{"id":177033,"date":"2019-01-09T09:04:57","date_gmt":"2019-01-09T08:04:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=177033"},"modified":"2019-01-09T09:06:12","modified_gmt":"2019-01-09T08:06:12","slug":"schneelast-wie-hausbesitzer-ihre-daecher-schuetzen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=177033","title":{"rendered":"Schneelast &#8211; Wie Hausbesitzer ihre D\u00e4cher sch\u00fctzen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00e4llt sehr viel Schnee, so wie derzeit im S\u00fcden Deutschlands, \u00e4chzen die D\u00e4cher unter der kalten Last. Hausbesitzer sorgen sich dann: H\u00e4lt das Dach der Belastung stand? Wann sie handeln m\u00fcssen und wie sie sich gegen Sch\u00e4den absichern k\u00f6nnen, wei\u00df Tanja Cronenberg, Versicherungsexpertin von ERGO.<\/p>\n<p>Wie viel Schneelast (ver)tr\u00e4gt mein Dach?<\/p>\n<p>\u201eIn der Regel ist die Tragf\u00e4higkeit eines Daches um ein Vielfaches h\u00f6her als die normalerweise in einer Region zu erwartenden Schneelasten\u201c, so Tanja Cronenberg, Versicherungsexpertin von ERGO. Dennoch ist es empfehlenswert, sich \u00fcber die Belastbarkeit zu informieren. Wichtige Faktoren dabei sind die Dachform und die geografische Lage des Hauses. Auf Flachd\u00e4chern bleibt der Schnee l\u00e4nger liegen als auf D\u00e4chern mit einem steilen Giebel, von denen der Schnee leichter abrutscht. Ein Flachdach muss damit mehr Last tragen k\u00f6nnen als ein Steildach. Und nicht \u00fcberall in Deutschland f\u00e4llt gleich viel Schnee im Winter. Daher ist Deutschland in verschiedene Schneelastzonen unterteilt: Wer beispielsweise im Bayerischen Wald wohnt, muss mit st\u00e4rkerem Schneefall rechnen als ein Hamburger. Die D\u00e4cher m\u00fcssen entsprechend auf unterschiedlich hohe Schneelasten ausgerichtet sein. In welcher Schneelastzone ihr Haus liegt, erfahren Hausbesitzer beispielsweise beim zust\u00e4ndigen Bauamt. \u201eEinen Grenzwert f\u00fcr die Tragf\u00e4higkeit des eigenen Daches sollten Hausbesitzer im Standsicherheitsnachweis ihres Hauses finden\u201c, sagt die ERGO Expertin. Falls diese Unterlagen nicht vorhanden sind, k\u00f6nnen \u00f6rtliche Ingenieur- oder Architekturb\u00fcros sowie Dachdecker die maximale Belastbarkeit des Daches errechnen.<\/p>\n<p>Dach vom Schnee befreien?<\/p>\n<p>Kommt es zu schwerem Schneefall, hilft diese Angabe bei der Einsch\u00e4tzung, ob das Dach der dicken Schneedecke standh\u00e4lt oder ob ger\u00e4umt werden muss. Die aktuell vorhandene Schneelast k\u00f6nnen Hausbesitzer von Fachleuten ermitteln lassen. \u201eDachdecker oder die Feuerwehr nehmen daf\u00fcr Schneeproben an drei unterschiedlichen Stellen auf dem Dach. Anschlie\u00dfend wiegen sie die Schneeproben. Ob das Dach die Schneelast dauerhaft aush\u00e4lt, pr\u00fcft dann beispielsweise ein Statiker\u201c, erkl\u00e4rt Tanja Cronenberg. Raten die Experten zur R\u00e4umung eines Daches, k\u00f6nnen sie diese auch gleich durchf\u00fchren. \u201eDenn im Gegensatz zum Schneeschaufeln auf dem Gehweg sind R\u00e4umarbeiten auf dem Dach ohne entsprechende Schutzvorrichtungen eine Gefahr f\u00fcr die Beteiligten\u201c, so die Versicherungsexpertin. \u201eWer in luftiger H\u00f6he Schnee schippt, kann dabei ausrutschen oder der Schnee kann Autos oder Passanten treffen.\u201c Zudem droht ein Einsturz, falls das Dach bereits instabil ist.<\/p>\n<p>Absicherung gegen Sch\u00e4den<\/p>\n<p>St\u00fcrzt ein Dach aufgrund der Schneelast ein oder ist die Statik der Dachkonstruktion beeintr\u00e4chtigt, kommen auf Hausbesitzer hohe Kosten zu. \u201eDaher sollten sie darauf achten, dass ihre Wohngeb\u00e4udeversicherung auch \u00e2\u20ac\u0161Weitere Naturgefahren\u00e2\u20ac\u02dc wie \u00e2\u20ac\u0161Schneedruck\u00e2\u20ac\u02dc abdeckt\u201c, empfiehlt die ERGO Expertin. Dieser Schutz umfasst auch Sch\u00e4den durch den Schneedruck auf Fotovoltaik-, Solar- und Antennenanlagen auf dem Dach. Da bei einem Dacheinsturz meist M\u00f6bel und anderer Hausrat betroffen sind, ist es empfehlenswert, bei der Hausratversicherung ebenfalls auf den Schutz vor \u00e2\u20ac\u0161Weitere Naturgefahren\u00e2\u20ac\u02dc zu achten. Ist das Dach besch\u00e4digt, sollten Hausbesitzer die Sch\u00e4den mit Fotos festhalten und sich umgehend bei ihrem Versicherer melden. Dieser k\u00fcmmert sich um alles und schickt in der Regel einen Gutachter vorbei. Zudem sollten Eigent\u00fcmer Ma\u00dfnahmen ergreifen, um Folgesch\u00e4den zu vermeiden. \u201eDazu geh\u00f6rt beispielsweise, den Schnee aus dem Geb\u00e4ude zu schaffen oder das Dach provisorisch abzudecken\u201c, so die Versicherungsexpertin. Manchmal kann es sein, dass Hausbesitzer die Sch\u00e4den vor dem Besuch des Gutachters beheben m\u00fcssen \u2013 etwa, wenn das Haus sonst nicht mehr bewohnbar ist. In diesem Fall sollten sie dies vorab mit ihrem Versicherer kl\u00e4ren. \u201eEntsprechende Rechnungen von Handwerkern sollten Hausbesitzer unbedingt aufheben. Zudem empfiehlt es sich, genau zu dokumentieren, wie die Sch\u00e4den behoben wurden\u201c, so die Expertin von ERGO.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>F\u00e4llt sehr viel Schnee, so wie derzeit im S\u00fcden Deutschlands, \u00e4chzen die D\u00e4cher unter der kalten Last. Hausbesitzer sorgen sich dann: H\u00e4lt das Dach der Belastung stand? Wann sie handeln m\u00fcssen und wie sie sich gegen Sch\u00e4den absichern k\u00f6nnen, wei\u00df Tanja Cronenberg, Versicherungsexpertin von ERGO. 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