{"id":177920,"date":"2019-02-14T16:51:15","date_gmt":"2019-02-14T15:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=177920"},"modified":"2019-02-14T16:54:34","modified_gmt":"2019-02-14T15:54:34","slug":"fulda-ist-deutschlands-erste-sternenstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=177920","title":{"rendered":"Fulda ist Deutschlands erste Sternenstadt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_177927\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-177927\" class=\"size-thumbnail wp-image-177927\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690-265x398.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690-265x398.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690-177x265.jpg 177w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/SternenstadtPK1-e1550159667690.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-177927\" class=\"wp-caption-text\">BU: vordere Reihe (von links): Stadtbaurat Daniel Schreiner, Sabine Frank (Projektkoordinatorin Sternenpark Rh\u00f6n), Martin Heun (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rh\u00f6nEnergie Fulda),<br \/>mittlere Reihe: Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Dr. Arnt Meyer (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rh\u00f6nEnergie Fulda),<br \/>hintere Reihe: Torsten Raab (Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n), Matthias Hahner (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer OsthessenNetz) und Dominik H\u00f6hl (Projektkoordinator Sternenstadt Fulda).<br \/>Foto: Stadt Fulda<\/p><\/div>\n<p>Fulda m\u00f6chte gegen die Lichtverschmutzung weiterhin Zeichen setzen und hat nun f\u00fcr diese Anstrengungen auch international Anerkennung erfahren: Die in den USA ans\u00e4ssige International Dark-Sky-Association (IDA) hat vor Kurzem die Bewerbung der Stadt um den Status Dark-Sky-Community positiv beschieden. Fulda ist damit die erste \u201eSternenstadt\u201c Deutschlands! Weltweit ist Fulda nun die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt, die diesen Status erhalten hat; in Europa ist Fulda unter insgesamt f\u00fcnf Kommunen sogar die gr\u00f6\u00dfte Stadt.<\/p>\n<p>Bei einem Pressetermin heute Mittag im Fuldaer Stadtschloss zeigten sich Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sowie der zust\u00e4ndige Umweltdezernent der Stadt, Stadtbaurat Daniel Schreiner, hocherfreut \u00fcber die Zusage aus den USA: \u201eDie Bewerbung war durchaus ein Kraftakt, und ich bin froh, dass sie zum Erfolg gef\u00fchrt hat. Das Signal lautet: Ein gro\u00dfer Teil der Lichtverschmutzung ist vermeidbar, und wir wollen mit intelligenten L\u00f6sungen als Vorbild f\u00fcr andere Kommunen vorangehen \u201c, betonte Wingenfeld. Der Titel \u201eSternenstadt\u201c bedeute keinesfalls, dass es nun auf Fuldas Stra\u00dfen dunkler werden: \u201eAber Licht geh\u00f6rt auf den Gehsteig und die Stra\u00dfe \u2013 und nicht in den Himmel.\u201c Die Stadt schaffe es damit auf vorbildliche Weise, \u201eUrbanit\u00e4t und \u00d6kologie in Einklang zu bringen\u201c.<\/p>\n<p>Stadtbaurat Schreiner erg\u00e4nzte, zu viel und vor allem falsch gerichtetes, schlecht gesteuertes Licht in kalten Lichtfarben beeintr\u00e4chtige nachweislich das Leben vieler nachtaktiver Arten, st\u00f6re Pflanzen und belaste die Gesundheit der Menschen. \u201eDas muss nicht sein\u201c, so Schreiner. Es sei leicht m\u00f6glich, k\u00fcnstliches Licht standort- und bedarfsgerecht einzusetzen. \u201eSo kann man Lichtverschmutzung vermeiden, Kosten senken und durch Energieeinsparung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.\u201c Bei intelligentem Einsatz von k\u00fcnstlichem Licht lie\u00dfen sich dabei Einschr\u00e4nkungen in Komfort und Sicherheit ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Bewerbung als \u201eSternenstadt\u201c hat die Stadt Fulda bereits eine Richtlinie verabschiedet, die dazu beitragen soll, das Erscheinungsbild der Stadt Fulda vor Verunstaltung und \u00dcberinszenierung durch falsch eingesetztes Licht zu sch\u00fctzen. Die Richtlinie ist zun\u00e4chst eine Selbstverpflichtung der Stadt, bei eigenen Beleuchtungsanlagen alle Formen von Lichtverschmutzung zu minimieren. Zugleich soll die Richtlinie auch private Bauherren und Planern sowie Gesch\u00e4ftsleuten und Gewerbetreibenden wichtige Handreichungen f\u00fcr eine energiesparende, klimafreundliche Lichtoptimierung bieten. Die Stadt will dabei f\u00fcr eine freiwillige Mitwirkung sensibilisieren und bietet auch entsprechende Beratung an. Fulda geht seit vielen Jahren mit gutem Beispiel voran und setzt bei Neuerrichtung von \u00f6ffentlichen Beleuchtungsanlagen generell zeitliche Steuerungen zum Dimmen und Abschalten der modernen LED-Leuchten ein.<\/p>\n<p>Gerade mit Blick auf die st\u00e4dtische Stra\u00dfenbeleuchtung profitiert die Stadt von der jahrelangen Expertise des kommunalen Energieversorgers, der Rh\u00f6nEnergie Fulda-Gruppe mit ihrem Tochterunternehmen OsthessenNetz. Bei dem Pressetermin im Stadtschloss erl\u00e4uterte OsthessenNetz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Matthias Hahner: \u201eImmer mehr Menschen erkennen und fordern einen verantwortungsvolleren Umgang mit Licht. Doch als wir vor ca. 20 Jahren damit begannen, die \u00fcberall verbreiteten Quecksilberdampflampen durch insektenfreundliche Natriumdampflampen auszutauschen, waren wir damit noch Umwelt-Pioniere.\u201c Seither habe die Rh\u00f6nEnergie Fulda ihren Einsatz f\u00fcr den Schutz der Nacht Jahr f\u00fcr Jahr intensiviert und dabei wichtige Impulse gegeben. In Fulda wurden bereits mehr als 500 Altstadtleuchten in Fulda auf umweltfreundliche LED-Leuchten umger\u00fcstet. In der Zeit zwischen 22.30 und 5.30 Uhr sind sie um 50 Prozent gedimmt. Ersparnis: ca. 80.000 kWh pro Jahr. Weitere Informationen zum Thema nachhaltige Beleuchtung in der Region Fulda finden Sie im Internet unter www.re-fd.de\/mein-magazin<\/p>\n<p>Die Bewerbung der Stadt Fulda stand unter anderem im engen Zusammenhang mit der Initiative \u201eSternenpark\u201c im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n wurde bereits im Jahr 2014 von der IDA als Sternenpark anerkannt. Fuldas Auszeichnung als \u201eSternenstadt\u201c bildet nun das urbane Pendant zum bestehenden l\u00e4ndlichen Sternenpark \u2013 \u201eeine in dieser Kombination weltweit einmalige Konstellation\u201c, betonten Torsten Raab von der hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n und Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank. Sie erg\u00e4nzten: \u201eAufgrund der gro\u00dfen Streuwirkung des Lichts profitiert auch der Sternenhimmel der Rh\u00f6n von den Bem\u00fchungen der Stadt.\u201c Auch touristisch k\u00f6nnten beide Projekte sich gegenseitig befruchten. Schon jetzt gebe es in der Stadt astronomische Sternenstadtspazierg\u00e4nge, die auch die Aspekte der Lichtverschmutzung thematisieren. Weitere Informationen unter https:\/\/biosphaerenreservat-rhoen.de\/sternenpark<\/p>\n<p><em>Hintergrund:<\/em><\/p>\n<p><em>Die Stadt Fulda hatte sich am 20. Dezember 2017 offiziell bei der International Dark Sky Association (IDA) als Sternenstadt beworben und wurde von Dr. Andreas H\u00e4nel von der Fachgruppe Dark Sky \u201eInitiative gegen Lichtverschmutzung\u201c offiziell nominiert. Die finalen Bewerbungsunterlagen wurde im November 2018 bei der IDA eingereicht. Im Januar 2019 erfolgte die Zusage der IDA, dass die Bewerbung erfolgreich war.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda m\u00f6chte gegen die Lichtverschmutzung weiterhin Zeichen setzen und hat nun f\u00fcr diese Anstrengungen auch international Anerkennung erfahren: Die in den USA ans\u00e4ssige International Dark-Sky-Association (IDA) hat vor Kurzem die Bewerbung der Stadt um den Status Dark-Sky-Community positiv beschieden. Fulda ist damit die erste \u201eSternenstadt\u201c Deutschlands! 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