{"id":174327,"date":"2018-05-30T18:36:43","date_gmt":"2018-05-30T16:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=174327"},"modified":"2018-05-30T18:36:43","modified_gmt":"2018-05-30T16:36:43","slug":"gegen-rassismus-fuer-demokratie-und-menschenrechte-das-mobile-lernlabor-mensch-du-hast-rechte-bis-zum-10-juni-in-der-albert-schweitzer-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=174327","title":{"rendered":"Gegen Rassismus, f\u00fcr Demokratie und Menschenrechte &#8211; Das Mobile Lernlabor \u201eMensch, du hast Recht(e)!\u201c bis zum 10. Juni in der Albert-Schweitzer-Schule"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIn welcher Gesellschaft m\u00f6chtest du leben?\u201c \u2013 Die Kernfrage der Ausstellung \u201eMensch, du hast Recht(e)!\u201c stellt sich gleich zu Beginn am Eingangsportal des Lernlabors der Bildungsst\u00e4tte Anne Frank, das bis zum 10. Juni in Alsfeld Station macht und in einem interaktiven Angebot f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren deutlich macht, wie Rassismus und Diskriminierung, Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit Bed\u00fcrfnisse wie \u201eFreiheit\u201c, \u201eLiebe\u201c oder \u201eSchutz\u201c unterlaufen und wie man ihnen begegnen kann: Rassismus auch im Alltag zu erkennen, Diskriminierung verschiedener Gruppen wahrzunehmen und demokratisches Verhalten zu erlernen, sind die Ziele des Lernlabors.<br \/>\nAlexander M\u00f6ller, Lehrer f\u00fcr Politik und Wirtschaft an dem Gymnasium, hat es in seine Schule geholt, weil er es f\u00fcr mehr als n\u00f6tig h\u00e4lt, bereits junge Menschen f\u00fcr einen verantwortungsvollen Umgang mit den Grundrechten aller Menschen zu sensibilisieren und auch daf\u00fcr, wann diese Rechte in Gefahr sind. Dazu bietet die Ausstellung an verschiedenen Stationen Gelegenheit. Welche Paragraphen des Grundgesetzes beispielsweise sch\u00fctzen die eingangs genannten Bed\u00fcrfnisse nach \u201eFreiheit\u201c, \u201eFamilie\u201c oder auch \u201eBildung\u201c? Untergliedert ist der Rundgang, der ohne feste Reihenfolge zu durchlaufen ist, in drei Bereiche: Orangefarbene Stationen besch\u00e4ftigen sich unter der \u00dcberschrift \u201eMensch, du bist gleichwertig!\u201c mit Rassismus. Die Besucher werden hier mit eigenen Vorstellungen und auch Vorurteilen konfrontiert: Welchen Eindruck habe ich von jemandem, der in alter, unmoderner Kleidung umherl\u00e4uft? Arm, obdachlos, ungewaschen vielleicht? Wundere ich mich, wenn eine dunkelh\u00e4utige Person flie\u00dfend Deutsch spricht? Und wie sieht es mit meinem Wortschatz aus? Worte wie Zigeuner, Asylant oder auch Ausl\u00e4nder sind diskriminierend, und doch finden sie im deutschen Sprachalltag st\u00e4ndig noch Gebrauch. Wo kommen sie her? Wozu werden sie eigentlich verwendet? Und wie gehen die Medien damit um? Spannende Fragen, die zum Nachdenken \u00fcber die eigene Position anregen. Genauso wie die anderen Bereiche der Ausstellung.<br \/>\nDer graue Bereich l\u00e4uft unter dem Motto \u201eMensch, du kannst sein wie du bist und wie du willst!\u201c. Er besch\u00e4ftigt sich mit Diskriminierung, offener und versteckter. Hier werden unter anderem diskriminierende Stereotype in der Werbung vorgestellt, die verschiedene Gruppen immer wieder ausklammern oder auf deren vermeintlich typische Eigenschaften reduzieren. Hier geht es darum, dar\u00fcber nachzudenken, was gesellschaftlich als normal gilt: Familie mit Vater, Mutter, Kind beispielsweise, die Ehe von etwa Gleichaltrigen und Frauen ohne Kopftuch. Wer im Alltag nicht vorkommt, etwa eine Familie mit einem homosexuellen Elternpaar, wird gedanklich und praktisch ausgeschlossen. \u00dcber die Folgen dieser Diskriminierung und \u00fcber Best-Practice-Beispiele zu deren Bek\u00e4mpfung informiert das Lernlabor.<br \/>\nEin drittes Feld ist der gr\u00fcne Bereich. Er hei\u00dft \u201eMensch, die kannst (mit-)bestimmen!\u201c. Hier geht es darum, was der oder die Einzelne tun kann, um f\u00fcr Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Wie funktionieren politische, demokratische Prozesse im Alltag, auch in der Schule? Wie geht man mit Mehrheitsbeschl\u00fcssen um \u2013 auch als Minderheit? Was ist der richtige Weg, Demokratie zu bewahren, etwa wenn die durch Rechtsextremismus bedroht ist?<br \/>\nDas Lernlabor stellt die Fragen dieser Bereiche nicht nur dar, sondern regt die Besucher an zum Mitmachen und Mitdenken \u2013 auch \u00fcber die eigene Haltung. Und mehr als das: Es stellt die Verbindung her zwischen den individuellen Lebensw\u00fcnschen Einzelner und dem Einfluss von Politik und Gesellschaft darauf. So wird deutlich, dass Rassismus und Diskriminierung die Grundrechte aller gef\u00e4hrden, dass Demokratie es wert ist, dass man um sie k\u00e4mpft und sie nicht den Rechtsextremen \u00fcberl\u00e4sst, die mit Diskriminierung und Rassismus die Gesellschaft zu spalten drohen. \u201eIch sehe heute mehr denn je, dass die Grundannahmen eines sicheren, guten Lebens, das wir hier f\u00fchren, in Gefahr sind,\u201c so Alexander M\u00f6ller zu einer Motivation, diese Ausstellung nach Alsfeld zu holen. Gef\u00f6rdert wurde dieser Plan aus Mitteln des Bundesprojekts \u201eDemokratie leben!\u201c, als Projekttr\u00e4ger fungiert der F\u00f6rderverein der Albert-Schweitzer-Schule. F\u00fcr Dieter Welker, den Vorsitzenden des Vereins, war es keine Frage, die Durchf\u00fchrung des Plans zu unterst\u00fctzen. \u201eDie Ausstellung richtet sich an fast alle Altersstufen und ist damit ein Projekt, das f\u00fcr die ganze Schulgemeinde gut ist \u2013 Herr M\u00f6ller hat damit offene T\u00fcren bei uns eingerannt\u201c, so Welker, der sich von Nabeela Khan durch die Ausstellung f\u00fchren lie\u00df. Sie kam von der Bildungsst\u00e4tte Anne Frank zu Beginn der Ausstellung nach Alsfeld, um Lehrkr\u00e4fte und Peer Teacher zu schulen, die nun die Besucher des Lernlabors unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Die Ausstellung richtet sich sowohl an interessierte Schulklassen der Region, ist aber auch an einem \u00f6ffentlichen Abend (4.6.2018, 19 bis 21 Uhr) f\u00fcr ein breites Publikum ge\u00f6ffnet. Anmeldungen k\u00f6nnen direkt bei Alexander M\u00f6ller get\u00e4tigt werden (a.moeller@ass-alsfeld.net).<br \/>\n\u201eDie Ausstellung soll dazu anregen, eigene Positionen zu \u00fcberdenken und eine Haltung zu den vorgestellten gesellschaftlichen Themen zu entwickeln. Sie soll zum Dialog anregen und nat\u00fcrlich auch dazu, zu erkennen, was jeder und jede Einzelne f\u00fcr ein Leben in einer demokratischen, wertsch\u00e4tzenden Gesellschaft tun kann\u201c, erl\u00e4utert Nabeela Khan.<br \/>\nAuch Schulleiterin Annette Knieling ist von der Wirksamkeit der Ausstellung \u00fcberzeugt: \u201eIch freue mich, dass es gelungen ist, das gesellschaftspolitische Lernlabor an unsere Schule zu holen. Diese Ausstellung ist in besonderer Weise geeignet, Fragen des gemeinsamen demokratischen Miteinanders erlebbar zu machen. Sie erm\u00f6glicht allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sowie den externen Besuchern partizipativ ihr Wissen zu vertiefen und Haltungen zu entwickeln, die dazu beitragen, die eigene Rolle in der Gesellschaft zu reflektieren. Sie steht als wertvolle Erg\u00e4nzung zu unserem regul\u00e4ren Unterrichtsangebot und \u00f6ffnet neue Formen der Auseinandersetzung mit den Grundrechten und allgemeinen Fragen der Humanit\u00e4t.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eIn welcher Gesellschaft m\u00f6chtest du leben?\u201c \u2013 Die Kernfrage der Ausstellung \u201eMensch, du hast Recht(e)!\u201c stellt sich gleich zu Beginn am Eingangsportal des Lernlabors der Bildungsst\u00e4tte Anne Frank, das bis zum 10. Juni in Alsfeld Station macht und in einem interaktiven Angebot f\u00fcr Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren deutlich macht, wie Rassismus und &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-174327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/174327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=174327"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/174327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":174328,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/174327\/revisions\/174328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=174327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=174327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=174327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}