{"id":173779,"date":"2018-05-06T23:01:20","date_gmt":"2018-05-06T21:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173779"},"modified":"2019-02-13T11:36:29","modified_gmt":"2019-02-13T10:36:29","slug":"dauerstreitthema-handyverbot-an-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173779","title":{"rendered":"Dauerstreitthema Handyverbot an Schulen"},"content":{"rendered":"<p>Kinder lieben ihre Smartphones. Aber nicht vorrangig, weil man mit ihnen wichtige Informationen recherchieren und im Notfall um Hilfe rufen kann. Sie sch\u00e4tzen die kleinen technischen Wunderwerke vor allem als Mittel zur Kommunikation mit ihren Freunden und Verbindung zu den sozialen Medien. Ein St\u00fcck weit sind sie sogar Prestige- und Identifikationsobjekte, die durch Handyh\u00fcllen mit selbstgew\u00e4hltem Foto <a href=\"https:\/\/www.cewe-fotoservice.de\/handyhuellen.html\">zum individuellen Markenzeichen gemacht<\/a> werden. So sehr, wie die Digitalisierung ein Teil der modernen Kindheit ist, ist es kein Wunder, dass selbst Grundsch\u00fcler ihr Handy schon mit in die Schule nehmen und es zuweilen nicht einmal im Unterricht aus der Hand legen wollen. Und genau das sorgt immer wieder f\u00fcr hitzige Diskussionen.<\/p>\n<h2>Neu entfachter Diskurs<\/h2>\n<p>Erst k\u00fcrzlich <a href=\"http:\/\/www.pnn.de\/brandenburg-berlin\/1276760\/\">forderte die Berliner CDU wieder ein Handyverbot an Grundschulen<\/a>. Smartphones sollten bereits beim Betreten des Schulgel\u00e4ndes eingesammelt oder im Idealfall gleich ganz zuhause gelassen werden. Eine Forderung, die bei Sch\u00fclern, Eltern und P\u00e4dagogen gleicherma\u00dfen auf Widerstand st\u00f6\u00dft. So wird jetzt sogar das seit nunmehr elf Jahren implementierte <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayerischer-landtag-handy-verbot-an-bayerns-schulen-wackelt-1.3849981\">Handyverbot im bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz wieder neu ausdiskutiert<\/a>. Das Ziel der Opposition: Schulen sollen selbst entscheiden d\u00fcrfen, ob oder wie streng sie die Benutzung von Handys reglementieren. Die CSU fordert derweil, lieber eine einheitliche Regelung in den Schulordnungen festzulegen.<\/p>\n<p>Die immer wieder auftretenden Debatten haben ein ums andere Mal die Frage aufgeworfen, ob sich ein Trend hin zum &#8220;Handy-Embargo&#8221; auch in anderen Teilen Deutschlands etablieren k\u00f6nnte. Die Argumente daf\u00fcr sind durchaus einleuchtend: So sind Smartphones nicht nur ein Quell der Ablenkung im Unterricht, sie stellen auch eine wichtige Basis f\u00fcrs Cyber-Mobbing dar. Es fehlt an einem kritischen Umgang mit der Technologie und den Medien. Jedoch: Wo k\u00f6nnte man diesen Umgang besser lernen als in der Schule? Das denken sich auch viele Lehrer und integrieren Handys als Recherchewerkzeuge in den Unterricht oder laden professionelle Jugendmedienschutzberater ein.<\/p>\n<h2>Und was ist mit Hessen?<\/h2>\n<p>Die Schulen in Hessen jedenfalls durften mit dem Thema Handy bislang individuell verfahren &#8211; und das wird auch so bleiben, wenn man dem Gros der Schulleiter Glauben schenken kann. Deren Konsens ist n\u00e4mlich nach wie vor, <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/fritzlar-homberg\/fritzlar-ort45393\/kein-grundsaetzliches-handyverbot-mehr-an-schulen-in-hessen-funktioniert-9750440.html\">ein generelles Handyverbot erf\u00fclle nur wenig Sinn<\/a> und lasse sich auch gar nicht konsequent durchsetzen. Eltern m\u00fcssten sich jederzeit \u00fcber das Wohlbefinden ihres Nachwuchses erkundigen k\u00f6nnen, zudem w\u00e4ren Lehrer daf\u00fcr verantwortlich, wenn die teils hochpreisigen Ger\u00e4te in ihrer Obhut kaputt oder verloren gingen.<\/p>\n<p>Die Schulen haben ohnehin l\u00e4ngst ihre eigenen Richtlinien etabliert: Mancherorts ist die Handybenutzung ein Privileg der Oberstufensch\u00fcler, in anderen Einrichtungen darf das Smartphone nur in den Pausen beziehungsweise erst ab der Mittagspause f\u00fcr private Zwecken verwendet werden. Auch r\u00e4umliche Trennungen ergeben zuweilen Sinn: So haben einige Schulleiter sogenannte &#8220;handyfreie Zonen&#8221; festgelegt, zu denen etwa die Kantine oder die Bibliothek z\u00e4hlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm8.staticflickr.com\/7043\/6981290631_3ab5af3a5a_z_d.jpg\"><br \/>\nBildrechte: Flickr <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/summerskyephotography\/6981290631\/\" rel=\"nofollow\">OMG likr lol<\/a> <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/summerskyephotography\/\" rel=\"nofollow\">Summer Skyes 11<\/a> CC BY 2.0 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" rel=\"nofollow\">Bestimmte Rechte vorbehalten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kinder lieben ihre Smartphones. Aber nicht vorrangig, weil man mit ihnen wichtige Informationen recherchieren und im Notfall um Hilfe rufen kann. 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