{"id":177102,"date":"2019-01-14T19:54:00","date_gmt":"2019-01-14T18:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=177102"},"modified":"2019-01-14T19:54:00","modified_gmt":"2019-01-14T18:54:00","slug":"pfeiffersches-druesenfieber-die-geheime-volkskrankheit-die-wichtigsten-fakten-auf-einen-blick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=177102","title":{"rendered":"Pfeiffersches Dr\u00fcsenfieber \u2013 die geheime Volkskrankheit &#8211; Die wichtigsten Fakten auf einen Blick"},"content":{"rendered":"<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\"><strong>Das Pfeiffersche Dr\u00fcsenfieber ist eine h\u00e4ufig auftretende Viruserkrankung, ausgel\u00f6st durch das Epstein-Barr-Virus (EBV). In Westeuropa sollen es \u00fcber 95 Prozent der unter 30-J\u00e4hrigen in sich tragen. Was hinter dieser Krankheit steckt, wie sie zu erkennen ist und was Betroffene dagegen tun k\u00f6nnen, wei\u00df Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\"><strong>Ansteckung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">Infizierte Personen \u00fcbertragen das Epstein-Barr-Virus vorwiegend durch Speichelkontakt, weshalb die Krankheit auch unter dem Namen \u201eKuss-Krankheit\u201c bekannt ist. Wegen der langen Inkubationszeit geben Infizierte die Krankheit h\u00e4ufig unwissentlich weiter. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch vergehen zwei bis acht Wochen. Noch Monate nach der Ansteckung, wenn die Krankheit \u00fcberwunden scheint, lassen sich die Viren in hoher Zahl im Speichel nachweisen. \u201eMenschen, die am Pfeifferschen Dr\u00fcsenfieber erkrankt sind, erwerben damit f\u00fcr gew\u00f6hnlich eine lebenslange Immunit\u00e4t\u201c, so Dr. Wolfgang Reuter. Da der Erreger im K\u00f6rper \u00fcberlebt, bleiben einmal Erkrankte aber auch in Zukunft potenzielle \u00dcbertr\u00e4ger des Virus. Die gute Nachricht: Nicht jede Infektion f\u00fchrt zwingend zu einer Erkrankung.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\"><strong>Krankheitsverlauf<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">Das Pfeiffersche Dr\u00fcsenfieber ist eine ungef\u00e4hrliche Erkrankung, bei der es nur selten zu Komplikationen kommt. Die Symptome \u00e4hneln zu Beginn h\u00e4ufig denen einer Erk\u00e4ltung: Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, Halsweh, leichtes Fieber, starke M\u00fcdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgef\u00fchl. \u201eTreten neben diesen unspezifischen Beschwerden weitere Symptome auf, beispielsweise eine Mandelentz\u00fcndung, geschwollene Lymphknoten oder Schmerzen an Leber oder Milz, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das Pfeiffersche Dr\u00fcsenfieber\u201c, erkl\u00e4rt der DKV Gesundheitsexperte. Alle Altersgruppen k\u00f6nnen davon betroffen sein, wobei kleine Kinder meist nur Symptome einer leichten Erk\u00e4ltung zeigen. Jugendliche und Erwachsene haben mit st\u00e4rkeren Symptomen zu k\u00e4mpfen, die h\u00e4ufig nach ein bis drei Wochen nachlassen. \u201eEinige Erkrankte klagen allerdings noch nach Wochen oder Monaten \u00fcber M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung\u201c, berichtet der Gesundheitsexperte. \u201eBei solchen Verl\u00e4ufen gilt es, nicht die Geduld zu verlieren und den K\u00f6rper weiter zu schonen.\u201c<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\"><strong>Eine h\u00e4ufig unentdeckte Krankheit<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">Gerade bei Kindern ist es schwierig, anhand der Symptome die Diagnose \u201ePfeiffersches Dr\u00fcsenfieber\u201c zu stellen. Aber auch bei Erwachsenen verl\u00e4uft die Krankheit in unterschiedlicher Auspr\u00e4gung. Besteht der Verdacht, dass es sich nicht blo\u00df um eine Erk\u00e4ltung handelt, kann der Arzt ab der zweiten Krankheitswoche eine Blutuntersuchung anordnen. Ist die Zahl der Lymphozyten, einer Untergruppe der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen, auffallend erh\u00f6ht, ist wahrscheinlich das EBV am Werk. Zus\u00e4tzlich geben Antik\u00f6rper gegen das Virus einen Hinweis auf die Erkrankung. Mittels Ultraschall pr\u00fcft der Mediziner, ob Milz, Leber und Lymphknoten vergr\u00f6\u00dfert sind. Denn bei 70 Prozent der Erkrankten schwellen diese Organe an, was Schmerzen verursachen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\"><strong>Das beste Mittel: Ruhe<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" width=\"100%\">Gegen das Pfeiffersche Dr\u00fcsenfieber gibt es kein Medikament. \u201eDas Wichtigste ist, dass sich erkrankte Personen schonen. Das bedeutet: Ruhe, viel Schlaf und k\u00f6rperliche Belastung vermeiden\u201c, betont Reuter. Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente machen die unangenehmen Symptome ertr\u00e4glicher. Bei komplexen Verl\u00e4ufen kann es unter Umst\u00e4nden notwendig sein, Medikamente gegen die Vermehrung des Virus oder Kortison zur Abschwellung der Lymphknoten im Rachenraum zu geben. \u201eBetroffene sollten sich nicht \u00fcbernehmen\u201c, empfiehlt der Gesundheitsexperte. \u201eSolange sie sich noch krank und energielos f\u00fchlen, ist es zu fr\u00fch, um wieder in die Schule oder zur Arbeit zu gehen.\u201c Sportliche Aktivit\u00e4ten und das Heben von schweren Gegenst\u00e4nden sollten Genesene noch innerhalb der folgenden sechs bis acht Wochen vermeiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Pfeiffersche Dr\u00fcsenfieber ist eine h\u00e4ufig auftretende Viruserkrankung, ausgel\u00f6st durch das Epstein-Barr-Virus (EBV). In Westeuropa sollen es \u00fcber 95 Prozent der unter 30-J\u00e4hrigen in sich tragen. 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