{"id":175996,"date":"2018-09-30T20:04:55","date_gmt":"2018-09-30T18:04:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175996"},"modified":"2018-09-30T20:04:55","modified_gmt":"2018-09-30T18:04:55","slug":"ueber-eine-duale-ausbildung-zum-naechsthoeheren-schulabschluss-10-olov-netzwerktreffen-zeigt-vielfalt-der-moeglichkeiten-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175996","title":{"rendered":"\u00dcber eine duale Ausbildung zum n\u00e4chsth\u00f6heren Schulabschluss \/ 10. OloV-Netzwerktreffen zeigt Vielfalt der M\u00f6glichkeiten auf"},"content":{"rendered":"<p>Berufsorientierung ist keine Einbahnstra\u00dfe; sie gleicht vielmehr einer Entdeckungsreise. Dass viele Wege nach Rom beziehungsweise zum Ziel f\u00fchren, wurde beim 10. OloV-Netzwerktreffen deutlich. Im Medienzentrum der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda tauschten sich k\u00fcrzlich \u00fcber 100 Akteure der Berufs- und Studienorientierung zu der Frage \u201eSchule, Berufsausbildung oder beides?\u201c aus. Impulse zum Thema lieferten ein Kurzreferat, zwei ganz unterschiedliche Biografien sowie ein Theaterst\u00fcck.<\/p>\n<p>Cornelia M\u00fcndel-Wirz, Leiterin der Abteilung Berufsausbildung bei der Handwerkskammer Kassel, verdeutlichte in ihrem Kurzvortrag, \u201edass die duale Berufsausbildung eine gleichwertige Alternative auf dem Weg zu h\u00f6heren Schulabschl\u00fcssen ist. Obwohl die Schulen und Berufsschulen diesbez\u00fcglich vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten bieten, werden sie von vielen Sch\u00fclern und Eltern nicht genutzt\u201c, so M\u00fcndel-Wirz. Der n\u00e4chsth\u00f6here Schulabschluss &#8211; beispielsweise der Hauptschulabschluss f\u00fcr diejenigen, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen haben, der Realschulabschluss aufbauend auf einem Hauptschulabschluss oder das Berufsabitur, das auf einem Realschulabschluss basiert &#8211; k\u00f6nne im Rahmen der dualen Berufsausbildung angestrebt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Erwerb des jeweiligen Abschlusses m\u00fcssten verschiedene Voraussetzungen erf\u00fcllt, Kenntnisse nachgewiesen oder Zusatzunterricht absolviert werden. Die Abteilungsleiterin verwies zudem auf die Hochschulzugangsberechtigung nach einer bestandenen Meisterpr\u00fcfung. \u201eEs wird immer mehr daf\u00fcr getan, um junge Menschen davon zu \u00fcberzeugen, zun\u00e4chst einen Beruf zu erlernen, das duale Bildungssystem zu durchlaufen und dann weitere Karrierewege einzuschlagen\u201c, betonte die Abteilungsleiterin. Zudem w\u00fcrden im Handwerk h\u00e4nderingend mutige, junge Menschen gesucht, die sich in der Lage sehen, ein Unternehmen zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Vortrag berichteten Ulrich Pfeifer, selbstst\u00e4ndiger Schreiner und staatlich gepr\u00fcfter Techniker, sowie die 18-j\u00e4hrige Jaqueline Preprzyca, die eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Fulda absolviert und im Sommer dieses Jahres ihre Fachhochschulreife erworben hat, \u00fcber ihre Ausbildungsstationen und pers\u00f6nlichen Erfahrungen auf dem eingeschlagenen Karriereweg.<\/p>\n<p>Um den Austausch von Erfahrungen ging es auch bei der Kleingruppenarbeit. Dort berichteten die OloV-Akteure aus ihrem Berufsalltag und formulierten Ideen und W\u00fcnsche f\u00fcr zuk\u00fcnftige Aktivit\u00e4ten im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung. Wie sich diese aus der Sicht der jugendlichen Zielgruppe gestaltet, demonstrierten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Q3-Kurses \u201eDarstellendes Spiel\u201c der Winfriedschule Fulda mit ihrer Episode \u201eWie werde ich was?\u201c. Tenor des St\u00fcckes: Es gibt zwar einen bunten Strau\u00df an schulischen und beruflichen Anschlussm\u00f6glichkeiten; die Vielfalt ist aber auch eine Herausforderung, die leicht zur \u00dcberforderung werden kann, wenn Beratung und Unterst\u00fctzung fehlen.<\/p>\n<p>Allen Interessierten bietet die Homepage www.olov-fulda.de einen guten \u00dcberblick. \u201eDie Seite ist inhaltlich, optisch und strukturell \u00fcberarbeitet sowie f\u00fcr Mobilger\u00e4te optimiert worden. Sie baut eine Br\u00fccke zu den OloV-Netzwerkpartnern und zeigt die Berufsorientierungsangebote in der Region Fulda auf\u201c, erl\u00e4uterte Andreas Stengel. Der Leiter der Anne-Frank-Schule in Gersfeld geh\u00f6rte als Ansprechperson Berufsorientierung beim Staatlichen Schulamt Fulda \u00fcber viele Jahre zum OloV-Koordinationsteam. Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde er von den beiden OloV-Regionalkoordinatoren Christiane Herchenhein und Ulrich Nesemann mit wertsch\u00e4tzenden Worten und einem musikalischen Gru\u00df aus dem Amt verabschiedet. Als neue Kollegen wurden Matthias Hansen und Stephan Finke, beide Ansprechpartner Berufsorientierung an Schulen, willkommen gehei\u00dfen. +++<\/p>\n<p>\u00dcber OloV: OloV (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im \u00dcbergang-Schule und Beruf) wurde 2005 als ein Projekt des Hessischen Paktes f\u00fcr Ausbildung ins Leben gerufen. Aus dem Projekt ist inzwischen eine Strategie geworden, die hessenweit umgesetzt wird und gleichzeitig die individuellen regionalen Rahmenbedingungen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Dorit Heydenreich \/ Fotos: Marzena Seidel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Berufsorientierung ist keine Einbahnstra\u00dfe; sie gleicht vielmehr einer Entdeckungsreise. Dass viele Wege nach Rom beziehungsweise zum Ziel f\u00fchren, wurde beim 10. OloV-Netzwerktreffen deutlich. Im Medienzentrum der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda tauschten sich k\u00fcrzlich \u00fcber 100 Akteure der Berufs- und Studienorientierung zu der Frage \u201eSchule, Berufsausbildung oder beides?\u201c aus. 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