{"id":173940,"date":"2018-05-15T16:03:16","date_gmt":"2018-05-15T14:03:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173940"},"modified":"2018-05-15T16:03:16","modified_gmt":"2018-05-15T14:03:16","slug":"der-beruf-ist-wichtig-und-erfuellend-pflegemonitor-zahlen-daten-und-einschaetzungen-fuer-den-landkreis-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173940","title":{"rendered":"\u201eDer Beruf ist wichtig und erf\u00fcllend\u201c &#8211; Pflegemonitor: Zahlen, Daten und Einsch\u00e4tzungen f\u00fcr den Landkreis Fulda"},"content":{"rendered":"<p>Pflege wird sich in den n\u00e4chsten Jahren weiter zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist bereits heute die Schwierigkeit, ausreichend Fachkr\u00e4fte zu finden. Gesch\u00e4tzt 800 Vollzeitkr\u00e4fte werden bis zum Jahr 2035 ben\u00f6tigt. So analysiert es der regionale Pflegemonitor, zu dessen Pr\u00e4sentation Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt etwa 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen station\u00e4re und mobile Pflege, Pflegeschulen und Arbeit ins Landratsamt eingeladen hatte.<\/p>\n<p>Daten brauchen Erl\u00e4uterung: Diese Aufgabe \u00fcbernahm Oliver Lauxen, beim Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt zust\u00e4ndig f\u00fcr regionale Arbeitsm\u00e4rkte. Vor allem die Nachfrage nach Pflegekr\u00e4ften seitens der Unternehmen sei nur schwer messbar. \u201eDenn allein die Meldung von offenen Stellen im Pflegebereich zeigt nur einen Bruchteil jenen Stellen, die tats\u00e4chlich zu besetzen sind\u201c, sagte Lauxen. Deshalb f\u00fchre das IWAK Befragungen der jeweiligen Unternehmen durch.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fulda habe man beispielsweise ermittelt, dass vor allem in der Krankenpflege Nachwuchs fehle und es deutlich mehr Absolventen der Altenpflegehelferausbildung gebe. Die Zahlen basierten zwar auf den Daten von 2016 \u2013 die aktuellen sind erst 2019 zu erwarten \u2013 , dennoch lasse sich eine Prognose skizzieren, sagte Oliver Lauxen. Die Zukunft der Pflege sei doppelt von der demografischen Entwicklung betroffen: Eine zunehmende Zahl alter Menschen f\u00fchrt zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Pflegekr\u00e4ften, von denen jedoch eine Vielzahl 2030\/2035 in Rente gehen werde. Letztendlich sei davon auszugehen, dass bis 2030 gut 600 Vollzeitkr\u00e4fte ben\u00f6tigt w\u00fcrden, bis 2035 sogar 800.<\/p>\n<p>Der IWAK-Experte gab anschlie\u00dfend einen \u00dcberblick \u00fcber Ma\u00dfnahmen zur Fachkr\u00e4ftesicherung \u2013 verschiedene Facetten der Qualifizierung, die Mobilisierung beispielsweise jener, die aus dem Arbeitsleben ausgestiegen sind, die Bindung der Fachkr\u00e4fte an das Unternehmen etwa durch individuelle Arbeitszeitmodelle und die Anwerbung in anderen L\u00e4ndern. Daran ankn\u00fcpfend entspann sich eine rege Diskussion, moderiert von Ana Isabel Eichel (IFOK GmbH). Themenbereiche waren die generalistische Ausbildung, Strategien, um Fachkr\u00e4fte zu gewinnen und zu halten, sowie der Nutzen einer Vernetzung.<\/p>\n<p>\u00dcber Ma\u00dfnahmen und Programme informierten Ulrich Nesemann und Markus Vogt vom Kreisjobcenter. Angesprochen wurde seitens der Teilnehmer auch, dass der Pflegeberuf ein massives Imageproblem habe. Wenn immer wieder von Pflegenotstand die Rede sei, von schlechten Arbeitszeiten und hoher Belastung, dann m\u00fcsse man sich nicht verwunderlich, dass die T\u00e4tigkeit oft geringgesch\u00e4tzt werde. Eine Chance sei es hingegen, den Fokus zu \u00e4ndern, zu zeigen, wie erf\u00fcllend dieser Beruf und wie lohnend es sei, in der Region Fulda zu arbeiten.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ging es auch um die M\u00f6glichkeit, Arbeitskr\u00e4fte im Ausland zu finden, gefl\u00fcchtete Menschen einzubinden, um die Vereinfachung des Zugangs zur Ausbildung und eine flexiblere und individualisierte Gestaltung der Arbeitszeit. Als dinglich erwies sich f\u00fcr alle, Informationen \u00fcber das neue Curriculum der generalistischen Ausbildung zu erhalten, die 2020 starten soll. Frederik Schmitt dankte abschlie\u00dfend f\u00fcr das Interesse, die rege Diskussion, die Bereitschaft, bei diesem wichtigen Thema ins Gespr\u00e4ch zu kommen und gemeinsam an L\u00f6sungen zu arbeiten. Informationen zu den regionalen Daten finden sich unter www.hessischer-pflegemonitor.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Pflege wird sich in den n\u00e4chsten Jahren weiter zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist bereits heute die Schwierigkeit, ausreichend Fachkr\u00e4fte zu finden. Gesch\u00e4tzt 800 Vollzeitkr\u00e4fte werden bis zum Jahr 2035 ben\u00f6tigt. 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