{"id":173947,"date":"2018-05-15T16:06:58","date_gmt":"2018-05-15T14:06:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173947"},"modified":"2018-05-15T16:06:58","modified_gmt":"2018-05-15T14:06:58","slug":"fulda-und-liyang-unterschiede-gemeinsamkeiten-und-plaene-freundschaft-mit-chinesischer-partnerstadt-intensiviert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173947","title":{"rendered":"Fulda und Liyang: Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Pl\u00e4ne &#8211; Freundschaft mit chinesischer Partnerstadt intensiviert"},"content":{"rendered":"<p>Bildung, Gesundheitswesen und Industrie: In diesen drei Bereichen sollen die Region Fulda und die chinesische Partnerstadt Liyang k\u00fcnftig weiter zusammenwachsen. Die j\u00fcngste einw\u00f6chige Delegationsreise nutzten Landrat Bernd Woide, Oberb\u00fcrgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Hochschulpr\u00e4sident Dr. Karim Khakzar zudem, um sich in Shanghai mit der deutschen Generalkonsulin Dr. Christine Althauser und Vertretern der Chinesisch-Deutschen-Hochschule an der renommierten Tongji-Universit\u00e4t auszutauschen.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche St\u00e4rke in zentraler Lage gepaart mit einem H\u00f6chstma\u00df an Lebensqualit\u00e4t, das sind nicht nur die Tr\u00fcmpfe der Region Fulda, sondern auch Attribute, mit denen die Partnerstadt Liyang f\u00fcr sich wirbt \u2013 allerdings mit anderen Gr\u00f6\u00dfenordnungen. Ebenso wie Fulda von der Metropole Frankfurt profitiert, hat die N\u00e4he zur 25-Millionen-Einwohner-Stadt Shanghai einen positiven Einfluss auf Liyang. Die Wirtschaft vor Ort brummt, und gleichzeitig profiliert sich die 850.000 Einwohner z\u00e4hlende l\u00e4ndliche Stadt immer mehr auch als Tourismus-Region. Dabei wird der Tourismus, \u00e4hnlich wie in Deutschland, nicht nur als eigener Wirtschaftsfaktor betrachtet, sondern auch als Teil der weichen Standortfaktoren. Denn vielen Unternehmen in den Megacities mit schlechter Luft f\u00e4llt es zunehmend schwer, qualifizierte F\u00fchrungskr\u00e4fte zu finden. Sie haben schlichtweg Angst um die Gesundheit ihrer Familien.<br \/>\nGeneralkonsulin Dr. Christine Althauser gab einen Einblick in den vom Shanghaier Generalkonsulat betreuten Wirtschaftsraum: vier Provinzen, dabei auch die Jiangsu-Provinz mit der Partnerstadt Liyang, 222 Millionen Einwohner mit 20 Prozent der chinesischen Wirtschafts<br \/>\nkraft und 40 Prozent aller deutschen Firmen in China. Allein die Au\u00dfenhandelskammer (AHK) Shanghai z\u00e4hle 1.600 Mitglieder. Auch die Zahlen aus dem Bildungsbereich waren beeindruckend: 2,5 Prozent des chinesischen Bruttosozialprodukts flie\u00dfen in Forschung und Bildung. An den 3.300 Hochschulen werden 42 Millionen Studierende ausgebildet. Da nimmt sich die Zahl von 30.000 chinesischen Studierenden in Deutschland verschwindend gering aus.<br \/>\nMit Blick auf die Hochschule Fulda, an der zur Zeit vergleichsweise wenige Studierende aus dem Reich der Mitte eingeschrieben sind, w\u00e4re eine Steigerung durchaus denkbar. Pr\u00e4sident Karim Khakzar, der auch Vizepr\u00e4sident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz und dort Sprecher der Hochschulen f\u00fcr angewandte Wissenschaften (HAWs) und Fachhochschulen (FHs) ist, k\u00f6nnte sich ein Engagement der Fuldaer Hochschule an der Chinesisch-Deutschen-Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (CDHAW) an der Tongji-Universit\u00e4t gut vorstellen. Bisher sind an dem Prestigeprojekt 26 deutsche HAWs\/FHs beteiligt. Entsprechende Gespr\u00e4che verliefen vielversprechend. Zudem wird die M\u00f6glichkeit des direkten Studierendenaustausches mit Liyang gepr\u00fcft. Hier soll in den kommenden Jahren eine Au\u00dfenstelle der Universit\u00e4t Nanjing entstehen.<\/p>\n<p>Konkret sollen schon in diesem Sommer zwei Studierende aus Liyang an der Sommeruniversit\u00e4t an der Hochschule Fulda teilnehmen. Dar\u00fcber hinaus ist geplant, in Fulda auch eine Plattform f\u00fcr chinesische Kultur zu schaffen. Parallel dazu werden die bestehenden Kooperationsprojekte weiter fortgesetzt \u2013 so beispielsweise die Planungen f\u00fcr eine Altenpflegeinrichtung in Liyang und die Ausbildung von Berufsschullehrern \u00fcber das BBZ-Mitte.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie Tongji-Universit\u00e4t wurde 1907 zun\u00e4chst als deutsche Medizinschule f\u00fcr Chinesen in Shanghai als erstes gro\u00dfes Projekt deutscher ausw\u00e4rtiger Kulturpolitik vom deutschen Arzt Erich Paulun gegr\u00fcndet. Sp\u00e4ter kam noch eine Ingenieurschule hinzu. Beide wurden 1917 von der franz\u00f6sischen Kolonialmacht geschlossen und 1924 als chinesische Tongji-<\/p>\n<p>Universit\u00e4t wiederer\u00f6ffnet. Die technische Ausr\u00fcstung lieferten deutsche Unternehmen. Seit 1978 hat die Tongji wieder intensivere Beziehungen zu Deutschland aufgebaut. Daraus entstanden ist die CDH, die Chinesisch-Deutsche Hochschule, unter deren Dach sich das chinesische Institut f\u00fcr Berufsbildung, die chinesische Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften und das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg befinden. Die Tongji pflegt Partnerschaften mit mehr als 60 deutschen Hochschulen. Ziel sind Doppelabschl\u00fcsse sowohl an der Tongji wie auch an der deutschen Partnerhochschule.<\/p>\n<p>Weitere Teilnehmer der Delegation waren Christoph Burkard (Region Fulda GmbH), J\u00fcrgen Diener (W\u00e4scherei Diener GmbH &amp; Co. KG), Andr\u00e9 Eydt (Klinikum Fulda), Stefan Frauenholz, Alexander G\u00fcnther und Qingyu Meng (alle TTC Rh\u00f6nSprudel Maberzell e.V.), Haldun Tuncay (Verlagsgruppe Parzeller) und Sebastian M\u00fcller (Landkreis Fulda).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bildung, Gesundheitswesen und Industrie: In diesen drei Bereichen sollen die Region Fulda und die chinesische Partnerstadt Liyang k\u00fcnftig weiter zusammenwachsen. 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