{"id":173058,"date":"2018-04-08T09:55:18","date_gmt":"2018-04-08T07:55:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=173058"},"modified":"2018-04-08T09:55:18","modified_gmt":"2018-04-08T07:55:18","slug":"grosse-resonanz-auf-vortragsreihe-zum-thema-christen-in-not-christenverfolgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=173058","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Resonanz auf Vortragsreihe zum Thema \u201eChristen in Not &#8211; Christenverfolgung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Steinhaus-Steinau: Gro\u00dfes Interesse hat das diesj\u00e4hrige Glaubensseminar, der Pfarrgemeinde geweckt. An allen f\u00fcnf Vortragsabenden in der Fastenzeit kamen nicht nur Interessierte aus der eigenen Gemeinde, sondern auch aus umliegenden Ortschaften und der Stadt Fulda. F\u00fcnf hochkar\u00e4tige Referenten hatte der Pfarrgemeinderat f\u00fcr die Vortragsreihe gewinnen k\u00f6nnen, die das Thema von den Anf\u00e4ngen der Christenverfolgung bis hin in unsere Gegenwart in seiner Brisanz beleuchtet haben.<br \/>\nZum Thema \u201eWarum wollen viele die Christenverfolgung nicht wahrhaben?\u201c war der bis 2016 im Bundestag t\u00e4tige Referent Wolfgang Baake eigens aus Wetzlar angereist. Er ist als Journalist und Vertreter der Deutschen Evangelischen Allianz des Bundestages und der Bundesregierung jahrelang f\u00fcr die Rechte von diskriminierten und verfolgten Christen eingetreten. Er berichtete eindringlich dar\u00fcber, wie sehr das Thema von Politik, Gesellschaft aber auch immer wieder von einzelnen Vertretern der Kirchen verdr\u00e4ngt und in der \u00d6ffentlichkeit klein gehalten werde. \u201eDie Christenverfolgung passt nicht in den Mainstream vieler Menschen.\u201c, so Baake. \u201eAu\u00dferdem scheuen Politiker und Kirchenvertreter die \u00f6ffentliche kritische Auseinandersetzung im interreligi\u00f6sen Dialog, insbesondere mit Repr\u00e4sentanten des Islam.\u201c Er habe es jahrelang erlebt, wie das Thema Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung von Christen in unseren Medien nicht zur Kenntnis genommen werde. Erst langsam entwickele sich auch hierzulande ein Bewusstsein f\u00fcr die Dringlichkeit des Themas, denn Christenverfolgung sei nicht nur ein dunkles Kapitel der Vergangenheit, sondern habe leider erschreckende Aktualit\u00e4t.<br \/>\nDamit best\u00e4tigte Wolfgang Baake die Schilderungen des Referenten von \u201eOpen Doors\u201c, der zwei Wochen zuvor zum Thema \u201eChristenverfolgung heute &#8211; ein Blick in die Welt\u201c \u00fcber seine Arbeit berichtet hatte. Der Vertreter dieses \u00fcberkonfessionellen Hilfswerkes darf aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht namentlich genannt werden. Eigentlich, so der Referent, sei Open Doors nur au\u00dferhalb Deutschlands t\u00e4tig, mittlerweile sei ein Eingreifen auch in Deutschland n\u00f6tig geworden, denn in Fl\u00fcchtlingsheimen g\u00e4be es f\u00fcr die christliche Minderheit oft unertr\u00e4gliche Zust\u00e4nde durch Unterdr\u00fcckung seitens muslimischer Mitbewohner. Christen seien aus ihren Heimatl\u00e4ndern vor dem Islamismus ge\u00ef\u00ac\u201aohen, haben zum Teil Familienangeh\u00f6rige und sogar Kinder durch Gewalt und Terror verloren und m\u00fcssen jetzt wieder als unterdr\u00fcckte Minderheit in Fl\u00fcchtlingseinrichtungen ausharren. Von Seiten der deutschen Politik erfahren sie wenig Unterst\u00fctzung. Weiterhin belegte der Referent anhand des aktuellen Weltverfolgungsindex, dass derzeit 200 Millionen Christen weltweit diskriminiert und verfolgten werden.<br \/>\n\u00dcber die brutale Christenverfolgung in seinem Heimatland Nigeria berichtet Pfarrer Uche Ugwueze, heute Pfarrer in St. Lukas Fulda. Mit \u00ef\u00ac\u0081nanzieller Unterst\u00fctzung Saudi Arabiens und anderer Golfstaaten be\u00ef\u00ac\u0081nde sich die fundamentalistisch islamische Gruppe Boko Haram auf dem Vormarsch. Pfarrer Uche bef\u00fcrchtet, dass Europa das gleiche Schicksal erleiden werde wie sein Heimatland Nigeria. Europa schlafe und tr\u00e4ume. Es lasse zu, dass seine christliche Kultur immer mehr zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werde, so Uche w\u00f6rtlich. Ersch\u00fcttert waren die Zuh\u00f6rer von seiner Schilderung \u00fcber seine eigene Entf\u00fchrung und wie er nur knapp dem Tode entkommen ist.<br \/>\n\u00c4hnlich anschaulich berichtete Dr. Andreas Knapp aus Leipzig, der ebenfalls als Referent in Steinhaus zu Gast war. Er las aus seinem Buch \u201eDie letzten Christen: Flucht und Vertreibung aus dem nahen Osten\u201c. Auf Bitten seines irakischen Freundes und Nachbarn hatte er diesen 2015 in den Irak begleitet und erlebte dort die Grausamkeiten des schon mehrere Jahre dauernden Krieges, der sich in besonderer Brutalit\u00e4t gegen die Christen richtet. Dr. Andreas Knapp war bis zum Jahr 2000 Leiter des Priesterseminars in Freiburg und arbeitet heute als Mitglied des Ordens der \u201eKleinen Br\u00fcder vom Evangelium\u201c unter anderem in der Fl\u00fcchtlingshilfe in Leipzig.<br \/>\nZum Auftakt der Vortragsreihe hatte Pfarrer Peter Hannappel \u00fcber die \u201eChristenverfolgung in der R\u00f6mischen Kaiserzeit\u201c referiert. Schon wenige Jahre nach Jesu Tod bewahrheitete sich dessen Prophezeiung: \u201eWenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon vor euch gehasst hat! Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Steinhaus-Steinau: Gro\u00dfes Interesse hat das diesj\u00e4hrige Glaubensseminar, der Pfarrgemeinde geweckt. An allen f\u00fcnf Vortragsabenden in der Fastenzeit kamen nicht nur Interessierte aus der eigenen Gemeinde, sondern auch aus umliegenden Ortschaften und der Stadt Fulda. F\u00fcnf hochkar\u00e4tige Referenten hatte der Pfarrgemeinderat f\u00fcr die Vortragsreihe gewinnen k\u00f6nnen, die das Thema von den Anf\u00e4ngen der Christenverfolgung bis hin &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-173058","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/173058","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=173058"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/173058\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":173059,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/173058\/revisions\/173059"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=173058"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=173058"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=173058"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}