{"id":175507,"date":"2018-08-20T08:28:25","date_gmt":"2018-08-20T06:28:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175507"},"modified":"2018-08-20T08:28:25","modified_gmt":"2018-08-20T06:28:25","slug":"beschaeftigungszuwachs-dank-zuwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175507","title":{"rendered":"Besch\u00e4ftigungszuwachs dank Zuwanderung"},"content":{"rendered":"<div>Das Besch\u00e4ftigtenwachstum in Hessen wird in einem hohen Ma\u00df durch Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland getragen: \u201eOhne Zuwanderung und Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland w\u00e4re die hessische Wirtschaft nicht in der Lage, ihren Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften zu decken. Mehr als die H\u00e4lfte des Besch\u00e4ftigungszuwachses 2017 ist nur durch zugewanderte Kr\u00e4fte erm\u00f6glicht worden. Jeder sechste sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte in Hessen hat keinen deutschen Pass\u201c, erl\u00e4utert <b>Dr. Frank Martin<\/b>, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Insgesamt ist die sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung in 2017 netto um etwa 65.000 Personen gewachsen. Rund 36.000 oder 55 Prozent dieses Wachstums geht auf zus\u00e4tzliche Besch\u00e4ftigung von zugewanderten Personen zur\u00fcck, lediglich 29.000 zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze konnten mit Personen mit deutschem Pass besetzt werden.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Auch Fl\u00fcchtlinge tragen einen wesentlichen Beitrag bei: Einer von 100 sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigten k\u00e4me aus einem nichteurop\u00e4ischen Asylherkunftsland, so Martin. Die Besch\u00e4ftigung dieser Gruppe sei im Vorjahr um 8.000 Personen massiv gestiegen. Martin hatte bereits fr\u00fchzeitig darauf hingewiesen, dass erst Ende 2017 ein Gro\u00dfteil der ab 2015 eingereisten Fl\u00fcchtlinge den Arbeitsmarkt erreichen w\u00fcrde.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u201eRund ein Drittel der Gefl\u00fcchteten haben bereits eine Besch\u00e4ftigung gefunden, ein Drittel befinden sich in Ma\u00dfnahmen und ein weiteres Drittel ist arbeitslos\u201c, erl\u00e4utert Martin die aktuelle Situation.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zum 31.12.2017 gingen rund 25.250 Menschen aus den sogenannten nichteurop\u00e4ischen Asylherkunftsl\u00e4ndern einer sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung nach. Das waren rund 50,0 Prozent mehr als noch im Dezember 2016. Die meisten Arbeitnehmer haben einen afghanischen Pass: rund 6.680. Danach folgen Menschen aus Syrien mit rund 4.470, die gleichzeitig mit rund 120,0 Prozent den gr\u00f6\u00dften Zuwachs verzeichnen konnten. Auf Platz 3 kamen Menschen aus Pakistan: 4.340.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Derzeit finden Gefl\u00fcchtete in erster Linie in der Arbeitnehmer\u00fcberlassung, dem Handel, dem Gastgewerbe, in den wirtschaftlichen Dienstleistungen und in der Logistik sozialversicherungspflichtige Jobs.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Im laufenden Ausbildungsjahr suchten bis jetzt ebenfalls mehr junge Fl\u00fcchtlinge nach einem Ausbildungsplatz als noch vor einem Jahr. Ihre Zahl stieg auf 3.321 und liegt somit mit fast 1.200 Personen \u00fcber dem Vorjahreswert. Mittlerweile haben rund 8,0 Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber einen Fluchthintergrund. 763 haben bereits einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. \u201eJunge Gefl\u00fcchtete st\u00fctzten immer mehr den hessischen Ausbildungsmarkt. Auch wenn einige noch nicht fit f\u00fcr eine Ausbildung sind, ist ihre Motivation hoch, was sich an den gestiegenen Bewerberzahlen zeigt. Es l\u00e4sst sich bereits jetzt festhalten, dass ohne Gefl\u00fcchtete noch mehr Ausbildungsstellen unbesetzt blieben\u201c, steht f\u00fcr Frank Martin fest.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Im Dezember 2017 kamen rund drei Prozent aller hessischen besch\u00e4ftigten sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden aus einem nicht europ\u00e4ischen Asylherkunftsland: 2.996 und somit \u00fcber 100 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wer noch nicht auf dem Arbeitsmarkt Fu\u00df fassen kann, befindet sich h\u00e4ufig in einer arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahme. Durchschnittlich 3.200 Eintritte monatlich konnten die Agenturen und Jobcenter in Hessen seit April 2017 verzeichnen. An der Spitze stehen Ma\u00dfnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie zur Berufswahl und Berufsausbildung. Die Strukturmerkmale dieser Personengruppe hat sich binnen eines Jahres nicht ver\u00e4ndert: Es handelt sich mehrheitlich um M\u00e4nner im Alter von 15 bis 35 Jahren, die zu 61 Prozent f\u00fcr Jobs auf Helferniveau zur Verf\u00fcgung stehen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Im Juli 2018 waren 15.905 Menschen mit einem Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet und somit etwa 1.700 mehr als im Vorjahr.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Alles in allem ist Frank Martin zufrieden mit der aktuellen Entwicklung: \u201eEs wurden viele Weichen gestellt und mehr Menschen haben eine Besch\u00e4ftigung gefunden, als wir dachten. Die Motivation, eine Ausbildung oder eine Besch\u00e4ftigung zu finden, ist hoch. Die Menschen wollen in unserer Gesellschaft ankommen und in vielen F\u00e4llen auch etwas zur\u00fcckgeben. Ein Weg zur Anerkennung und Teilhabe ist, einen Job zu haben und nicht mehr auf staatliche Unterst\u00fctzung angewiesen zu sein.\u201c<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Besch\u00e4ftigtenwachstum in Hessen wird in einem hohen Ma\u00df durch Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland getragen: \u201eOhne Zuwanderung und Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland w\u00e4re die hessische Wirtschaft nicht in der Lage, ihren Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften zu decken. Mehr als die H\u00e4lfte des Besch\u00e4ftigungszuwachses 2017 ist nur durch zugewanderte Kr\u00e4fte erm\u00f6glicht worden. 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