{"id":175802,"date":"2018-09-09T11:52:02","date_gmt":"2018-09-09T09:52:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175802"},"modified":"2018-09-09T11:52:02","modified_gmt":"2018-09-09T09:52:02","slug":"die-oberstufen-info-tage-der-agentur-fuer-arbeit-lockten-knapp-400-schuelerinnen-und-schueler-nach-alsfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175802","title":{"rendered":"Die Oberstufen-Info-Tage der Agentur f\u00fcr Arbeit lockten knapp 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nach Alsfeld"},"content":{"rendered":"<p>Was mag ich? Was kann ich? Wo will ich hin? Fragen wie diese stellen sich dr\u00e4ngender, je n\u00e4her der Schulabschluss r\u00fcckt und je mehr man als junger Erwachsener \u00fcberlegen muss, wohin die berufliche Reise zumindest f\u00fcr den Anfang gehen soll. Und Angebote gibt es viele \u2013 zumal f\u00fcr Abiturienten, denen sowohl zahlreiche Ausbildungswege als auch eine Vielzahl verschiedener Studieng\u00e4nge offenstehen: Von 19.000 Studieng\u00e4ngen sprach die FAZ im Oktober vergangenen Jahres \u2013 wer kann da noch gezielt ausw\u00e4hlen, was f\u00fcr ihn in Frage kommt? Oder ob vielleicht zun\u00e4chst eine Ausbildung gut w\u00e4re, vielleicht auch eine Kombination aus beidem, also ein Duales Studium? Das Internet ist bei Suche nach Informationen keine gro\u00dfe Hilfe, wie Gerrit Lepper, Berater f\u00fcr akademische Berufe bei der Agentur f\u00fcr Arbeit, anl\u00e4sslich der Oberstufen-Info-Tage an der Alsfelder Albert-Schweitzer-Schule vor wenigen Tagen kundtat: Im Bruchteil einer Sekunde erh\u00e4lt man auf die Suchanfrage \u201eBWL studieren\u201c 3.720.000 Ergebnisse \u2013 hilfreich sieht anders aus.<br \/>\nWie genau, das konnten nun wieder knapp 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Oberstufenklassen im Vogelsberg \u2013 also Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Albert-Schweitzer-Schule, der Alexander-von-Humboldt-Schule, der Max-Eyth-Schule und der Vogelsbergschule \u2013 erleben, als sie der Einladung der Albert-Schweitzer-Schule f\u00fcr die Oberstufen-Info-Tage folgten. Diese finden abwechselnd hier und am Lauterbacher Gymnasium statt und sind Teil des Konzeptes der Berufs- und Studienorientierung beider Schulen. \u201eDas Angebot, das die Schulen im Vogelsbergkreis ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern machen, sucht seinesgleichen in der Region\u201c, freut sich Lepper, der sich w\u00fcnschte, dass andere Schulen diesem immer wichtiger werdenden Thema die n\u00f6tige Bedeutung beimessen w\u00fcrden.<br \/>\nSchwerpunkt der Oberstufen-Info-Tage ist die Begegnung mit Menschen aus der Praxis. 29 Referenten und Referentinnen berichteten in diesem Jahr aus ihrem Berufsalltag, aber auch von ihrem Weg dorthin, von Aufstiegschancen und Verdienstm\u00f6glichkeiten. Daneben gab es hilfreiche Informationen zum Thema Gap-Year, beispielsweise FSJ, Bundesfreiwilligendienst oder Auslandsaufenthalt, einzelne Hochschulen der Region stellten sich vor, und in einem MINT-Caf\u00e9 ging es darum, vermeintlich klassische M\u00e4nnerberufe aus dem Bereich Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik auch jungen Frauen ans Herz zu legen. Daf\u00fcr waren eigens weibliche Vertreterinnen aus Berufen dieser Branche nach Alsfeld gekommen, deren Pr\u00e4sentationen aber auch f\u00fcr junge M\u00e4nner offen und sehr interessant waren. Die Bandbreite der vorgestellten Berufe und Ausbildungsm\u00f6glichkeiten ging von Architektur \u00fcber Journalismus und Kommunikation bis hin zu Rechtswissenschaften, Sport und Umwelttechnik oder Verpackungsmanagement. Es waren Vertreter von Polizei und Bundeswehr vor Ort, Mediziner, Informatiker, Finanzfachleute oder verschiedene Natur- und Sozialwissenschaftler. \u00dcberall konnten sich die interessierten zuk\u00fcnftigen Abiturienten informieren \u2013 eine einmalige Gelegenheit, die auch die Vielfalt der Region widerspiegelt, wie Holger Palm vom Schulleitungsteam der Albert-Schweitzer-Schule unterstreicht. \u201eF\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ist dies hier eine einmalige Gelegenheit, sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten nicht nur an den deutschen Universit\u00e4ten, sondern auch vor Ort zu erkundigen\u201c, legt Palm dar, \u201eund sie bekommen all diese Informationen aus erster Hand auf dem Silbertablett serviert.\u201c Dies sei auch n\u00f6tig, so die einhellige Meinung der Experten von der Arbeitsagentur: Die Oberstufen-Info-Tage seien ein Baustein in dem Konzept, den jungen Menschen auch im l\u00e4ndlichen Raum ein komprimiertes und dabei m\u00f6glichst umfangreiches Angebot zu machen.<br \/>\nIn den t\u00e4glichen Openings hatten Lepper und seine Kollegen Marco Sankewitz und Helga Fuchs viele praktische Tipps f\u00fcr die jungen Erwachsenen. So k\u00f6nne man vertiefende Infos zu verschiedenen Berufen auch bei Berufsverb\u00e4nden einholen. Man solle seinen Einstieg in den Ausbildungs- oder Berufsmarkt schon vor einem eventuellen Auslandsaufenthalt planen und sich gleichzeitig auch dar\u00fcber im Klaren sein, dass es wichtig ist, neben aller Zielstrebigkeit auf dem Arbeitsmarkt auch flexibel zu bleiben. Gerrit Lepper erg\u00e4nzt: \u201eBei der Wahl der Berufsausbildung fallen viele Faktoren in die Waagschale: Man muss sich fragen \u00e2\u20ac\u0161Was bin ich f\u00fcr ein Lerntyp?\u00e2\u20ac\u02dc, \u00e2\u20ac\u0161Muss es eigentlich ein Studium sein oder passt eine Ausbildung besser zu mir?\u00e2\u20ac\u02dc, \u00e2\u20ac\u0161Tut mir ein Auslandaufenthalt als Perspektivwechsel gut?\u00e2\u20ac\u02dc\u201c Wie wichtig bei all diesen Fragen die pers\u00f6nliche Ansprache ist, betont Oberstufenleiterin Doris Roth: \u201eWir erm\u00f6glichen hier die direkte Kontaktaufnahme \u2013 sowohl zu den Menschen aus der Praxis als auch zu den Vertreterinnen und Vertretern von Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen \u2013 und das sehr niedrigschwellig im Schulgeb\u00e4ude und in der Schulzeit. Selbst f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die aus Lauterbach zu uns kommen, ist es eine Art Heimspiel.\u201c<br \/>\nBei der F\u00fclle der Angebote an zuk\u00fcnftige Schulabsolventen ist eine gute Hinf\u00fchrung zu dem Thema bereits in der Schule von gro\u00dfer Bedeutung. Daher forciere auch das Kultusministerium die Berufs- und Studienorientierung an Schulen sehr, wie Holger Palm darlegt. Beide Gymnasien im Kreis sind hier zertifiziert und leisten f\u00fcr ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler viel auf diesem Gebiet, unterstreicht Gerrit Lepper.<br \/>\nDie jungen Menschen selbst zeigten viel Interesse an der Veranstaltung. Sowohl die Aula als auch die einzelnen Vortragsr\u00e4ume waren stets gut gef\u00fcllt, Nachfragen an die Referenten gab es viele. Die Erfahrung zeigt jedoch auch: Solche Veranstaltungen kann es gar nicht genug geben, denn nicht immer ist f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Oberstufe der Zeitpunkt schon reif, um sich mit der Frage nach der beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Nicht selten sieht man dann frischgebackene Abiturienten an ihrer alten Schule, die die Studien-Info-Tage noch einmal nutzen. Und obwohl die Experten der Agentur zum fr\u00fchen Einstieg in das Thema raten, ist es auch dann nat\u00fcrlich noch nicht zu sp\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Was mag ich? Was kann ich? Wo will ich hin? Fragen wie diese stellen sich dr\u00e4ngender, je n\u00e4her der Schulabschluss r\u00fcckt und je mehr man als junger Erwachsener \u00fcberlegen muss, wohin die berufliche Reise zumindest f\u00fcr den Anfang gehen soll. 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