich Henkel und Fricke \u00fcberzeugt: \u201eWer in der Modebranche etwas werden will, der kommt um Alsfeld nicht herum\u201c, so ihr selbstbewusstes Statement. Viele Erfolgsgeschichten ihrer ehemaligen Auszubildenden geben ihnen Recht, und auch die Modenschau, mit der erstes bis drittes Lehrjahr am 4. April ihr K\u00f6nnen unter Beweis stellen, wird dies eindr\u00fccklich unterstreichen. <br>\nDie Anmeldefrist f\u00fcr die Ausbildung zur Ma\u00dfschneiderin oder zum Ma\u00dfschneider an der Max-Eyth-Schule hat begonnen. Interessenten aus ganz Deutschland und teilweise auch aus der ganzen Welt stehen in den Startl\u00f6chern. Ihre Karriere k\u00f6nnte in Alsfeld beginnen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2019-02-21_Ma\u00dfschneiderinnen-1-betrieb-600x400.jpg\" alt=\"\" data-id=\"178474\" data-link=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?attachment_id=178474\" class=\"wp-image-178474\"\/><figcaption>Mit Rat und Tat stehen die Ausbilderinnen den angehenden Ma\u00dfschneiderinnen zur Seite, damit das Ergebnis am Ende perfekt wird.\n<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2019-02-21_Ma\u00dfschneiderinnen-3-royal-600x400.jpg\" alt=\"\" data-id=\"178476\" data-link=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?attachment_id=178476\" class=\"wp-image-178476\"\/><figcaption>Fernweh zu den Royals: Yasemin Ermak zeigt ihre Interpretation von k\u00f6niglicher Mode.<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die N\u00e4hmaschinen im Ausbildungsbereich der Ma\u00dfschneiderinnen und Ma\u00dfschneider rattern in diesen Tagen noch ein wenig lauter, schneller und aufgeregter als sonst, denn drei Ausbildungsjahrg\u00e4nge arbeiten dort dem Highlight des Jahres entgegen: Allj\u00e4hrlich im Fr\u00fchling n\u00e4mlich wird Alsfeld zu einem Modemekka. 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