{"id":173752,"date":"2018-05-06T22:56:13","date_gmt":"2018-05-06T20:56:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173752"},"modified":"2018-05-06T22:56:13","modified_gmt":"2018-05-06T20:56:13","slug":"eutb-beratungsstellen-eroeffnen-in-alsfeld-und-lauterbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173752","title":{"rendered":"EUTB \u2013 Beratungsstellen er\u00f6ffnen in Alsfeld und Lauterbach"},"content":{"rendered":"<p>Gleichberechtigte Teilhabe \u2013 sowohl am gesellschaftlichen Alltag als auch am sozialen und beruflichen Leben &#8211; sind Themen vieler Menschen. Neben einer k\u00f6rperlichen oder geistigen Behinderung k\u00f6nnen psychische Probleme zu Schwierigkeiten f\u00fchren, sich in der Arbeitswelt zu orientieren; ebenso erfordern die Folgen von Unf\u00e4llen oder Erkrankungen \u2013 beispielsweise die Auswirkungen eines Schlaganfalls oder einer chronischen Erkrankung \u2013 h\u00e4ufig ein Neudenken besonders auf dem Gebiet der Erwerbst\u00e4tigkeit.<br \/>\nDie Rechte betroffener Menschen sollen nun \u2013 mit der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der UN und mit Inkrafttreten des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) \u2013 verst\u00e4rkt in den Fokus r\u00fccken. Menschen mit drohender oder bestehender Behinderung sowie Menschen mit Einschr\u00e4nkung sollen in der Lage sein, die volle Teilhabe an allen Bereichen des Lebens zu erreichen &#8211; also die h\u00f6chstm\u00f6gliche Eigenst\u00e4ndigkeit in ihren k\u00f6rperlichen, geistigen, sozialen und beruflichen F\u00e4higkeiten. Dazu stellt der Bund fl\u00e4chendeckend ein unabh\u00e4ngiges, unentgeltliches Beratungsangebot zur Verf\u00fcgung, das Menschen mit Fragen auf diesem Gebiet Orientierung gibt und bereits im Vorfeld der Beantragung von Leistungen \u00fcber Unterst\u00fctzungsanspr\u00fcche und Teilhabem\u00f6glichkeiten informiert.<br \/>\nAuch im Vogelsbergkreis werden hierzu zwei Beratungsb\u00fcros er\u00f6ffnet und qualifiziert besetzt: Mit Berthold Sommer, Erziehungswissenschaftler und Sozialmanager, konnte ein Experte gewonnen werden, der \u00fcber eine Jahrzehnte lange Erfahrung auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation und Eingliederung verf\u00fcgt. F\u00fcr ihn spielt die Transparenz der Angebote eine gro\u00dfe Rolle: \u201eEs gibt auch im Vogelsberg und den angrenzenden Landkreisen viele verschiedene M\u00f6glichkeiten zu Rehabilitation und Teilhabe. Doch kaum jemand kennt sich in dem Dschungel von Angeboten aus. Hier wollen wir helfen, um dem Klienten oder der Klientin zu erm\u00f6glichen, f\u00fcr sich selbst beurteilen zu k\u00f6nnen, was f\u00fcr ihn oder sie von Bedeutung ist.\u201c Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer unvoreingenommenen und objektiven Beratung, die allein die Bed\u00fcrfnisse und M\u00f6glichkeiten des betroffenen Menschen als Ausgangspunkt hat.<br \/>\nMit im Boot ist die Heilerzieherin und Systemische Beraterin Andrea Schmidt. Sie bringt eine \u00fcber 20-j\u00e4hrige berufliche T\u00e4tigkeit, u.a. in der Jugendhilfe, der beruflichen Rehabilitation und Eigliederungshilfe mit sowie eine mehrj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit in leitender Funktion in der ambulanten und station\u00e4ren Behindertenhilfe. Auch im privaten Kontext verf\u00fcgt sie \u00fcber Erfahrungen mit Behinderung. Gemeinsam mit Sommer bildet sie sich derzeit zur EUTB-Beraterin weiter und stellt das Beratungsangebot im Lauterbacher Raum und drei angrenzenden Gemeinden des Landkreises Fulda sicher, w\u00e4hrend Sommer den Bereich Alsfeld und den s\u00fcdlichenBereich des angrenzenden Schwalm-Eder-Kreis abdeckt. \u201eDieses neue Beratungsangebot steht daf\u00fcr, aus Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen Menschen mit Rechten und Anspr\u00fcchen zu machen\u201c, erl\u00e4utert Schmidt, \u201esie sollen sich nicht l\u00e4nger als Hilfsbed\u00fcrftige erleben, sondern vielmehr als gleichberechtigte Teilnehmer am gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Leben.&#8221;<br \/>\nVon gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr dieses neue Beratungsangebot ist zum einen, dass es keine bereits bestehenden Informations- und Beratungsangebote verschiedenster Tr\u00e4ger ersetzt, sondern erg\u00e4nzend dazu eine Lotsenfunktion erf\u00fcllt. \u201eWir m\u00f6chten ganz gezielt im Vorfeld der Beantragung von Leistung die notwendige Orientierungs-, Planungs- und Entscheidungshilfe geben. Vorhandene Strukturen und Angebote sollen dabei weiterentwickelt, vernetzt und verbessert werden\u201c, erl\u00e4utert Sommer. Zum anderen soll auch im Vogelsberg eine Peer-Beratung aufgebaut werden: Als diese \u2013 die Beratung von Betroffenen f\u00fcr Betroffene \u2013 ist die EUTB n\u00e4mlich konzipiert. Schmidt und Sommer m\u00f6chten daher Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung ermuntern, ihre Expertise in die Beratung einzubringen. \u201eEines unserer erkl\u00e4rten Ziele ist die Bef\u00f6rderung der Selbsthilfe\u201c, betont Sommer. \u201eIm Verlauf k\u00f6nnten Personen mit eigener Erfahrung auf diesem Sektor auch die Ausbildung zum EUTB-Berater oder zur EUTB-Beraterin absolvieren und in einem der B\u00fcros t\u00e4tig werden\u201c, erkl\u00e4rt Schmidt die weitere Intension. Ein weiteres Ziel neben der Beratung von Menschen und der Qualifikation von Peers ist die Erstellung eines umfangreichen F\u00fchrers zu allen Themen der beruflichen und sozialen Inklusion und Teilhabe. Neben der schriftlichen Zusammenfassung aller Tr\u00e4ger, Einrichtungen und Angebote sollen diese sich auch in einem Netzwerk enger und zum Nutzen der Klienten zusammenfinden. Auch hier m\u00f6chten die EUTB-B\u00fcros koordinierend t\u00e4tig sein.<br \/>\nAn den Start gegangen sind die beiden EUTB-Berater bereits im April. Sie m\u00f6chten nun zun\u00e4chst alle Menschen mit Informationsbedarf, also Menschen mit bestehender oder zu erwartender Behinderung, sowie deren Angeh\u00f6rige und auch Betreuer einladen, dieses neue erweiterte Angebot anzunehmen. \u201eDie Beratung erfolgt selbstverst\u00e4ndlich vertraulich. Sie ist kostenlos, niedrigschwellig, unabh\u00e4ngig, nat\u00fcrlich barrierefrei und jederzeit auf Augenh\u00f6he\u201c, erg\u00e4nzen die beiden Berater.<br \/>\nDie Beratungsstelle in Lauterbach, besetzt mit Andrea Schmidt, ist f\u00fcr den s\u00fcdlichen Teil des Landkreises Vogelsberg sowie Randgemeinden des Landkreises Fulda zust\u00e4ndig. Dazu geh\u00f6ren: Freiensteinau, Grebenhain, Herbstein, Lauterbach, Lautertal, Schlitz, Schotten, Ulrichstein und Wartenberg sowie Bad Salzschlirf, Gro\u00dfenl\u00fcder und Hosenfeld. Die Beratungsstelle in Alsfeld, besetzt mit Berthold Sommer, ist f\u00fcr den n\u00f6rdlichen Teil des Landkreises Vogelsberg sowie Randgemeinden des Schwalm-Eder-Kreises zust\u00e4ndig. Dazu geh\u00f6ren: Alsfeld, Antrifttal, Feldatal, Gem\u00fcnden, Grebenau, Homberg, Kirtorf, M\u00fccke, Romrod und Schwalmtal sowie Ottrau, Schrecksbach und Neukirchen.<br \/>\nDie Beratungsstellen sind Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Es k\u00f6nnen auch Termine au\u00dferhalb dieser Zeiten vereinbart werden. Ebenso sind einmal monatlich Beratungsm\u00f6glichkeiten in den Gemeinden geplant. Die Beratungsstellen erreicht man wie folgt: EUTB Beratungsstelle Lauterbach, K\u00f6nigsberger Str. 8, 36341 Lauterbach, Tel.: 06641\/ 9783264, EUTB Beratungsstelle Alsfeld, Fulder Tor 4, 36304 Alsfeld, Tel.: 06631\/ 8026718; info@eutb-vb.de; Info: www.eutb-vb.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gleichberechtigte Teilhabe \u2013 sowohl am gesellschaftlichen Alltag als auch am sozialen und beruflichen Leben &#8211; sind Themen vieler Menschen. 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