{"id":178313,"date":"2019-03-02T10:23:34","date_gmt":"2019-03-02T09:23:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=178313"},"modified":"2019-03-02T10:23:36","modified_gmt":"2019-03-02T09:23:36","slug":"der-arbeitsmarkt-im-februar-bestaendigkeit-am-hessischen-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=178313","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im Februar Best\u00e4ndigkeit am hessischen Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem saisontypischen Anstieg im Januar ist die Arbeitslosigkeit in Hessen wieder leicht zur\u00fcckgegangen. Weiterhin sind deutlich weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.&nbsp;Mit rund 155.700 Menschen ist dies erneut der niedrigste Monatswert seit 1992.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUnabh\u00e4ngig von saisonal bedingten Schwankungen hat der hessische Arbeitsmarkt seinen Kurs in Richtung niedriger Arbeitslosigkeit und hohem Besch\u00e4ftigungsniveau beibehalten. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass diese anhaltend positive Entwicklung zunehmend auch Menschen zugutekommt, die bereits l\u00e4ngere Zeit arbeitslos sind\u201c, betont Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch d\u00fcrfe man nicht aus den Augen verlieren, dass es auch Hinweise auf ein Nachlassen der Dynamik gebe: \u201eObwohl wir aktuell keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt beobachten k\u00f6nnen, gibt es Faktoren, die durchaus auf ein sich abschw\u00e4chendes Wachstum hindeuten\u201c, erg\u00e4nzt Martin. \u201eDazu z\u00e4hlen gesunkene Stellenzug\u00e4nge aus den Unternehmen sowie Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckg\u00e4nge in dem als Fr\u00fchindikator geltenden Bereich der Arbeitnehmer\u00fcberlassung. Auch die Anzahl derjenigen, die sich fr\u00fchzeitig arbeitsuchend melden, ist wieder angestiegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders vor dem Hintergrund einer sich wandelnden, zunehmend technisierten Arbeitswelt sei es wichtig, gute Qualifizierungen mitzubringen. \u201eAusbildung und Qualifizierung sind nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit\u201c, betont Martin. \u201eF\u00fcr einen Ungelernten ist das Risiko arbeitslos zu werden dreimal so hoch wie f\u00fcr eine Fachkraft. Je nach Beruf ist dieser Unterschied sogar noch st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt, beispielsweise bei Handelsberufen sogar f\u00fcnfmal so hoch. Besonders junge Menschen sollten dies nach der Schule im Auge behalten und auf gute Qualifizierung setzen. Erfreulich ist, dass im letzten Ausbildungsjahr 500 Ausbildungsvertr\u00e4ge mehr abgeschlossen wurden. Der hessische Ausbildungsmarkt wird zunehmend von jungen Menschen mit Migrationshintergrund gest\u00fctzt. F\u00fcr das laufende Jahr rechne ich mit einem weiteren Anstieg der Bewerber.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Arbeitslosigkeit in Hessen: Entwicklung im Februar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 2019 waren insgesamt 155.679 Menschen in Hessen arbeitslos gemeldet. Das waren 1.186 Frauen und M\u00e4nner weniger (-0,8 Prozent) als im Januar und 10.349 weniger (-6,2 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,6 Prozent und war damit 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Februar 2018. Dies ist die niedrigste Quote in einem Februar seit dem Jahr 1981.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Saisonbereinigt sank die Zahl gegen\u00fcber dem Vormonat um 1.000 Personen, zum Vorjahr war es ein R\u00fcckgang um 10.000.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahl machte sich gegen\u00fcber dem Vorjahr bei allen Personengruppen bemerkbar. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Entwicklungen unterschiedlich aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend es gegen\u00fcber Januar 2019 einen R\u00fcckgang bei den Langzeitarbeitslosen: -2,4 Prozent, Menschen ab 50 Jahren: -2,2 Prozent und Frauen: -1,9 Prozent gab, waren mehr Jugendliche unter 25 Jahren: + 6,8 Prozent; Ausl\u00e4nder: +0,2 Prozent und M\u00e4nner: +0,1 Prozent im Februar arbeitslos gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vergleich zum Vorjahr gab es hingegen bei allen Personengruppen ein deutliches Minus: Langzeitarbeitslose: -13,1 Prozent; Frauen: -8,0 Prozent; Jugendliche unter 25 Jahren: -6,1 Prozent; Menschen ab 50 Jahre: -6,1 Prozent; M\u00e4nner: -4,8 Prozent und Ausl\u00e4ndern: -3,8 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit mitz\u00e4hlt, belief sich im Februar 2019 auf 220.095 Personen. Das waren 11.035 weniger (-4,8 Prozent) als vor einem Jahr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklung in den Rechtskreisen: Deutlich weniger Arbeitslose in der Grundsicherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahl der Arbeitslosen war in beiden Rechtskreisen r\u00fcckl\u00e4ufig. Dies gilt sowohl f\u00fcr den Vormonats-, als auch f\u00fcr den Vorjahresvergleich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) ging die Arbeitslosigkeit um -0,6 Prozent gegen\u00fcber Januar zur\u00fcck und um -0,8 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) waren es -0,9 Prozent zum Vormonat und deutliche -9,2 Prozent zum Vorjahresmonat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt z\u00e4hlten im Februar 37,2 Prozent (57.958) aller Arbeitslosen in Hessen zum Rechtskreis SGB III. 62,8 Prozent (97.721) waren dem Rechtskreis SGB II zugeordnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung: Positiver Trend h\u00e4lt an<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der hochgerechnete, vorl\u00e4ufige Wert der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Dezember 2018 belief sich auf 2.630.500. Mit einem Anstieg um 2,5 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr liegt Hessen somit weiterhin \u00fcber dem Niveau des Bundes (+2,2 Prozent) und Westdeutschlands (+2,3 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung zeigte sich in nahezu allen Wirtschaftszweigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gab es im Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel, dem Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, dem Bereich Verkehr und Lagerei sowie dem Gesundheitswesen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Offene Stellen: Stellenzugang niedriger als im Vorjahr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 2019 waren bei den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 54.143 offene Stellen gemeldet. Das waren 670 Stellen (+1,3 Prozent) mehr als im Januar und 1.483 Stellen (+2,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.&nbsp;Der Stellenzugang fiel im Februar mit 14.171 (+3.258 Stellen oder +29,9 Prozent) deutlich h\u00f6her aus als im Vormonat, lag aber mit -2.464 Stellenzug\u00e4ngen (-14,8 Prozent) ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Regionen: Noch neun Kreisquoten unter der Vier-Prozent-Marke<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der leichte R\u00fcckgang der Arbeitslosenzahlen hat sich in den meisten Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten lediglich gering auf die Arbeitslosenquote ausgewirkt. Aktuell weisen noch 9 der 26 hessischen Kreise eine Arbeitslosenquote unter 4 Prozent auf, zwei Kreise liegen bei genau 4,0 Prozent. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent bleibt der Landkreis Fulda trotz eines Anstiegs um 0,1 Prozentpunkte gegen\u00fcber dem Vormonat weiterhin an der Spitze. Unter der Vier-Prozent-Marke lagen zudem die Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Vogelsberg, Wetterau, Hochtaunus, Main-Taunus und der Kreis Bergstra\u00dfe.&nbsp;Die h\u00f6chste Arbeitslosenquote gab es mit 9,2 Prozent in der Stadt Offenbach, die allerdings gegen\u00fcber dem Vormonat den st\u00e4rksten R\u00fcckgang von 0,3 Prozentpunkte aufwies.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den deutlichsten R\u00fcckgang zum Vorjahr gab es im Schwalm-Eder Kreis (-13,6 Prozent). Anstiege wurden in drei Kreisen verzeichnet: In Marburg Biedenkopf (+2,8 Prozent), in Waldeck-Frankenberg (+1,0 Prozent) und in Limburg-Weilburg (+0,1 Prozent).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeitslosenquoten der Regierungsbezirke Kassel, Gie\u00dfen und Darmstadt verteilten sich wie folgt: Kassel: 4,3 Prozent, Gie\u00dfen: 4,7 Prozent, Darmstadt: 4,7 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fl\u00fcchtlinge: 10,4 Prozent der Arbeitslosen mit Fluchthintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 2019 waren 16.153 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet. Das waren 486 Menschen mehr (+3,1 Prozent) als im Januar. Vor einem Jahr hatten 15.137 Menschen einen Fluchthintergrund. 37.658 Personen und damit in etwa so viele wie im Vorjahresmonat waren arbeitsuchend gemeldet. Gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen hatten 10,4 Prozent einen Fluchthintergrund.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Nach einem saisontypischen Anstieg im Januar ist die Arbeitslosigkeit in Hessen wieder leicht zur\u00fcckgegangen. 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