{"id":176273,"date":"2018-10-15T16:20:43","date_gmt":"2018-10-15T14:20:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=176273"},"modified":"2018-10-15T16:20:43","modified_gmt":"2018-10-15T14:20:43","slug":"bandsalad-trifft-gundermann-filmvorfuehrung-mit-livekonzert-im-alsfelder-kino-am-20-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=176273","title":{"rendered":"\u201eBandsalad\u201c trifft \u201eGundermann\u201c &#8211; Filmvorf\u00fchrung mit Livekonzert im Alsfelder Kino am 20.10."},"content":{"rendered":"<p>Rockmusik aus dem Osten Deutschlands, genauer gesagt, aus der DDR, hat viele Namen, die auch im Westen schon immer bekannt waren und es immer noch sind: Karat, die Puhdys, City und Ute Freudenberg geh\u00f6ren dazu. Nun werden Deutschrock-Fans mit Hang zur Nostalgie sich einen weiteren Namen merken m\u00fcssen, und der hei\u00dft \u201eGundermann\u201c. Mit einer filmischen Hommage an diesen Liedermacher und Baggerfahrer, an den Rebell und Spitzel in einem unvorstellbaren System, erinnert der Regisseur Andreas Dresen an einen Mann, dessen Lieder \u2013 genauso wie seine Lebensgeschichte &#8211; unter die Haut gehen, vielleicht erst beim dritten oder vierten H\u00f6ren, aber sie tun es und sie bleiben dort.<br \/>\nWas das mit Alsfeld zu tun hat? Eine ganze Menge, denn seit geraumer Zeit gibt es hier eine Band, die Songs aus dem Osten wiederentdeckt hat und auf ihre ganz eigene Art anstimmt. Hinter dem Namen \u201eBandsalad\u201c verbergen sich gestandene Musiker, die in der Region l\u00e4ngst bekannt sind: J\u00fcrgen Litzka, seit vielen Jahrzehnten als Musiker aktiv, unter anderem mit der Band \u201eHalb6\u201c, \u201eMucho Gambo\u201c oder in fr\u00fcheren Jahren bei den \u201eTroubadours\u201c, Bruno Frank, ebenfalls sehr lange als Musiker unterwegs und \u00fcber eine lange Zeit Bandkollege von Litzka bei \u201eMucho Gambo\u201c, und als J\u00fcngster in der Riege Matthias Karle, unter anderem bekennender Metal-Fan, Schlagzeuger bei \u201eHalb6\u201c und angefixt vom Ost-Sound, der jetzt die Schlagzeugst\u00f6cke gegen die Gitarre getauscht hat.<br \/>\nWie kam es dazu, dass diese drei Musiker sich in diesem neuen Musik-Projekt zusammengetan haben? Was macht den Charme des Ost-Rock aus? Und was kann man eigentlich heute noch damit anfangen?<br \/>\n\u201eMeine Begeisterung daf\u00fcr hat viele Gr\u00fcnde\u201c, so J\u00fcrgen Litzka, \u201eund sicherlich hat sie auch ganz viel mit Nostalgie zu tun.\u201c Der Vogelsberg geh\u00f6rte vor der Wende zu den Zonenrandgebieten. Es gab eine r\u00e4umliche N\u00e4he zur DDR, und nicht wenige ostdeutsche Bands gaben in der Wendezeit Konzerte in der Region. Lieder wie \u201eAlt wie ein Baum\u201c, \u201eAm Fenster\u201c oder \u201e\u00dcber sieben Br\u00fccken musst du gehen\u201c waren l\u00e4ngst bekannt im Westen, sogar gecovert von Stars wie Peter Maffay. Die Konzerte fanden gro\u00dfen Zuspruch, gerade bei Litzka und Frank, die selbst Musiker waren und schon vorher den Ostrock im Repertoire hatten. \u201eMit der Band \u00e2\u20ac\u0161Troubadours\u00e2\u20ac\u02dc hatten wir uns einen Namen als Puhdys-Interpreten gemacht\u201c, blickt Litzka weit zur\u00fcck in die Achtziger und schnell ist klar, dass diese Songs mit jeder Menge Erinnerungen und Emotionen verbunden sind. Die Zeit ging, die Kulthits blieben. Noch heute geh\u00f6ren Songs wie \u201eAlt wie ein Baum\u201c und \u201eWas bleibt, sind Freunde im Leben\u201c zum festen Bestandteil von \u201eHalb6\u201c-Konzerten. Und nat\u00fcrlich nicht nur wegen des Sounds, sondern auch wegen der Texte, die mit mehr Lebenserfahrung auch mehr an Bedeutung gewinnen.<br \/>\nVor drei Jahren schlie\u00dflich reifte in Matthias Karle und J\u00fcrgen Litzka die Idee, dem Ostrock im Vogelsberg eine neue musikalische Heimat zu geben \u2013 nat\u00fcrlich beim gemeinsamen Besuch eines Puhdys-Konzerts im legend\u00e4ren \u201eTivoli\u201c in Freiberg, Sachsen \u2013 wo sonst? Die Idee wurde weiterentwickelt und bald hatte man auch einen Namen f\u00fcr die neue Band gefunden: Wenn eine Mischung aus Musikern verschiedener Bands einen wunderbaren Salat ergibt, dann ist das Bandsalad (wobei das \u201ed\u201c am Ende der Tatsache geschuldet ist, dass der deutsche Begriff schon belegt war). Au\u00dferdem passt das Wort, das in den Achtzigerjahren jeden Musikfan kirre machte, heute jedoch nur noch auf der Liste der vom Aussterben bedrohten W\u00f6rter zu finden ist, perfekt \u2013 Analogien zur deutschen Geschichte und der vom Aussterben bedrohten Ost-Rock-Kultur liegen auf der Hand. \u201eDennoch merkten wir schnell, dass diese Musik l\u00e4ngst noch nicht vorbei ist, dass es zudem auch Parallelen zu westdeutscher Musik aus der damaligen Zeit mit K\u00fcnstlern wie Peter Maffay, Marius M\u00fcller-Westernhagen &amp; Co. gab. Sie macht etwas mit den Menschen, mit den alten wie mit den jungen, aus Ost oder West. Sie weckt Erinnerungen und Gef\u00fchle, sie l\u00e4sst die Menschen mitfiebern, mitsingen, mitabtanzen \u2013 sie ist ein Ph\u00e4nomen\u201c, schw\u00e4rmen auch Frank und Karle.<br \/>\nUnd jetzt auch noch Gundermann. \u201eFast zuf\u00e4llig bin ich auf diesen Liedermacher gesto\u00dfen, nat\u00fcrlich im Zusammenhang mit der Film-Premiere\u201c, berichtet J\u00fcrgen Litzka. Das erste Zusammentreffen im Kino in Steinau bei Schl\u00fcchtern haute den Musiker um. \u201eSowohl die Musik als auch die Texte sind einfach der Hammer. Und der Film sowieso\u201c, begeistert sich Litzka. \u201eMir war schnell klar, dass Gundermann nach Alsfeld kommen muss, und ich bin froh und gl\u00fccklich, dass Mirko Rehs vom Kinocenter in Alsfeld sich von dieser Idee genauso hat begeistern lassen wie wir.\u201c<br \/>\nNun also kann man \u201eBandsalad\u201c und Guntermann gemeinsam treffen: Am Samstag, dem 20.Oktober, startet um 19 Uhr der Filmabend im Alsfelder Kino mit einem Konzert der Band mit alten Ost-Klassikern und nat\u00fcrlich auch mit Songs von Gundermann. Mehr Infos gibt es unter www.bandsalad.de und unter https:\/\/web.kinocenter-alsfeld.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rockmusik aus dem Osten Deutschlands, genauer gesagt, aus der DDR, hat viele Namen, die auch im Westen schon immer bekannt waren und es immer noch sind: Karat, die Puhdys, City und Ute Freudenberg geh\u00f6ren dazu. 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