{"id":176787,"date":"2018-11-19T08:47:43","date_gmt":"2018-11-19T07:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=176787"},"modified":"2018-11-19T08:47:43","modified_gmt":"2018-11-19T07:47:43","slug":"wandertag-an-der-albert-schweitzer-schule-bietet-viele-moeglichkeiten-spass-und-ganz-viele-erfahrungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=176787","title":{"rendered":"Wandertag an der Albert-Schweitzer-Schule bietet viele M\u00f6glichkeiten, Spa\u00df und ganz viele Erfahrungen"},"content":{"rendered":"<p>Lernen au\u00dferhalb der Schule, Erfahrungen sammeln in der Natur, in Museen und wenn es sein muss, auch im Stall oder auf dem Exerzierplatz \u2013 daf\u00fcr machte die Albert-Schweitzer-Schule vor kurzem einen ganzen Tag frei. Je nach Interessenslage der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und ihrer Lehrkr\u00e4fte wurde daraus ein Tag f\u00fcr Geschichte oder Sport, f\u00fcr Museum oder Stadterkundung, f\u00fcr Spa\u00df und Gemeinsamkeit. Gelernt wurde dabei immer was und als Gruppe konnte sich jede Klasse weiterentwickeln. \u201eEin gelungener Tag in jeder Hinsicht\u201c, sind sich Christian Bolduan und Thomas Weidemann aus dem Schulleitungsteam einig.<\/p>\n<p>Im Vordergrund des Tages stand f\u00fcr alle Klassen das Gemeinschaftserlebnis. Einen Tag lang gemeinsam unterwegs sein, sei es zu Fu\u00df, mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn, schafft Freir\u00e4ume und erm\u00f6glicht Gespr\u00e4che \u2013 auch jenseits der Schulthemen. Neben so sch\u00f6nen sportlichen und teambildenden Aktivit\u00e4ten wie dem Besuch einer Eisbahn oder einer ausgedehnten Runde Bubble Soccer, hatten sich einzelne Klassen auch ungew\u00f6hnliche Lernorte auf ihren Tagesplan geschrieben.<\/p>\n<p>Die Klasse 6d, ihres Zeichens Sportklasse, radelte mit ihrem Klassenlehrer-Team Alexandra Greifenhagen und Christian Bolduan von Alsfeld nach Ruhlkirchen, um dort einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb zu besichtigen. Unter dem Thema \u201eLandwirtschaft im Wandel\u201c \u2013 \u00fcbrigens Teil des Erdkundeunterrichts in der Unterstufe \u2013 begaben sich die Elf- bis Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen auf ungewohntes Terrain und lernten, dass moderne Viehzucht sich doch erheblich von der Bauernhof-Idylle ihrer Kinderb\u00fccher und vielleicht auch ihrer eigenen Vorstellung unterscheidet. Sie konnten der Familie Fromandi, die diesen Hof betreibt, viele Fragen stellen und wurde dort auch zu einem kleinen Imbiss eingeladen, bevor sie auf eigenen R\u00e4dern oder Mountainbikes aus dem Fahrradpool der Schule wieder den Heimweg antraten. \u201eF\u00fcr uns war dieser Tag eine tolle Kombination aus Sport und Lernen\u201c, so das Fazit am Nachmittag.<\/p>\n<p>Die Klasse 7a verbrachte den Wandertag gemeinsam mit ihrem Lehrer Mirko Peitz im Forschungszentrum Neu-Ulrichstein, wo sie von Institutsleiter Prof. Dr. Peter Ebke \u00fcber viele interessante Einsatzgebiete der Einrichtung informiert wurden. Eines ist beispielsweise die Erforschung der Auswirkungen von verschiedenen Chemikalien auf Flora und Fauna. Dies tut man unter anderem, indem man immer wieder Regenw\u00fcrmer z\u00e4hlt oder M\u00e4usen auf Schritt und Tritt folgt &#8211; im Schichtdienst. Der Aufwand und die Akribie, die hier n\u00f6tig sind, beeindruckten die Jugendlichen sehr. Ein Quiz und viele witzige und leckere Aktivit\u00e4ten sp\u00e4ter ging es nach einem action- und lehrreichen Tag zur\u00fcck nach Alsfeld.<\/p>\n<p>Auf Luthers Spuren wandelte die Klasse 7b mit ihren Lehrern Michael Rudolf und Gunther H\u00f6rr. Gemeinsam mit Bernd Rausch vom Verein \u201eLutherweg in Hessen e.V.\u201c und dem Wanderf\u00fchrer Franz Payer erkundeten sie die Region rund um Altenburg, Romrod, Liederbach und Oberrod. Hierbei konnten sie die Romr\u00f6der Synagoge kennenlernen und die Grablege der Herren von Riedesel im Altenburger Schlosswald. Viele der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler brachten schon einige Kenntnis aus dem Geschichtsunterricht mit und fanden es \u00e4u\u00dferst spannend, Geschichte vor Ort nachzuempfinden.<\/p>\n<p>Ebenfalls um Geschichte, wenn auch um eine ganz andere, ging es f\u00fcr die Klasse 10d, die mit den Lehrern Aribert Ley, Dirk Greifenhagen und Dr. Florian Meister der Zeit der Subsidienpolitik der Landgrafen von Hessen-Kassel und des Amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieges auf der Spur waren. Sie taten dies in Ziegenhain, wo vor \u00fcber 40 Jahren der Film \u201eDer Winter, der ein Sommer war\u201c dar\u00fcber gedreht wurde, wie hessische Soldaten an die Briten \u00fcberlassen wurden, um in Amerika auf deren Seite zu k\u00e4mpfen. Einem r\u00fchrigen Verein, dem \u201eArbeitskreis Festung Ziegenhain\u201c ist es gelungen, Originalkost\u00fcme aus der Filmproduktion zu erwerben und diese Zeit wieder auferstehen zu lassen &#8211; als Erinnerung daran, auf wessen Kosten Kriege zu allen Zeiten gef\u00fchrt werden, aber auch als Einblick in das damals fast allt\u00e4gliche Leben und Gesch\u00e4ft von Herrschenden und Volk. F\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler war es ein spannender Tag im Kugelkeller der Festung und auf dem Exerzierplatz. Strenge Hierarchien, kurze Befehle und unbedingter Gehorsam sind ihnen und auch ihren Lehrern heute fremd \u2013 umso interessanter war es f\u00fcr sie, sich als Grenadiere, Musketiere oder J\u00e4ger zu f\u00fchlen und im Anschluss an die Exerzier\u00fcbungen gemeinsam eine historisch belegte Kartoffelsuppe im Kugelkeller zu sich zu nehmen. \u201eHinter der Aktion steht der Wunsch, Geschichte erlebbar zu machen, gerade wenn sie so unmittelbar mit unserer Region zu hat\u201c, erl\u00e4utert Aribert Ley, der einer der Hauptinitiatoren des Projekts ist.<\/p>\n<p>Wie geschichtstr\u00e4chtig die Region ist, konnten auch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Q3 erleben, die mit ihrem Lehrer Thomas Weidemann eine Exkursion zur Mahn- und Gedenkst\u00e4tte ins ehemalige Arbeitslager \u201eStammlager IX A\u201c nach Schwalmstadt-Trutzhain unternahmen. Auf den Spuren des Kalten Krieges ging es danach ins ehemalige NATO-Atomwaffen-Munitionsdepot nach Schwalmstadt-R\u00f6rshain. Hier bekamen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von ehemaligen Offizieren der Bundeswehr aus erster Hand Informationen \u00fcber die Zeit des atomaren Wettr\u00fcstens, die ganz Deutschland in Atem hielt.<br \/>\nDer Vielfalt des Wandertages waren demnach keine Grenzen gesetzt. Nicht nur in der Region gab es viel zu entdecken, sondern auch Frankfurt oder Gie\u00dfen lockten mit sch\u00f6nen Angeboten. Am Ende des Tages waren sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und die Lehrkr\u00e4fte einig: Ein solcher Wandertag ist eine Bereicherung im Schulalltag und sollte regelm\u00e4\u00dfig stattfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lernen au\u00dferhalb der Schule, Erfahrungen sammeln in der Natur, in Museen und wenn es sein muss, auch im Stall oder auf dem Exerzierplatz \u2013 daf\u00fcr machte die Albert-Schweitzer-Schule vor kurzem einen ganzen Tag frei. 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