{"id":175928,"date":"2018-09-26T08:18:43","date_gmt":"2018-09-26T06:18:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175928"},"modified":"2018-09-26T08:18:43","modified_gmt":"2018-09-26T06:18:43","slug":"wie-gehen-wir-mit-unterschiedlichen-rollen-und-erwartungen-um-tegut-studierende-fuehrten-theaterstueck-orlando-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175928","title":{"rendered":"Wie gehen wir mit unterschiedlichen Rollen und Erwartungen um? tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Studierende f\u00fchrten Theaterst\u00fcck \u201eOrlando\u201c auf"},"content":{"rendered":"<p>In welche Rollen schl\u00fcpfen wir im Arbeitsalltag, in welche privat? Welches Rollenverst\u00e4ndnis haben wir heute von Mann und Frau, welche Rollen definieren wir in der Familie? Mit diesen Fragen setzten sich in dieser Woche die angehenden Betriebswirte und Studierenden der Klasse tegut\u00e2\u20ac\u00a618 in einem Theaterworkshop auseinander, zu dessen Abschluss am Donnerstagabend ein eigens daf\u00fcr inszeniertes St\u00fcck im Bildungsunternehmen Dr. Jordan in Fulda aufgef\u00fchrt wurde. Als Inspiration f\u00fcr das St\u00fcck diente der Roman \u201eOrlando\u201c von Virginia Woolf. Er erz\u00e4hlt von dem jungen Adligen Orlando zu Ende des 16. Jahrhunderts, dessen zentrales Ereignis die Verwandlung vom Mann zur Frau ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rollenbilder in verschiedenen Epochen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Montag starteten die Studierenden zusammen mit den Schauspielerinnen und Theaterp\u00e4dagoginnen Pia Maria Sturm und Cordula Hein mit der Vorbereitung der St\u00fccks. Anhand von Gruppen- und K\u00f6rperarbeit, Stimmtraining, Wahrnehmungs\u00fcbungen, Improvisationen und Textarbeit setze sich die Gruppe mit dem Roman von Virginia Woolf auseinander. Gemeinsam wurden Szenen entwickelt und mit Leben gef\u00fcllt, um die Geschichte und Entwicklung Orlandos zu zeigen, die im 16. Jahrhundert beginnt und im Hier und Jetzt ihren Abschluss findet. Mit einem schillernden Sittengem\u00e4lde der Gesellschaft im 16. Jahrhundert \u00fcber Irrungen und Wirrungen in Kriegszeiten bis hin zum Alltag im Nachkriegsdeutschland und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert zeigten die Studierenden in mehreren Episoden, welche unterschiedlichen Rollenbilder und \u2013klischees es gibt, in die Orlando, im wahrsten Sinne des Wortes, wie in ein Korsett hineingepresst wird. Da begegnete dem Publikum ein unsicherer Orlando, dem streng vorgeschrieben wird, wie er sich als Frau am Hofe zu verhalten hat. Oder ein Orlando, der in Zeiten des Wirtschaftswunders als brave und treu ergebene Hausfrau in der K\u00fcche steht und Pudding f\u00fcr den Ehemann kocht, bis er bzw. sie beginnt sich in den Jahren der Friedens- und Freiheitsbewegung zu emanzipieren und selbst zu verwirklichen. Alle Freiheiten, die Mann und Frau heute scheinbar zur Selbstverwirklichung haben und brauchen, hinterfragten die Studierenden im Zeitalter der Digitalisierung und der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit durch Smartphones und Co. ebenfalls kritisch. Die Interpretation des Romans durch die Studierenden begeisterte die Zuschauer im Publikum, unter ihnen Vertreter der Gesch\u00e4ftsleitung von tegut\u00e2\u20ac\u00a6 und des Bildungsunternehmens Dr. Jodan, Markt- und Vertriebsverantwortliche des<\/p>\n<p>Lebensmitteleinzelh\u00e4ndlers sowie Lehrkr\u00e4fte der Klasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erlebnislernen und pers\u00f6nliche Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDas Bildungsunternehmen Dr. Jordan und tegut&#8230; legen neben der Vermittlung von fachlichem Wissen gro\u00dfen Wert auf die pers\u00f6nliche Entwicklung unserer Studenten\u201c, betonte Marcus R\u00f6der, Leiter der Fachschule f\u00fcr Betriebswirtschaft am Bildungsunternehmen. \u201eDieses Erlebnislernen erm\u00f6glicht es den Studierenden, sich auf pers\u00f6nlicher Ebene weiterzuentwickeln. Der allj\u00e4hrliche Theaterworkshop stellt einen Qualit\u00e4tsbaustein in deren Studium dar, denn die Lernmotivation und das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl werden dadurch gest\u00e4rkt\u201c, so R\u00f6der.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWir haben heute Abend viel lernen d\u00fcrfen \u00fcber unterschiedliche Rollen, die wir im Leben einnehmen, \u00fcber die Anforderungen, die damit verbunden sind, und wie wir damit umgehen k\u00f6nnen\u201c, hob tegut\u00e2\u20ac\u00a6 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Gutberlet hervor. Er lobte das Engagement der Studierenden und der beiden Theaterp\u00e4dagoginnen, die in nur vier Tagen mit ihrer Auff\u00fchrung eine beachtliche Leistung auf die B\u00fchne gebracht h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In welche Rollen schl\u00fcpfen wir im Arbeitsalltag, in welche privat? Welches Rollenverst\u00e4ndnis haben wir heute von Mann und Frau, welche Rollen definieren wir in der Familie? 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