{"id":175312,"date":"2018-07-29T08:42:30","date_gmt":"2018-07-29T06:42:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175312"},"modified":"2018-07-29T08:42:30","modified_gmt":"2018-07-29T06:42:30","slug":"konflikte-mit-wespen-und-hornissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175312","title":{"rendered":"Konflikte mit Wespen und Hornissen"},"content":{"rendered":"<p>Im Bereich von Wohngeb\u00e4uden und G\u00e4rten kann es im Zusammenleben mit Wespen und Hornissen zu Konflikten kommen. Ursache daf\u00fcr ist eine in den meisten F\u00e4llen v\u00f6llig unbegr\u00fcndete Angst, die auf mangelnde Kenntnis der Tiere und ihres Verhaltens zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Durch sachgerechte Information und einfache praktische Ma\u00dfnahmen lassen sich \u00c4ngste und Konflikte beheben und die in der Vergangenheit unter Missachtung von Schutzbestimmungen \u00fcbliche Abt\u00f6tung der Tiere vermeiden.<\/p>\n<p>Hummeln, Wildbienen, Hornissen und einige Wespenarten unterliegen dem besonderen Schutz des Naturschutzgesetzes. Sie erf\u00fcllen im Kreislauf der Natur wesentliche und unverzichtbare Funktionen zum Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt. Mit ihrer Best\u00e4ubungsleistung tragen sie ganz erheblich zur Ern\u00e4hrung des Menschen bei und sollten daher als Teil der Natur akzeptiert werden.<\/p>\n<p>Um dem steigenden Beratungsbedarf und dem Artenschutz gerecht zu werden, gibt es seit einigen Jahren ein von der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda eingerichtetes Beraternetz. Die Berater f\u00fchren als Sachkundige ihre T\u00e4tigkeit ehrenamtlich aus. Gerade in den Hochsommermonaten sind sie t\u00e4glich im Einsatz, viele Anrufe gehen bei ihnen rund um die Uhr ein. Die Aufgabe der Wespenberater ist es nicht, die Tiere abzut\u00f6ten beziehungsweise ihre Nester zu vernichten, sondern konfliktfreie L\u00f6sungen zu einem Miteinander von Mensch und Insekt aufzuzeigen. Die telefonische Beratung ist kostenlos. F\u00fcr Ortsbesuche oder konkrete praktische Ma\u00dfnahmen wird eine angemessene Aufwandsentsch\u00e4digung erhoben.<\/p>\n<p>Die untere Naturschutzbeh\u00f6rde weist darauf hin, dass die Kontaktnummern keine 24-Stunden-Notfallnummer sind. Vielmehr sollten Betroffene die Berater zu humanen Zeiten anrufen und deren Hilfe nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn die Tiere ein ernst zu nehmendes Problem darstellen. So ist die blo\u00dfe Anwesenheit von Wespen im Garten noch kein Grund, einen Wespenberater zu kontaktieren. Hier helfen bereits einfache Ma\u00dfnahmen wie eine Ablenkungsf\u00fctterung zum Beispiel mit Gelee-Klecksen in einer entfernten Ecke des Gartens. Auch vorhandene Nester m\u00fcssen kein Problem darstellen. Kollisionen zwischen Mensch und Tier k\u00f6nnen vermieden werden, wenn man den unmittelbaren Einflugbereich meidet, keine hektischen Bewegungen macht und Ruhe bewahrt. Die Tiere stechen nicht einfach so, sondern nur wenn sie sich bedroht f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Schwieriger wird es bei Nestern im unmittelbaren Hausbereich wie beispielsweise in Rollo-K\u00e4sten. Die Tiere und das Nest hier herauszubekommen und umzusiedeln, ist sehr schwierig und stellt einen hohen zeitlichen Aufwand f\u00fcr den Berater dar. Hinzu kommen handwerkliche Leistungen, die aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden nicht durch den Wespenberater erbracht werden k\u00f6nnen. Gift sollte schon allein aus Gesundheitsgr\u00fcnden aber nicht eingesetzt werden. Zudem ist das Verfaulen der toten Tiere im Kasten mit erheblichen Verwesungsger\u00fcchen verbunden. Oft hilft es aber schon zu wissen, dass ein vorhandenes Nest kein Dauerproblem darstellt.<\/p>\n<p>Mit Beginn des ersten Frosts verlassen die Tiere das Nest, der Wespenstaat l\u00f6st sich auf. Die begattete Jungk\u00f6nigin sucht sich zur \u00dcberwinterung eine frostgesch\u00fctzte Stelle, bis sie im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr an einer anderen Stelle ein neues Nest baut. So kann das alte Nest im Herbst nach Ausflug der Tiere wesentlich einfacher entfernt werden, ohne dass man in einen artenschutzrechtlichen Konflikt ger\u00e4t. F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr empfiehlt die Naturschutzbeh\u00f6rde, s\u00e4mtliche M\u00f6glichkeiten zum Einschl\u00fcpfen abzudichten und die Rollos immer regelm\u00e4\u00dfig zu benutzen. Verbindungen zum Innenraum beispielsweise \u00fcber den Rollo-Gurt k\u00f6nnen von innen zugeklebt werden. Fliegengitter helfen, fliegende Tiere aus Wohnr\u00e4umen fernzuhalten.<\/p>\n<p>Info<br \/>\nDie Kontaktdaten der \u00f6rtlich zust\u00e4ndigen Wespenberater gibt bei den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie beim Fachdienst Natur und Landschaft der Kreisverwaltung unter Telefon (0661) 6006-470.<\/p>\n<p>Ein Wespennest stellt kein Dauerproblem. Im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr baut die Jungk\u00f6nigin an anderer Stelle ein neues Nest. Foto: K. Graeser<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Bereich von Wohngeb\u00e4uden und G\u00e4rten kann es im Zusammenleben mit Wespen und Hornissen zu Konflikten kommen. Ursache daf\u00fcr ist eine in den meisten F\u00e4llen v\u00f6llig unbegr\u00fcndete Angst, die auf mangelnde Kenntnis der Tiere und ihres Verhaltens zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. 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