{"id":175554,"date":"2018-08-26T19:23:54","date_gmt":"2018-08-26T17:23:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175554"},"modified":"2018-08-26T19:23:54","modified_gmt":"2018-08-26T17:23:54","slug":"9-rhoener-wurstmarkt-am-13-14-oktober-schreibt-sich-nachwuchs-werbung-auf-die-flaggen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175554","title":{"rendered":"9. Rh\u00f6ner Wurstmarkt am 13.\/14. Oktober schreibt sich Nachwuchs-Werbung auf die Flaggen"},"content":{"rendered":"<p>In der Rh\u00f6n scheint die Welt der W\u00fcrste in Ordnung. In nahezu jeder Ortschaft gibt es eine Metzgerei. Das vielf\u00e4ltige Angebot an handwerklich erzeugten Regionalprodukten aus Rind, Schwein, Kalb, Lamm und Gefl\u00fcgel zeigt eindrucksvoll der 9. Rh\u00f6ner Wurstmarkt am 13.\/14. Oktober in Ostheim v. d. Rh\u00f6n. Ein Gespr\u00e4ch mit Vertretern der Zunft zeigt die Leidenschaft f\u00fcr das Genusshandwerk. Doch die Metzger haben auch Sorgenfalten auf die Stirn.<\/p>\n<p>\u00e2\u017e\u00a2 \u201eDie bayerische, hessische und th\u00fcringische Rh\u00f6n ist immer noch der Wurstkessel Deutschlands\u201c, wei\u00df Metzgermeister Anton Koob (58) aus Brendlorenzen. Dem Innungsobermeister f\u00fcr Rh\u00f6n-Grabfeld macht der dramatische Preiskampf durch Industrieprodukte gro\u00dfe Sorgen. \u201eDas Gute ist, dass wir alles frisch und gesund vor der Haust\u00fcr haben, ob Rind, Schwein, Wild oder Kalb. Wir Metzger k\u00f6nnen uns zu 100 Prozent selbst versorgen und so hervorragende Wurst-, Schinken- und Fleischqualit\u00e4t aus der Region liefern\u201c, so der Inhaber eines Fleischereifachgesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>Noch kaufen viele Kunden ihre Wurst nicht nur aus dem Supermarktregal oder in der Kettenfiliale, sondern im Familienbetrieb, auch wenn sie ein wenig teurer ist. Gerade die ganz jungen Leute und die \u00c4lteren \u00fcber 50 stehen bei Anton Koob vor der Ladentheke. \u201eDie Gruppe 30+ dagegen will nur bequem bis in den Laden fahren und billig einkaufen\u201c, bedauert er.<\/p>\n<p>Noch ist Koob mit der Kundenresonanz zufrieden, doch \u201eder Spa\u00dffaktor ist nicht mehr der, der er einmal war\u201c, bedauert er. Sorgen macht dem Chef von elf Angestellten neben der B\u00fcrokratie aus Br\u00fcssel vor allem der Nachwuchs. Der Beruf des Metzgers ist heute dank moderner Technik attraktiv und zeitgem\u00e4\u00df. Doch die Industrie grabe die jungen Leute schon in der Schule ab. Es fehlen Lehrlinge und Fachkr\u00e4fte auch in der Rh\u00f6n. Einige traditionsreiche Familienunternehmen haben nur aufgrund von Personalmangel schlie\u00dfen m\u00fcssen, wei\u00df der Innungsobermeister.<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen mehr Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Metzgerhandwerk und seine Produkte\u201c, fordert der Sprecher der Rh\u00f6n-Grabfelder Metzger vehement. Der Verbraucher habe es in der Hand, ob er k\u00fcnftig nur noch Massenware mit Einheitsgeschmack konsumieren m\u00f6chte. Der Rh\u00f6ner Wurstmarkt, den Anton Koob von der ersten Stunde an aktiv mitgestaltet, bietet f\u00fcr die Zunft eine \u00f6ffentlichkeitswirksame Plattform. Der hohe Zuspruch von Besuchern macht ihm Mut, dass das Metzgerhandwerk Zukunft hat.<\/p>\n<p>\u00e2\u017e\u00a2 \u201eNoch leben wir in der Rh\u00f6n wursttechnisch wie im Schlaraffenland\u201c, unterstreicht der Ostheimer Metzgermeister Andreas Ortlepp. Der Trend sei jedoch nicht zu verleugnen, dass die Zahl der Metzgereien auch in der Rh\u00f6n rapide sinkt. Der 43-j\u00e4hrige anerkannte Fleischsommelier hat im Jahr 2013 die Metzgerei seines Vaters zu einer dynamischen Genussmanufaktur ausgebaut.<\/p>\n<p>\u201eEs ist wichtig, Erfahrung und Tradition mit Innovation und Unternehmergeist zu kombinieren\u201c, r\u00e4t Ortlepp. Die intensive Nutzung der neuen Medien und die Fortbildung zum Fleischsommelier haben seinem Familienbetrieb einen gro\u00dfen Schub gegeben. \u201eQualit\u00e4t, Frische, Ehrlichkeit, aber auch eine Portion Coolness sind wichtig f\u00fcr den Erfolg\u201c, sagt der Jungmanager.<\/p>\n<p>\u00e2\u017e\u00a2 Hoffnung f\u00fcr das Metzgerhandwerk macht auch Johannes Dietz aus Mellrichstadt. Der junge Metzgermeister aus Mellrichstadt f\u00fchrt sein Fleischereifachgesch\u00e4ft mit \u201eflei\u00dfigen Mitarbeitern, die mich tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen\u201c. Seinen Nachwuchs findet er durch aktive Suche in Schulen und bei Berufsinformationstagen. Das attraktivere Lehrlingsgehalt macht ihm Mut f\u00fcr seine Zunft. \u201eDie h\u00f6here Verg\u00fctung zeigt die bessere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr unseren Beruf\u201c, freut er sich.<\/p>\n<p>Das frischgebackene Mitglied der Wurstmarkt-Steuerungsgruppe setzt wie seine Kollegen auf Ideen und Mut. Mit Wortspielereien rund um das Autokennzeichen MET kreiert Johannes Der METzger zum Beispiel originelle MET-Salami. Das kommt bei der Kundschaft gut an. Zum Rh\u00f6ner Wurstmarkt am 13.\/14. Oktober kommt Johannes mit Bratwurstkreationen \u201emal ganz anders\u201c nach Ostheim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>In der Rh\u00f6n scheint die Welt der W\u00fcrste in Ordnung. In nahezu jeder Ortschaft gibt es eine Metzgerei. Das vielf\u00e4ltige Angebot an handwerklich erzeugten Regionalprodukten aus Rind, Schwein, Kalb, Lamm und Gefl\u00fcgel zeigt eindrucksvoll der 9. Rh\u00f6ner Wurstmarkt am 13.\/14. Oktober in Ostheim v. d. Rh\u00f6n. 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