{"id":173519,"date":"2018-04-25T15:35:07","date_gmt":"2018-04-25T13:35:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173519"},"modified":"2018-04-25T15:35:07","modified_gmt":"2018-04-25T13:35:07","slug":"unterstuetzung-fuer-angehoerige-psychisch-erkrankter-angehoerigengruppe-der-psychiatrie-trifft-sich-einmal-im-monat-im-krankenhaus-eichhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173519","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung f\u00fcr Angeh\u00f6rige psychisch Erkrankter &#8211; Angeh\u00f6rigengruppe der Psychiatrie trifft sich einmal im Monat im Krankenhaus Eichhof"},"content":{"rendered":"<p>Ein monatlich stattfindendes Treffen f\u00fcr nahestehende Personen von psychisch Erkrankten bietet die Psychiatrische Institutsambulanz am Krankenhaus Eichhof. Jeden zweiten Dienstag im Monat von 18.30 bis 20 Uhr findet die Angeh\u00f6rigengruppe \u201ePsychiatrie im Krankenhaus\u201c unter der Leitung von Dr. Ursula Bernbeck, Elke M\u00fcller und weiteren Kollegen in der Tagesklinik statt.<\/p>\n<p>Nahezu jeder dritte Deutsche erkrankt in seinem Leben an einer psychischen Erkrankung, sagen Statistiker. Das Spektrum der Krankheiten ist dabei so vielf\u00e4ltig, wie die Menschen selbst. Und nicht nur die Betroffenen leiden, auch das Leben von Angeh\u00f6rigen und nahestehenden Personen ver\u00e4ndert sich massiv. Viele k\u00f6nnen mit diesem Eingriff in ihre gewohnte Lebenssituation nur schlecht umgehen. W\u00e4hrend es f\u00fcr Patienten vielf\u00e4ltige Hilfsangebote gibt, f\u00fchlen sich Betroffene im Umfeld mit ihren \u00c4ngsten und N\u00f6ten allein gelassen. Das muss nicht sein, sagt Dr. Ursula Bernbeck, Stations\u00e4rztin in der Tagesklinik der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Krankenhaus Eichhof. Gemeinsam mit Elke M\u00fcller, Krankenschwester, engagiert sich die Expertin nicht nur f\u00fcr ihre Patienten, sondern bietet Angeh\u00f6rigen ein Forum, mit sich selbst und den ver\u00e4nderten Bedingungen im direkten Umfeld umgehen zu lernen.<\/p>\n<p>\u201eIn unserer Angeh\u00f6rigengruppe bieten wir Unterst\u00fctzung und Verst\u00e4ndnis, schaffen die M\u00f6glichkeit, Kontakte mit Gleichgesinnten zu kn\u00fcpfen, Erfahrungen und Informationen auszutauschen und nat\u00fcrlich fachlich und medizinisch zu beraten\u201c, wirbt Dr. Bernbeck f\u00fcr das monatlich stattfindende Treffen in den R\u00e4umen der Tagesklinik. \u201eDa man die Erkrankung nicht sieht, sprechen viele Beteiligte aus Scham, Schuldgef\u00fchl oder Hilflosigkeit nicht \u00fcber ihre pers\u00f6nlichen N\u00f6te\u201c, sieht Elke M\u00fcller das Problem nach wie vor in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von psychischen Erkrankungen. Das Stigma, das dem Krankheitsbild anhafte, lasse auch Verwandte und Freunde verunsichert zur\u00fcck. Es sei f\u00fcr viele Betroffene nach wie vor eine gro\u00dfe H\u00fcrde, sich zu \u00f6ffnen und Hilfe anzunehmen, sagt die versierte Krankenschwester.<\/p>\n<p>Dabei ist der monatliche Treff am Krankenhaus Eichhof viel mehr als nur eine Runde von Gleichgesinnten, die sich anonym oder auch ganz offen \u00fcber ihre Sorgen miteinander austauschen k\u00f6nnen. Die erfahrenen Mentoren geben Auskunft \u00fcber die diversen Krankheitsformen, unterst\u00fctzen mit pers\u00f6nlichen Ratschl\u00e4gen und vermitteln auf Wunsch auch bei gemeinsamen Besuchen von Erkrankten und deren Angeh\u00f6rigen.<br \/>\nViermal im Jahr erg\u00e4nzen Fachreferenten das an jedem 2. Dienstag im Monat stattfindende Forum mit Vortr\u00e4gen zu Hilfsangeboten oder Psychotherapien. So informiert in der n\u00e4chsten Gespr\u00e4chsrunde am 8. Mai Oberarzt Stefan Wiegand die Teilnehmer \u00fcber die \u201eAufgaben der psychiatrischen Institutsambulanz\u201c.<\/p>\n<p>Die Fachleute geben auch Hilfestellungen, wenn es um Betreuungsangebote, wie professionelle Tagesst\u00e4tten oder eine Rehabilitation von psychisch Kranken geht. Die Unterst\u00fctzung reicht bis zu Empfehlungen und Ratschl\u00e4gen f\u00fcr Betreuung und Unterbringung. \u201eNat\u00fcrlich ist es nicht einfach, \u00fcber seine pers\u00f6nliche Lebenssituation zu sprechen und die Teilnehmer geben ja auch Einblicke in ihr Seelenleben. Doch viel schlimmer ist es, lange still vor sich hin zu leiden, anstatt sich im gemeinsamen Gespr\u00e4ch Hilfe und Unterst\u00fctzung zu suchen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Bernbeck. Sie wei\u00df, dass gerade Schuldgef\u00fchle ein gro\u00dfes Thema sind, vor allem bei Eltern, die ein psychisch krankes Kind haben. \u201eDie Selbstf\u00fcrsorge f\u00fcr Angeh\u00f6rige ist ein wichtiger Baustein erfolgreicher Therapien. Man sollte auch die sch\u00f6nen Dinge im Leben pflegen\u201c, empfiehlt die \u00c4rztin. Dazu m\u00fcssten Angeh\u00f6rige zun\u00e4chst aber bereit sein, sich mit ihrer Situation aktiv auseinander zu setzen. Impulse geben, das k\u00f6nnen die Experten der Angeh\u00f6rigengruppe der Psychiatrie am Krankenhaus Eichhof auf jeden Fall.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ein monatlich stattfindendes Treffen f\u00fcr nahestehende Personen von psychisch Erkrankten bietet die Psychiatrische Institutsambulanz am Krankenhaus Eichhof. Jeden zweiten Dienstag im Monat von 18.30 bis 20 Uhr findet die Angeh\u00f6rigengruppe \u201ePsychiatrie im Krankenhaus\u201c unter der Leitung von Dr. Ursula Bernbeck, Elke M\u00fcller und weiteren Kollegen in der Tagesklinik statt. 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