{"id":175225,"date":"2018-07-19T23:45:44","date_gmt":"2018-07-19T21:45:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=175225"},"modified":"2018-07-19T23:45:44","modified_gmt":"2018-07-19T21:45:44","slug":"eichenzeller-tourismusstudentin-untersucht-touristisches-potential-des-sternenparks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=175225","title":{"rendered":"Eichenzeller Tourismusstudentin untersucht touristisches Potential des Sternenparks"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-175228\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit-265x472.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit-265x472.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit-149x265.jpg 149w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit-768x1368.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit-337x600.jpg 337w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/198-Astrotourismus-1-Marie-Witzel-und-Sabine-Frank-mit-BA-Arbeit.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Lassen sich mit dem Rh\u00f6ner Sternenhimmel Urlauber in unsere Region locken? F\u00fcnf Monate lang hat die Eichenzellerin Marie Witzel (23) den Sternenpark Rh\u00f6n genau unter die Lupe genommen, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Die fand sie so spannend, dass sie sie zum Thema ihrer Bachelor-Arbeit im Fach International Tourism Studies an der Hochschule Harz machte.<\/p>\n<p>Keine Frage, der Rh\u00f6ner Sternenhimmel ist einmalig sch\u00f6n und bietet nicht zuletzt seit Bestehen des Sternenparks ideale Voraussetzung f\u00fcr astronomische Beobachtungen. Sternenf\u00fchrungen erfreuen sich so gro\u00dfer Beliebtheit, dass viele bereits Monate im Voraus ausgebucht sind. Um zum echten Urlaubserlebnis zu werden und von G\u00e4sten der Rh\u00f6n als eigenst\u00e4ndiges Produkt wahrgenommen zu werden, um letztlich auch wirtschaftliche Effekte zu generieren, bedarf es allerdings noch etwas mehr. Wie weit ist die Rh\u00f6n da schon? Gibt es gen\u00fcgend Angebote im Bereich des \u201eAstrotourismus\u201c und sind diese ausreichend miteinander verkn\u00fcpft? Wo hakt es, und wie k\u00f6nnen Akteure besser zusammenarbeiten? F\u00fcr ihre Arbeit hat Marie sich nicht nur in anderen bestehenden Sternenparks umgesehen und das astrotouristische Angebot in der Rh\u00f6n analysiert, sondern auch mit vielen lokalen Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft, Kommunalpolitik, Tourismus, Naturschutz und Wissenschaft gesprochen, um ihren Interessen auf die Spur zu kommen.<\/p>\n<p>Was das touristische Potenzial des Sternenparks angeht, f\u00e4llt das Ergebnis der Studentin gr\u00f6\u00dftenteils positiv aus. Die Rh\u00f6n ist derzeit nur einer von drei zertifizierten Sternenparks in ganz Deutschland, kann also im Bereich Astrotourismus eine echte Marktnische besetzen. Mit ihren Natursch\u00e4tzen zieht die Rh\u00f6n bereits heute mehr Tages- als \u00dcbernachtungsg\u00e4ste an, darunter viele aus den n\u00e4chstgelegenen Gro\u00dfst\u00e4dten. Sie mit astrotouristischen Angeboten wie beispielsweise \u201esternenfreundlichen\u201c Unterk\u00fcnften oder Therapieangeboten f\u00fcr Menschen mit Schlafst\u00f6rungen zu l\u00e4ngeren Aufenthalten zu bewegen, w\u00e4re denkbar. Diese m\u00fcssen teilweise aber erst noch geschaffen und miteinander zu einem Gesamtpaket verkn\u00fcpft werden. Auch sieht die Studentin gro\u00dfes Potenzial darin, mit Hilfe sanfter Umweltbildung den Naturschutzgedanken des Sternenparks auch Touristen ohne besondere Affinit\u00e4t zum Naturschutz n\u00e4herzubringen und sie so letztlich zu Botschaftern des \u201eNachthimmels\u201c zu machen. Dank seines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Angebots habe der Sternenpark Rh\u00f6n au\u00dferdem Potenzial, sich als klimaschonendes Nah-Reiseziel zu positionieren. Einen weiteren touristisch nutzbaren Vorteil des Parks sieht die Autorin in der vom Sternenpark angeregten Lichtreduktion in den Sternenpark-Gemeinden. Diese f\u00fchre dank ihrer nachgewiesenen positiven Effekte f\u00fcr Gesundheit und Artenschutz, aber auch der landschafts\u00e4sthetischen Verbesserung zu mehr Lebensqualit\u00e4t in den Orten, womit sich wiederum hervorragend werben lasse.<\/p>\n<p>Bis von einem echten Astrotourismus in der Rh\u00f6n gesprochen werden k\u00f6nne, bedarf es laut Witzel aber noch einiger Anstrengungen. \u201eDer Park h\u00e4ngt deutlich hinter seinem Potenzial zur\u00fcck\u201c, wei\u00df auch Sabine Frank, Koordinatorin des Sternenparks. Noch gebe es viele organisatorische Hemmnisse, unter anderem mangele es an einer koordinierenden Stelle zwischen Tourismus und Sternenpark. In ihren abschlie\u00dfenden Handlungsempfehlungen zeigt die Studentin Ma\u00dfnahmen auf, mit der die touristische Entwicklung des Sternenparks gef\u00f6rdert werden kann. Unter anderem empfiehlt sie allen am Tourismus beteiligten Akteuren, sich zun\u00e4chst \u00fcber den touristischen Stellenwert des Sternenparks f\u00fcr die Destination Rh\u00f6n klar zu werden und eine interdisziplin\u00e4re Arbeitsgruppe zu gr\u00fcnden. Weiterhin pl\u00e4diert sie daf\u00fcr, Tourismusbetriebe besser in Sachen Astrotourismus zu schulen, mehr buchbare Erlebnisangebote rund um das Thema Sterne zu schaffen und die astrotouristische Infrastruktur samt \u201eEdutainment\u201c-Angeboten im Sternenpark auszubauen. Bei allen Ma\u00dfnahmen d\u00fcrfe aber nicht vergessen werden, die lokale Bev\u00f6lkerung zu beteiligen, um eine hohe Akzeptanz zu erreichen, so das abschlie\u00dfende Fazit der Bachelor-Arbeit.<\/p>\n<p>\u201eDie Arbeit von Frau Witzel ist eine Bereicherung f\u00fcr die hiesige Tourismuswirtschaft\u201c, lobt Landrat Bernd Woide. \u201eWir wissen jetzt, dass die Rh\u00f6n den Sternenpark noch viel st\u00e4rker als touristisches Aush\u00e4ngeschild nutzen sollte, dass aber gleichzeitig noch viel Arbeit notwendig ist. Nun ist es an den Verantwortlichen, die besten Voraussetzungen f\u00fcr einen nachhaltigen Astrotourismus zu schaffen.\u201c<\/p>\n<p>Info:<br \/>\nDie Bachelor-Arbeit ist online abrufbar unter http:\/\/biosphaerenreservat-rhoen.de\/news\/1473-bachelorarbeit-ueber-den-sternenpark<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lassen sich mit dem Rh\u00f6ner Sternenhimmel Urlauber in unsere Region locken? 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